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  • : Andere-Welten oder: Von Einem der auszog aus seinem Dorf und neue Welten kennen lernte
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Monday, 21. april 2014 1 21 /04 /Apr. /2014 08:24

von R.Einloft - veröffentlicht in: Andere Welten für Kinder & Erwachsene

Hatte gehofft, dass es ein Frauenkloster sei und - ES IST ein Frauenkloster. Doch wir sind außerhalb untergebracht, ich werde nicht abgelehnt.
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Die Gegend ist voller Klöster. Alle haben Festungscharakter, sind umgeben von dicken Wehrmauern, in der Mitte die Kirche, an den Mauern die Unterkünfte und Versorgungshäuser. Kein Wunder, dass sie Wehrburgen daraus gemacht haben. Jedes Arschloch, das hier vorbei kam - und es waren deren viele von Mongolen und Hunnen angefangen bis zu den Türken und Österreicher - alle wollten sie Klosterschätze rauben. Da  haben sie sich verteidigt, die Klosterinsassen samt Bewohner der Umgebung. Noch nicht raus gekriegt habe ich, ob die Mönche und Nonnen das selbst gemacht haben oder ob sie Personal dafür hatten. Fachleute sozusagen.

P1090853Ostern hat ein besonderes Ritual. Um 11:00 Nachts sind wir zu Fuß hinunter gegangen, da war die Kirche schon voll und Alt und Jung strömte weiter herbei, versammelte sich um das hell erstrahlte Gotteshaus. Lautsprecher übertrugen die Liturgie, Frauenstimmen lasen leiernd sicherlich heilige, unverständliche Texte. Dazwischen die Bässe von Priestern. Männer sind offenbar auch im Frauenkloster vonnöten. Wahrscheinlich für die wichtigen Sachen wie Sünden vergeben und Liturgien anleiten. Jeder, aber auch jeder hatte eine Kerze dabei, sogar die kleinen Kinder. Wenn die lauter wurden, kriegten sie das Maul zugehalten. Ansonsten war es nicht besonders leise, Unterhaltung im moderaten Ton war erlaubt. P1090851Nonnen huschten an der Wand vorbei in schnellem Schritt. In die Kirche kamen wir nicht hinein, M hatte ihr Kopftuch vergessen. War nicht weiter schlimm, wie wir am nächsten Tag feststellten. Innen ist die Kirche in kleine Kammern aufgeteilt und in der letzten stehen die Vorleser an Pulten. Man kann die Zeremonie eh nicht sehen, es sei denn, man steht davor. Vor Mitternacht hörte die Liturgie auf und das Licht ging aus. Stille trat ein. Um Mitternacht ging das Licht wieder an und Glocken läuteten und Böller knallten und die Kerzen der Schlange stehenden Gläubigen wurden mit heiligem Feuer angezündet. Ich Banause wollte meine, nachdem sie ausgegangen war, mit dem Feuerzeug wieder an machen. Oh no, das war ein Sakrileg! Nur mit heiligem Feuer ist das Licht heil- und wirksam gegen eine Menge Leiden.P1090856

Die Zeremonie dauert bis 3 Uhr am Morgen. Wir sind früher gegangen. Es hat geregnet und war kalt. Doch die Kerze hat gewärmt und ich war ein wenig gerührt wie ich da durch die Osternacht schritt anstelle des morgendlichen Osterspazierganges in H und der Kerze an Stelle des Osterfeuers.

P1090858In der Unterkunft war vorgesorgt. Erst kriegte jeder ein Ei, das musste mit dem des Partners geknopst werden. Dessen Ei ganz blieb, der hatte gewonnen. Das hatte aber keinen Einfluss auf irgend etwas, jeder hat seins gegessen. Und mit einem großen Glas Schnaps hinunter gespült. Dann gab es noch Pastete mit Mousse aus roter Beete und Rettich, dazu Wein und Kuchen mit Kaffee hinterher. Wir sind glücklich um 3 ins Bett.

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Friday, 18. april 2014 5 18 /04 /Apr. /2014 21:03

von R.Einloft

Karfreitag, den 18.4.1014

 

P1090620


„Iasi, wie wir es bisher gesehen haben ist nicht schön und nicht hässlich“ habe ich gestern geschrieben. Und lag damit ziemlich daneben, es waren Randgebiete, durch die wir kamen. „Kaum zu glauben was Iasi für eine schöne Stadt ist. …. Es gibt viele Kirchen, Klöster, Paläste und Parks.“ hat M geschrieben.

Die Stadt liegt auf Hügeln, sie sagen, es seien 7 wie in Rom. Klöster und Kirchen jedenfalls gibt es ebenso in Massen. Die grosse Allee geht geradeaus bis ins Zentrum, gesäumt von Prachtbauten. Auffallend viele Lehranstalten gibt es und die Alexandru Ioan Cuza Universität ist ein herrlicher  klassizistischer Bau und die schönste. Sogar Eiffel hat hier gebaut.

 

Universitatea Alexandru Ioan Cuza Iasi 01

 

Einige Menschen, ältere besonders, sieht man noch im sozialistisch schlichtem Staat, junge Menschen bevorzugen globalisiertes Outfit. Und junge Frauen hohe Absätze.

Die Stadt ist weit und luftig angelegt, Alleen und breite Straßen kreuzen sich und vom Kulturpalast ins Zentrum ist es eine Fußgängerallee. Zu Ostern bestückt mit kleinen Zelten und Häuschen, in denen Köstlichkeiten verkauft werden. Natürlich auch asiatischer Kitsch.



P1090613Menschen strömen in die Kirchen, alt und jung steht Schlange vor den Altären, fällt, wenn sie dran kommen, synchron auf die Knie wie Muslime, die jungen sportlich schnell, alle mehrmals, küssen inbrünstig Ikonen auf dem Altar und kriechen unter ihm durch. Alten Frauen muss hinten oft beim Aufstehen geholfen werden. Priester mit Zöpfchen malen eifrig Kreuze auf Stirnen und alle bekreuzigen sich unentwegt. Vielleicht, weil Ostern ist. Liliana sagt, bei den Kommunisten war Kirche verboten und nur einige wenige trotzdem dem Verbot.

Am Feldweg hinter unserem Haus entlang stehen prachtvolle, villenähnliche Häuser, alle mit viel Platz ums Haus mit gepflegten Obstplantagen und Weingärten und lange Beete und Rabatte verbessern offenbar nicht nur den Eigenbedarf. Weiter unten ein Weingut. Überall bellen Hunde.

 

(Das Bild der Uni ist nicht von mir, sondern aus Wikipedia: Română: Universitatea "Alexandru Ioan Cuza"
Monument istoric.svg   
This is a photo of a historic monument in județul Iași, classified with number IS-II-m-B-03783
Date    28 November 2007, 19:14:39
Source    Own work
Author    Losy)

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Friday, 18. april 2014 5 18 /04 /Apr. /2014 20:31

von R.Einloft - veröffentlicht in: Andere Welten, andere Probleme

Kar Donnerstag, den 17.4.2014;  Iasi Rumänien.

 

P1090589P1090592

 

Trist der Ausblick auf nebelverhangene Felder, kalt das Zimmer. Ein Besoffener schwankt mit der leeren Schnapsflasche am Haus vorbei, verfolgt vom wütenden Gebell der Hunde. Wir sind alleine im Internat. Nur der Wächter wacht da draussen irgendwo. Osterferien sind. P1090594Auf der Wand gegenüber meinem Bett die Madonna mit einem zu groß geratenen Jesus. Sonst ist alles kahl im kleinen Zimmer, es ist einfach doch genügend.

Freundlich sind wir empfangen worden am kleinen Flughafen. Liliana, die Rektorin der technischen Schule, an der wir arbeiten, hat uns in ihrem kleinen Auto abgeholt.

Iasi, wie wir es bisher gesehen haben ist nicht schön und nicht hässlich. Farbe fehlt. P1090645Villen mit Holzbalkonen, Türmchen und Balkonen obendrauf wechseln ab mit schräg zusammengenagelten Häusern und einfachen Bauten. Ein schöner Park wird von einer breiten Allee durchquert mit Radweg und Fußgängersteig an den Rändern. Fahrräder kann man an einer Holzbude leihen. Straßenbahn und Busse sind alt und gelb, die Autos heißen Ford, VW und Honda, nur wenige haben unleserliche Namen. Auch hier rasen die jungen Leute mit aufgeklebtem Spoiler und alte Leute humpeln an der Ampel, die nur gelb kennt, über die Straße.

Ganz am Rande der Stadt, da wo die Felder beginnen, steht der Schulkomplex, in dem wir untergebracht sind (Lilianas Technikum hat kein Internat und ihre Kollegin Rektorin hilft gerne aus). Es ist eine landwirtschaftliche Schule mit Feldern drumherum. Der Wächter küsst Liliana  und M. formvollendet die Hand und trägt den Koffer. Es ist 1/2 4 und das Mittagessen wartet. In einem kleinen Raum ist gedeckt, Schnaps und Suppe wird eingeschenkt. Der Schnaps bleibt in einer Karaffe auf dem Tisch. Wasser und Wein auch. Ein unbekanntes Gewürz ist in der Hühnchenbrühe, schmeckt interessant. Das Essen ist gut. Über Ostern müssen wir uns selbst versorgen, das Küchenpersonal hat auch Ferien. Doch am Samstag schon nimmt uns Liliana mit in ein Kloster, Ostern nach Art der russisch-orthodoxen Christen feiern. Ich hoffe ja noch immer, dass es ein Frauenkloster ist und sie mich nicht rein lassen. Die Liturgie soll bis Mitternacht gehen.

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Wednesday, 16. april 2014 3 16 /04 /Apr. /2014 12:44

von R.Einloft - veröffentlicht in: Andere Welten, andere Probleme

Karte-Iasi.jpgEin wenig aufgeregt bin ich. Morgen gehts los. Nach Iasi in Rumänien. Die Stadt liegt 20 KM con Moldawien entfernt und so 100 Km unterhalb der Ukraine. Wir arbeiten in Holboca, einem Vorort. Und was sollen wir da tun? Die Aufgabenbeschreibung des SES sagt:


Integration von Grundzügen des Unternehmertums in den Lehrplan unter Einbeziehung sozial benachteiligter Schüler (das soll ich machen)
und
Trainingskurse für Lehrpersonal und Workshops zum Thema Förderung der Entrepreneurship Education (und das macht M)


Das Liceul Tehnologic Holboca in Holboca, Rumänien, ist eine Berufliche Schule mit 35 Mitarbeitern, von denen 17 Lehrkräfte sind, und insgesamt 336 Schülerinnen und Schüler in Tages-, Abend- und Meisterkursen und in unterschiedlichen Ausbildungsgängen. Es werden zahlreiche Berufsfelder und auch Fächer der Allgemeinbildung unterrichtet. Die Schule hat sich zum Ziel gesetzt, ihre Schüler gut auf das Berufsleben und auf lebenslanges Lernen vorzubereiten und sie ,,über den Tellerrand” blicken zu lassen. Sie pflegt daher gute Kontakte zur lokalen community und internationale Schulpartnerschaften; u.a. mit Schulen in den USA. Seit 2001 werden Gebäude und Ausstattung kontinuierlich modernisiert.
Die Schule sucht die Unterstützung durch einen Senior Experten oder eine Expertin, um unternehmerisches Denken und Handeln und die entsprechenden Fähigkeiten (entrepreneurial skills) zu entwickeln. Im einzelnen u.a.:
        -  Unternehmerische Bildung auch benachteiligter Jugendlicher
        -  Berufsberatung; Hilfestellung beim Übergang Schule-Beruf
        -  Identifizierung von fachlich-inhaltlichen Schnittmengen zwischen Schule und Arbeitswelt; 
Kooperation zwischen Schule und Betrieben/Unternehmen.



Ziel des Einsatzes ist die erweiterte Kompetenz der Mitarbeiter in den genannten Bereichen 
sowie die Befähigung, ein Entrepreneurship Education Centre aufzubauen mit den Aufgaben Unternehmenskontakte, Mentorentätigkeit und in der Funktion eines Ressourcen-Zentrums.

Das alles sollen wir in 3 Wochen erreichen. Mal sehn. Erstens kommt es anders und 2. als man denkt.

Wen es interessiert: hier die Webseite der Schule http://liceulholboca.ucoz.ro/index/pagina_in_engleza/0-53
 


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Tuesday, 1. april 2014 2 01 /04 /Apr. /2014 12:18

von R.Einloft - veröffentlicht in: Meine Welten heute

Das ist ein immer währender Kampf, den ich da führe im Garten. Gegen die Natur und gegen mich. Die Natur will wuchern, ich will ja auch, dass sie wuchert und doch und doch und doch. Doch nicht soooo viel. Dann kommt die Schere im Kopf und die Ordnungswut und dann kommt die Schere für´n Garten und dann wird geschnitten. Letztens waren Apfel und Kirschbaum dran. Jetzt sehn sie aus wie geschröpft und geköpft. Doch die ersten Triebe warten schon um gen Himmel zu wuchern.

Heute wartet Nürnberg, unsere Zauberstadt. Wutsch, sind wir verzaubert und schwelgen in Erinnerungen, Wein, Bratwürstchen, Obatzten und weiteren Erinnerungen. Hier haben wir uns kennen gelernt. Und das feiern wir ausgiebig bis heute.

H&J hatten uns Eintrittskarten geschenkt zu Biedermann und die Brandstifter. Bedrückend. Nicht wumm-bumm kommen die Brandstifter, sie schleichen sich psychologisch-leise aber zielgerichtet in unser Leben. Bis sie uns sagen, sie seien die Brandstifter. Und wir es nicht mehr glauben dürfen, denn die Wahrheit ist zu brutal. Oder soll ich glauben, mein Haus brennt gleich? Nein, das kann ich nicht glauben, wir sind doch Freunde, Freunde, Freunde. Einmal nicht klar und deutlich NEIN gesagt und schon verloren. Noch immer ist das Stück aktuell.

Apropos aktuell: Sagt doch M, langsam kann ich das nicht mehr lesen. Jetzt will die Nato auch noch Armeeübungen in Armenien, Aserbaidschan und der Republik Moldau abhalten. Die spinnen. Ich hab auch keine Lust mehr zum weiter lesen. Einziger Lichtblick: Scheint so, dass die Mehrheit der Deutschen denen da oben nicht glaubt, dass der Osten der einzige Aggressor ist. Steht in Spiegel Online. Oder war das ein Aprilscherz???

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Wednesday, 26. march 2014 3 26 /03 /März /2014 12:21

von R.Einloft - veröffentlicht in: Unsere Welten, unsere Probleme

Hoppla, jetzt geht´s aber los mit den Kritiken am westlichen Kurs und der ukrainischen Übergangsregierung.


Der Spiegel stellt als Resümee einer Expertengruppe, die der Bundesregierung zuarbeiten fest: „dass die Regierung in Kiew, ein Konglomerat aus pragmatischen Dilettanten, dubiosen Oligarchen und hemmungslosen Ultranationalisten (ist), die (die) Ukraine nicht stabilisieren kann. Und dass sie damit unweigerlich zum Scheitern verurteilt ist.“ Lest mal hier: http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-kiews-regierung-ist-zum-scheitern-verurteilt-a-960461.html


Oder unser alles überragende Altkanzler Schmidt. Der verteidigt sogar die Politik Putins (als das Schröder getan hat, haben alle gesagt, na, wir wissen ja, wes Freund der ist). http://www.zeit.de/politik/2014-03/schmidt-krim-putin

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Tuesday, 25. march 2014 2 25 /03 /März /2014 12:48

von R.Einloft - veröffentlicht in: Unsere Welten, unsere Probleme

25. März 2014 12:44 -. Im Tal Sonnenschein, ab und zu dunkle Wolken. Kalt ist es. Macht nichts, die Sonne wärmt schon 

Schon längere Zeit gibt es das Grundrauschen der Kritiker, die den Westen vor den Konsequenten ihrer unbekümmerten expansiven Ost-Politik gewarnt haben. Und im Falle Ukraine völlig übersehen, dass historische Entwicklungen zu innenpolitischen Konflikten geführt haben, die man nicht einfach lösen kann, in dem man die zum Westen tendierende Fraktion heraushebelt (und hofft, den ganzen großen Bissen „Ukraine“ mit zu kriegen). Und sie weitet sich aus, die Kritik.

Mal abgesehen davon, dass die Legitimität der Ukrainischen Übergangsregierung auf schwachen Füßen steht, kommt hinzu, dass es da auch noch Regierungsmitglieder gibt, denen würde ich nicht die Hand geben wollen (macht dafür unser weis(s?)er Außenminister).

Wer ist „Swoboda“? 
Die Allukrainische Vereinigung „Swoboda“ (deutsch kurz Freiheit) ist eine rechtspopulisitische und radikal nationalistische Partei. Die Partei wird von Kritikern auch als rechtsextrem, faschistisch oder neonazistisch eingeordnet. Im Dezember 2012 wurden Swobodas Parteichef Tjahnybok und sein Stellvertreter vom Simon-Wiesenthal-Zentrum auf Platz 5 seiner „Top Ten Anti-Semitisch/Anti-Israel Verunglimpfer“ gesetzt. Tjahnybok hatte behauptet, die Ukraine werde von einer russisch-jüdischen Mafia regiert. Im selben Monat fand ein Besuch von Mandatsträgern der Swoboda bei der Fraktion der NPD im Sächsischen Landtag  statt. (Alle Angaben Wikipedia entnommen)

Aus CICERO: „Der ehemalige EU-Kommissar und Sozialdemokrat Günter Verheugen, hat soeben in einem Interview mit dem Deutschlandfunk in aller Deutlichkeit darauf aufmerksam gemacht, aus welchem Holz die Swoboda-Anhänger geschnitzt sind: „Die sind getrieben von Russen-Hass, von Juden-Hass und Polen-Hass. Es ist schierer Nationalismus, überzogener, exzessiver Nationalismus. Sie rufen nach Atomwaffen für die Ukraine. Sie halten auch die Europäische Union übrigens nicht für ein erstrebenswertes Ziel, sondern für ein künstliches Gebilde, das sowieso zum Absterben verurteilt ist.“ Auf die Frage, ob er die Zusammenarbeit mit einer neuen ukrainischen Führung unter Beteiligung von Swoboda-Leuten ablehnen würde, ließ Verheugen keine Zweifel erkennen: „Ja, das heißt das. Ich bin der Meinung, dass man dieser Regierung eine solche Perspektive nicht anbieten kann, sondern dass man ihr ganz klar machen muss, das Bündnis, das sie geschmiedet haben, unter Einbeziehung undemokratischer rechtsradikaler Kräfte, ist für uns nicht hinnehmbar.“


Dabei ist Swoboda keineswegs, wie jetzt allenthalben behauptet wird, eine vernachlässigbare Randerscheinung im politischen System der Ukraine. Besonders im Westen des Landes ist die Partei ein ernst zu nehmender Player in etlichen Regional- und Stadtparlamenten; im Jahr 2009 errang sie gar 34,7 Prozent der Stimmen bei der Regionalwahl in der Oblast Ternopil mit ihren mehr als einer Million Einwohnern. Und 2012 kam Swoboda bei den Parlamentswahlen in der Ukraine auf stattliche 10,4 Prozent – nachdem sie fünf Jahre zuvor gerade einmal 0,76 Prozent geholt hatte. Dabei ist es wohl auch ihre ausgesprochene Feindschaft gegenüber den kleptokratischen Oligarchen, die sie sogar für moderate und gebildete Bürger wählbar erscheinen lässt.“


„Doch sind die Oligarchen eben nicht das einzige Feindbild der Swoboda. Antisemitische, antirussische, antieuropäische Hasstiraden aus dem Munde ihrer Mitglieder sind nicht selten; Parteichef Oleg Tjahnybok rief 2004 auf einer Kundgebung seinen Anhängern zu: „Schnappt euch die Gewehre, bekämpft die Russensäue, die Deutschen, die Judenschweine und anderen Unrat!“ „
(Der ganze Artikel ist zu lesen in: CICERO http://www.cicero.de/weltbuehne/swoboda-der-westen-unterschaetzt-die-ukrainischen-rechtsextremen/57253)









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Tuesday, 18. march 2014 2 18 /03 /März /2014 12:40

von R.Einloft - veröffentlicht in: Meine Welten heute

Reinhold sportlich

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Tuesday, 18. march 2014 2 18 /03 /März /2014 08:19

von R.Einloft - veröffentlicht in: Sinnliches&Praktisches

Spruch des Tages:

 

 

Wenn man 70 wird ist man zu alt um jung zu sterben

 

 

Reinhold-als-Wiki.jpg

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Monday, 17. march 2014 1 17 /03 /März /2014 14:23

von R.Einloft - veröffentlicht in: Sinnliches&Praktisches

Spruch des Tages:

 

Das erste untrügliche Zeichen für alt werden ist, wenn man sich eine Gummimatte mit Saugnäpfen in die Dusche legt

 

(Busse in: Die Anstalt)

 

Wir habe uns heute Wannen-Rutschstopp Klebefolien gekauft

 




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Sunday, 16. march 2014 7 16 /03 /März /2014 12:19

von R.Einloft

Ich habe die Meinung vertreten, man solle den Volksentscheid der Krim anerkennen und akzeptieren, zu wem sie gehören wollen: zur Ukraine oder zu Russland. ( Über die unausgewogene Berichterstattung im Fall Ukraine/Krim ) Ich musste mich eines Besseren belehren lassen. So einfach scheint das völkerrechtlich nicht zu sein.

Peter Vonnahme, ex Richter am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof stellt die rechtliche Seite des Problems in seinem Artikel klar. Darüber hinaus sieht auch er, dass nicht „Moskau..die Ukraine in die Zange“ nimmt (FAZ vom 16.3.2014) sondern Russland vom Westen, der Nato, EU und der USA eingekesselt wurde nach Beendigung des kalten Krieges und gegen Absprachen mit Gorbatschow. Das sollte man sich wirklich mal vorstellen, die Russen (und vielleicht auch die Chinesen) gliedern immer mehr Staaten in Südamerika und der Karibik in ihre Wirtschafts- und Verteidigungsgemeinschaft ein! Was nur bei dem kleinsten Ansatz in diese Richtung passiert, haben wir in der Kuba-Krise gesehen.


Nicht, dass Putin keine eigenen machtpolitischen Interessen hätte. Warum sollte er sie nicht haben? Alle haben sie. Wichtig in diesem Spiel ist, das gegenseitig anzuerkennen, zu analysieren und zu verhandeln. Das analysiert Peter Vonnahme hervorragend in seinem Artikel: Ukraine – ein Musterfall von double standards und Totalausfall staatsmännischer Kunst

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Saturday, 15. march 2014 6 15 /03 /März /2014 13:17

von R.Einloft - veröffentlicht in: Unsere Welten, unsere Probleme

Gester habe ich versucht, mit ein bisschen Fakten-Licht die verworrene Konfliktsituation im Falle Ukraine - Krim - Russland - geheiligter Westen zu erhellen (Hier: Ukrainekonflikt und die Zündler ). Dabei bin ich darauf gestoßen, dass ich nicht der Einzige mit kritischen Anwandlungen bin. Irgend etwas stimmt da gewaltig nicht. Wir werden fehlinformiert. Sagt Scholl-Latour. Der muss es wissen. Ich glaube ihm. Es gibt noch ein paar Leute mehr mit dieser Meinung.

 

Das hier habe ich heute gefunden: "Über die merkwürdigen Botschaften aus Deutschland an die Krim". Geschrieben von Dr. Alexander Gerhard Unzicker. Der hat als Physiker einige Bestseller geschrieben. Auch in Politik scheint er sich auszukennen. Schaut mal hier, lesenswert.  http://www.spiegelfechter.com/wordpress/129050/ihr-seid-doch-nicht-das-volk#more-129050

 

Leseprobe: "Dass kein Aufschrei der Empörung durch Europa erging gegen die ultra-nationalistischen Töne aus Kiew, ist ein Skandal. Ich schäme mich als Europäer. Und als Deutscher schäme ich mich doppelt. Rechtsradikale westukrainische Milizen träumen von Rückeroberung des Landes, in der Tradition jener Schergen, die sich vor gut siebzig Jahren den Nazis anschlossen im Kampf gegen den „jüdisch-bolschwistischen Todfeind“ – super, dass wir Deutsche die „prowestliche“ Seite unterstützen und so eine ruhmreiche Rolle in der europäischen Aussöhnung spielen."

 

Das geht mir ähnlich. Es empört mich zutiefst, dass unser "BundesaußenMaier Frankenstein" (Max Uthoff) denen gerne die Hand drückt. Da läuft was schief. 

 

Empfehlenswert ebenso zumindest der erste Teil von "Die Anstalt" vom 11. März 2014: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2109350/Die-Anstalt-vom-11.-Maerz-2014?setTime=3.359

 

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Friday, 14. march 2014 5 14 /03 /März /2014 12:44

von R.Einloft - veröffentlicht in: Unsere Welten, unsere Probleme

Ukraine in Europe

„Es ist der Westen, der seit Jahren mit allen Mitteln ökonomischer und politischer Erpressung versucht, die Ukraine aus dem Einflussbereich Russlands herauszulösen und den Marktbedingungen der EU unterzuordnen….“(http://www.jungewelt.de/2014/03-08/024.php)

„Brandstifter“ fällt mir ein, wenn ich an den schwelenden Konflikt in der Ukraine denke. Mag sein, dass „Brandstifter“ doch ein wenig zu krass ist, denn noch brennt es nicht, wird es (hoffentlich) nie. Doch „gezündelt“ haben sie - und tun es noch, die Herren und Damen unserer westlichen Politik und Nachrichtenredaktionen, die ohne Rücksicht auf Geschichte und Wirklichkeit störrisch weiter daran werkeln, die Ukraine in den Westen einzubinden. Scholl-Latour beklagt, „ wie einseitig die hiesigen Medien, von TAZ bis Welt, über die Ereignisse in der Ukraine berichten“ und stellt fest, dass „man wirklich von einer Desinformation im großen Stil ausgehen muss“ (http://www.heise.de/tp/artikel/41/41168/2.html) (nicht nur in diesem Fall, sagt er, auch bei den Nachrichten aus dem Nahen Osten sei das so). Aber warum die Ukraine, was haben sie von einer Ausdehnung?

„Das Kapital drängt nach Osten“ habe ich diese Woche in einer linken Zeitschrift gelesen. Nicht alles Kapital. Die schon drüben sind, in Russland und seinen Anrainerstaaten, und Geschäfte machen, melden sich zu Wort und warnen vor Verlusten. Doch scheint mir an der pauschalisierten Aussage was dran zu sein: die Ukraine ist voll im Visier westlicher Begehrlichkeiten, des Kapitals und einer EU-Politik der Ausdehnung. Wer will hier die Einflussgrenzen verschieben? Russland? Möchte die Ukraine in ihrem Einflussreich behalten. Wenn möglich, die ganze Ukraine, zumindest aber die Krim. Und die Nato, die EU, Deutschland? Sie möchten ihren Einflussbereich ausdehnen.

Ja was denn, werden Kritiker jetzt sagen. Wir sahen doch täglich, wie Menschen für die Anbindung an den Westen ihr Leben riskierten und demonstrierten. Und wir sehen heute, wie Russen die Krim einnehmen sie okkupieren wollen.

Sehn wir das? Was wir gerne übersehen ist der tiefe, historisch bedingte Schnitt in einem zweigeteilten Land. Der Osten, besonders die Krim, spricht russisch und ist auf Russland ausgerichtet im Denken und Handeln. Im Westen - nichts Neues - sind die Oligarchen, die Politiker und auch die Bevölkerung eher EU-orientiert. Unzweifelhaft ist, dass es immer größer werdende Demonstrationen von Menschen gab, die gegen das despotische Regime von Janukowytsch revoltierten. Die in der Assoziierung zur EU eine größere Chance für Demokratie und Menschenrechte sahen. Maidan war das Schlagwort. Das soll nicht bezweifelt werden. Doch dann gab es ein zweites „Maidan“. Bewaffnete Gruppen erschienen, Barrikaden wurden aus dem Boden gestampft, Verteidigungen organisiert. Vermummte Gestalten begannen, die Demonstrationen zu dominieren. Gut organisierte rechte und nationalistische Gruppen übernahmen die Regie. „In vorderster Front kämpften dort nationalistische Paramilitärs des Rechten Sektors – ausgerüstet mit Nazi-Symbolen. Zusammen mit der Swoboda-Partei fordern sie nun ihren Anteil am Sieg“. (ARD Weltspiegel).

Und diese Mischung aus Rechts, Nationalistisch, Demokratisch hat den gewählten Präsidenten einfach für abgesetzt erklärt und sich selbst zur Regierung ernannt, die von den westlichen Regierungen anerkannt wird. Ja geht´s noch besser? Rechte Parteien zusammen mit den politischen Vertretern westlich orientierter Oligarchen übernehmen auf der Straße die Macht und werden von unseren Politikern hofiert, allen voran unser Oberiplomat mit dem weiß-blonden Haar. Der eilt und gibt den Hitler-Verehrern und NPD-Freunden lieblich lächelnd seine Diplomaten-Hand. Sag mir, wer Deine Freunde sind…

Nicht nur diplomatische Unterstützung läuft. Die für Europa und Eurasien zuständige Abteilungsleiterin des US-Außenministeriums Victoria Nuland hat am 13. Dezember 2013 in Washington vor der „U.S.-Ukraine Foundation“ berichtet, die US-Regierung habe seit 1991 mehr als fünf Milliarden US-Dollar für eine „wohlhabende und demokratische Ukraine“ investiert. Mit dieser Summe sollten die Voraussetzungen geschaffen werden, die Ukraine der EU anzugliedern.(Andreas Buro in: http://www.grundrechtekomitee.de/node/623). Und neuerdings fordern die US-Republikaner Waffenlieferungen an die Ukraine.
Die Nato würde nicht an die Grenzen Russlands heranrücken, war am Ende des Kalten Krieges Michael Gorbatschow versichert worden. Ein Cordon aus nicht der Nato angehörigen Staaten um die Grenzen Russlands herum sollte dem Sicherheitsbedürfnis der Russen gerecht werden. Es ist genau anders gekommen. „Nichts dergleichen geschah. NATO und EU expandierten gen Osten. Nach 1999 traten Polen, Tschechien, Ungarn, nach 2004 Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Slowakei, Slowenien und nach 2009 Albanien und Kroatien der NATO bei. Alles Länder die einst zum sogenannten Ostblock gehörten. Beitrittsbemühungen gab es ferner um Georgien und Armenien. Vor diesem historischen Hintergrund wird der Kreml nicht die Perspektive akzeptieren, die Ukraine solle der nächste NATO-Kandidat werden.“ (Buro, siehe oben).
Wie war das noch mit der Forderung Bismarcks, Oberstes Gebot einer Diplomatie sei, sich in die Bedürfnisse des Anderen hinein zu versetzen? Das haben die Unseren offenbar nicht mehr nötig.

Es gibt sie noch, die Rufer in der Wüste. die zur Besinnung mahnen. Kissinger sagt, „der Westen … muss begreifen, dass die Ukraine für Russland niemals nur ein beliebig anderes Land, also Ausland, sein kann. Die russische Geschichte begann mit der Kiewer Rus….Der Westen ist weitgehend katholisch, der Osten russisch-orthodox. Der Westen spricht Ukrainisch, der Osten größtenteils Russisch. Jeder Versuch eines Flügels, den anderen zu dominieren, wie es bisher der Fall war, würde zu Bürgerkrieg und Spaltung führen.“ (Die Welt http://www.welt.de/debatte/kommentare/article125579944/So-wuerde-Kissinger-den-Ukraine-Konflikt-beenden.html)

Und Eppler: „Der Westen sollte Wladimir Putin nicht verteufeln, sondern sein Verhalten in der Ukraine-Krise zu verstehen versuchen. Kein russischer Präsident würde geduldig dabei zusehen, wie eine eindeutig antirussische Regierung in Kiew versucht, die Ukraine in Richtung Nato zu führen…
Dass die provisorische Regierung der Ukraine keine ausreichende Legitimation hat, die Zukunft des Landes zu bestimmen, ist rechtlich so einleuchtend wie das Pochen des Westens auf die Unversehrtheit des Territoriums der Ukraine. Aber die Weltgeschichte ist kein Amtsgericht. Wir Deutschen haben immer auf unser Selbstbestimmungsrecht Wert gelegt. Haben die Russen auf der Krim dieses Recht nicht? Muss das, was der Diktator Nikita Chruschtschow 1954 aus Laune dekretiert hat, auch gelten, wenn die Ukraine sich gegen jenes Russland stellt, dem die Mehrheit der Krimbewohner sich verbunden fühlt?“ Erhard Eppler in der SZ http://www.sueddeutsche.de/politik/russlands-praesident-wladimir-putin-mann-fuers-boese-1.1909116.
Und was ist mit der Krim? Sie war russisch und ist in großen Teilen noch immer russisch. Einige Fakten dazu.
1774 wurde die Krim vom Osmanischen Reich unabhängig und zunehmend vom Russischen Reich abhängig. Am 18. Oktober 1921 wurde die Autonome Sozialistische Sowjetrepublik der Krim innerhalb der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik (RSFSR) der Sowjetunion gegründet. 1954 gliederte Chruschtschow die Krim als eigenständige Verwaltungseinheit in die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik ein(er. war geborener Ukrainer)  1991, bei der Auflösung des Sowjetreiches, wurde die Ukraine in den bestehenden Grenzen, also einschließlich der Krim, unabhängig. 54% der Wähler der Krim stimmten damals mit „Ja“. Doch die Krim war kein „normales“ Mitglied der ukrainischen Föderation. Die Krim ist (noch - 14.3.2014) eine autonome Republik mit weitgehenden politischen, wirtschaftlichen und Verwaltungsrechten.

Lediglich die Stadt Sewastopol hat den Status einer eigenen Verwaltungseinheit und gehört daher nicht zur Autonomen Republik Krim. Russland hat den größten Teil der Stadt bis 2042 gepachtet. Dafür erhält die Ukraine verbilligtes sowjetisches Erdgas. Das russische Flottenkommando, prorussische Behörden und Organisationen dominieren das wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben in der Hafenstadt. Neben seiner Bedeutung als der wichtigste Flottenstützpunkt der ehemaligen Sowjetunion gilt die Stadt zudem als nationales Symbol, wegen ihrer Rolle im Krimkrieg (1853-1856; besonders verlustreich) und im Zweiten Weltkrieg.

Auf der Krim leben etwa 2,35 Millionen Menschen, davon rund 386.000 in Sewastopol, der größten Stadt der Halbinsel. Etwa 60% aller Einwohner der Krim sind Russen, 25 % der Bevölkerung stellen die Ukrainer. Der Anteil der Krimtataren nahm durch die Rückkehr aus dem Exil seit 1989 zu. Er beträgt derzeit etwa 12%. Die russische Sprache ist auf der Krim dominierend, einer Studie aus dem Jahr 2005 zufolge sprechen etwa 97 % der Bevölkerung der Krim bevorzugt Russisch. (Alle Daten aus verschiedenen Beiträgen in Wikipedia).
Der politische Umsturz in der Ukraine im Februar 2014 berücksichtigte die besonderen Bedingungen der Krim nicht. Im Gegenteil. Kein Vertreter wurde in das neue Parlament aufgenommen und - noch kontraproduktiver - die russische Sprache als zweite offizielle verboten. Das war Wasser auf die Mühlen der Separatisten, die seit eh und je zu Russland zurück wollten. Auch auf der Krim hat sich eine neue Regierung etabliert, genau so wenig völkerrechtlich legitimiert wie die in Kiew. Beide haben eine Entscheidung vorbereitet. Die westlichen mit einer Parlamentswahl gen Westen. Die Östlichen mit einer Volksbefragung gen Osten. Beide sollten wir akzeptieren. Auch wenn die Mehrheit der Krimbevölkerung dem Anschluss zustimmt.

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Saturday, 1. march 2014 6 01 /03 /März /2014 13:33

von R.Einloft - veröffentlicht in: Meine Welten heute

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Friday, 28. february 2014 5 28 /02 /Feb. /2014 11:18

von R.Einloft - veröffentlicht in: Unsere Welten, unsere Probleme

Klitchko, das Paradepferd Deutscher Nachrichtensendungen, ist im politischen Gefüge der Ukraine eine Randfigur und nicht in der neuen Regierung vertreten. Ob die jetzt ausgewürfelte Zusammensetzung der Regierung zur Nationalen Einheit beitragen kann (und will) ist höchst fraglich. Die auseinanderstrebenden Kräfte der russischen Minderheit und der Ost- und Südukraine sind nicht in der neuen Regierung vertreten.

Was mich wundert ist, dass die bürgerliche Presse ohne Aufregung die Besetung von wichtigen Positionen durch Rechte und Nationalisten hin nimmt. Ich finde das schlimm. 

Die folgenden Auszüge habe ich in den NachDenkSeiten gefunden.


"In der neuen ukrainischen Regierung hat die Timoschenko-Partei die Kontrolle, auch die Nationalisten sicherten sich wichtige Posten. Premier Jazenjuk weiß: Es wird hart.
Die neue ukrainische Regierung steht trotz breiter Unterstützung im Parlament vor schweren Aufgaben. Timoschenkos Partei hat die Kontrolle, auch die Nationalisten haben sich wichtige Posten gesichert. Klitschkos Partei ist in der Regierung nicht vertreten. [...]
Die zwei anderen Oppositionsparteien sehen das offenbar anders: Mindestens fünf der neuen Regierungsmitglieder gehören der Timoschenko-Partei Batkiwschina an, drei Minister entstammen der Swoboda-Partei des Nationalistenführers Oleh Tjahnybok. Insgesamt scheint es, als habe Timoschenkos Block die Kontrolle übernommen: Ihr engster Vertrauter ist Parlamentspräsident und Übergangspräsident in Personalunion, und mit Arsenij Jazenjuk stellt ihre Partei nun auch den Premierminister. [...]
Neben dem Einfluss des Maidans merkt man der neuen Regierung jedoch auch den Einfluss einer äußeren Kraft an: der USA. Premierminister Jazenjuk ist der Favorit der Amerikaner, wie seit dem geleakten Telefonat von Victoria Nuland öffentlich bekannt ist. Jurij Prodan, der bis 2010 schon einmal Energieminister war, kehrt auf diesen Posten zurück: Laut den Wikileaks-Depeschen ist er ein Verfechter amerikanischer Interessen auf diesem Posten. Er hatte den Amerikanern unter anderem versprochen, das angereicherte Uran für die ukrainischen Atomkraftwerke künftig nicht mehr von russischen, sondern von amerikanischen Zulieferern kaufen zu wollen."
Quelle: ZEIT


"Anmerkung JB: Es sieht so aus, als haben sich die USA zunächst einmal mit ihren Interessen zumindest gegenüber Deutschland durchgesetzt. Jazenjuk ist „Washingtons Mann“ (siehe dazu die Übersetzung des Nuland-Pyatt-Telefonats) und hat nun die Zügel in der Hand, während „Berlins Mann“ Klitschko außen vor steht. Da ja zumindest geplant ist, dass schon bald Neuwahlen stattfinden, könnte dies jedoch auch ein Pyrrhussieg sein.
Leider muss man die Zusammensetzung der neuen Regierung jedoch auch als neue Eskalationsstufe werten. Während die westukrainischen Nationalisten in der Regierung vertreten sind und sogar der rechtsextreme „rechte Sektor“ eingebunden wurde, wurden die russische Minderheit und die Vertreter der Ost- und Süd-Ukraine komplett ignoriert. Hinter den Kulissen spielt man mit dem Feuer und zündelt dabei mit Vorsatz am Pulverfass. Es wäre naiv, anzunehmen, dass eine Übergangsregierung, die ausschließlich aus den Hardlinern des einen Konfliktlagers besteht, zur Entspannung der Lage beitragen könnte. Doch naiv sind die Verantwortlichen hinter den Kulissen – es dürfte klar sein, dass die Zusammensetzung der Regierung nicht auf Mist des Maidan gewachsen ist – ganz sicher nicht. Daher ist diese Eskalation auch gewollt. Und dies ist wohl das schlimmste aller denkbaren Zeichen aus Kiew."

Quelle: NachDenkSeiten

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