Andere-Welten oder: Von Einem der auszog aus seinem Dorf und neue Welten kennen lernte

Andere-Welten oder: Von Einem der auszog aus seinem Dorf und neue Welten kennen lernte

Geschichten, Abenteuer und Alltag aus verschiedenen Welten. Vom Leben in Deutschland, Chile, Ecuador, Rio de Janeiro, Kolumbien, Tansania, Mosambik und heute im Dorf. Plus Gedankenschnipsel & Bilder zu Allerlei.

Veröffentlicht am von Reinhold Einloft

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Veröffentlicht am von REinloft

Seit einiger Zeit schon hat sich bei mir der Eindruck verstärkt, dass wir über die Krise in der Ukraine einseitig und falsch informiert werden! Dass diese Bestätigung nun von einer der einflussreichsten US- Think-Tanks kommt, hätte ich mir nicht träumen lassen. Es ist bitter ernst. Und unsere Regierung mischt vorneweg mit, um expansive Nato- und Wirtschaftsinteressen durch zu setzen.

Mein Blogger-Freund Joachim hat diesen Artikel veröffentlicht, den ich dringend empfehle!

http://www.anais2317.com/2014/09/us-think-tank-krise-in-der-ukraine-ist-die-schuld-des-westens.html

Siehe auch: http://www.andere-welten.net/2014/08/ein-philosoph-mal-ganz-alltaglich-precht-die-eu-handelt-unverantwortlich.html

und: http://www.andere-welten.net/2014/08/scholl-latour-der-letzte-krieger-als-reporter.html

und:http://www.andere-welten.net/2014/07/wer-steckt-hinter-den-separatisten-der-ostukraine.html

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Veröffentlicht in : #Meine Welten heute
Hinterland bei Hommertshausen
Hinterland bei Hommertshausen

(der letzte Beitrag - eine Erklärung, wieso wir als Hinterland bezeichnet wurden (und werden). Da es hie und da noch weitere Hinterländer geben soll, wird unserem die Gebietseingrenzung „Hessisches“ gerne vorgesetzt. Hier: http://www.andere-welten.net/2014/08/hinterland-ist-noch-lang-nicht-abgebrannt-1.html)


Über Jahrhunderte hat unser Gebiet als abgeschlossenes und abseits gelegenes Bauernland bis in die Zeiten nach dem WK II seinen Charakter bewahrt. Täler und Dörfer sind durch Berge und Wälder voneinander getrennt. Jedes Waldtal ist ein kleiner Bezirk für sich. Wir sind heute nicht mehr ganz so isoliert, aber fast.
Was uns auszeichnet ist erst mal unsere Sprache. Wir sprechen Hinterländer Platt. Leider nicht mehr so wie früher. Eltern sind dem bildungsbürgerlichen Unsinn aufgelaufen, dieser fast schon eigensprachliche Dialekt würde die Kinder beim Lernen mit dem Hochdeutschen benachteiligen. Was ganz anderes hinderte die Kinder am Lernen. Viele mussten in den zumeist kleinen Landwirtschaften helfen und die Meinung, was braucht ihr Wissen, dominierte. Gänzlich unbekannt war, dass, je mehr Sprachen man spricht es um so vorteilhafter für weitere zu erlernen ist. Nun ja.

Ansonsten, sagt man, seien wir dickköpfig, eigenbrötlerisch, aufsässig manchmal. Auch das hat, sagt man, mit unserer Vergangenheit zu tun. In diesen Landstrich abseits der großen Welt wurden früher gerne Verwaltungsleute und Kirchenmänner und Lehrer versetzt, die widerspenstig waren. An uns Holzköppen sollten sie sich austoben.

Dann ist es ruhig. Gut, nicht mehr so wie früher, Autos nehmen auch bei uns zu. Aber mancher Städter, der des Nachts den klaren Sternenhimmel bewundert, horcht plötzlich auf - hier ist ja nichts zu hören. Manche sagen, sie wäre schwer zu ertragen, diese Ruhe.

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Veröffentlicht in : #Meine Welten heute
Das "Hinterland" historisch
Das "Hinterland" historisch

Wo kommst Du her? Aus dem Hinterland? Ist das da, sagen sie, wo die Welt mit Brettern vernagelt ist? Och nööö, hier geht es allemal weiter, auf der einen Seite nach Biedenkopf und Marburg, auf der anderen Seite bis nach Dillenburg und Siegen. Und wenn man sich durchs Grinsche-Land quält, kommt man sogar nach Bad Laasphe. Das aber liegt schon in Nordrhein Westphalen. Ihr seht, wir liegen zentral, kommt nur auf den Blickpunkt an.

Warum aber Hinterland? Oder genauer: Hessisches Hinterland? Wir können es hier verorten: „Das Gebiet des Hessischen Hinterlandes liegt in der Region Mittelhessen und konzentriert sich um den Altkreis Biedenkopf, also den westlichen Teil des heutigen Landkreises Marburg-Biedenkopf, wozu (ursprünglich RE) auch Gebiete des heutigen Lahn-Dill-Kreises und des Kreises Waldeck-Frankenberg gehörten… Später blieb die Bezeichnung an dem ehemaligen Kreis Biedenkopf hängen“. Alles klar? So stehst in Wikipedia. Ich kanns genauer:
Für uns gehören heute zum Hessischen Hinterland die Gemeinden Angelburg, Bad Endbach, Biedenkopf, Breidenbach, Dautphetal, Gladenbach und Steffenberg.

Und warum Hinterland? Nachdem die Marburger Landgrafenlinie 1604 ausgestorben war, wurden deren Länder aufgeteilt und unser Gebiet 1627 der Landgrafenschaft Hessen-Darmstadt zugeteilt. Von der Residenzstadt Darmstadt aus gesehen lag das Gebiet „ganz weit hinten“ und bekam so seinen Namen Hinterland.

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Veröffentlicht in : #Meine Welten heute

Gewettet haben wir. Ich habe die Ursprünge des Jazz eher in der europäischen Musik verortet, M sah die afrikanischen Einflüsse als bestimmend. Da hab ich nachgeschaut. Beide hatten wir was Richtiges im Kopf.

Wikipedia

Unter dem Stichwort Jazz steht: “Der Jazz greift auf ein überwiegend europäisches Tonsystem zurück und verwendet europäische Melodik und Harmonik, musikalische Formen (zum Beispiel Songform), sowie europäische Instrumente (Blasinstrumente, Klavier, Gitarre, Kontrabass, große und kleine Trommel, Becken). Diese aus Europa stammenden Bestandteile werden im Jazz jedoch auf eigene Weise genutzt. ……

Der Jazz entstand in einem Verschmelzungsprozess aus Elementen der afroamerikanischen Volksmusik (Blues, Worksong, Negro Spiritual) und der europäisch-amerikanischen Marsch-, Tanz- und Populärmusik.“

Also gut, Blues war auch ein Vorläufer des Jazz. Hätte ich mir ja denken können. Dazu schreibt Wikipedia:
„Frühe Formen des Blues entstanden in den südlichen Teilen der Vereinigten Staaten im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Der Blues ist eine eigenständige Form schwarzer US-amerikanischer Folklore, die sich nicht ausschließlich auf andere afroamerikanische Musikformen wie Gospel, Negro Spiritual und Worksongs …zurückführen lässt. Der Blues enthält Elemente afrikanischer, europäischer und karibischer Musik.“

Blues also ist eine eigenständig entwickelte Musikkultur.

In den Jazz eingeflossen ist die Musikkultur der Spirituals. Auch hier finden wir wieder europäische Elemente, aber viel mehr afrikanische und eigene Musikformen aus der Zeit der Sklaverei:

„Die African-American Spirituals entstanden im Austausch der englischen, schottischen und irischen Volksmusik und der afrikanischen und kreolischen Musikalität. Vor dem amerikanischen Bürgerkrieg war es den Sklaven verboten, ihre Kultur zu pflegen. Die weißen Herren zwangen die Sklaven, sie nach der Arbeit mit ihren traditionellen Volksweisen mit Banjo, Fidel, Tambourin und Bones (Kastagnetten aus Knochen, später aus Holz) zu unterhalten.

Die Fähigkeit der Sklaven zur Improvisation formten ihre Balladen und Spirituals. Der afroamerikanische Spiritual übernimmt wesentliche Merkmale der afrikanischen Musikkultur. Die Musik der Afrikaner ist zur Zeit vor der Entstehung der Negro Spirituals im Gegensatz zur europäischen Musikkultur sehr improvisatorisch und baut hauptsächlich auf der Pentatonik auf…

Neben der Verwendung der Stimme wurde und wird in Afrika häufig von Schlaginstrumenten Gebrauch gemacht, die aber während der Sklaverei in den USA aufgrund der begründeten Angst, die Sklaven könnten die Instrumente zur Informationsübermittlung über weitere Strecken verwenden, verboten wurden. Aus diesem Grund nutzten die afrikanischen Sklaven vermehrt das Klatschen und das Fußstampfen, um einen ähnlichen Klangeffekt zu erreichen. Wesentliches Merkmal der afroamerikanischen Spirituals ist das Call-Response-Prinzip (Ruf-Antwort), welches sich aus den christlichen Ritualen und Gottesdiensten ergibt: Wie der Pfarrer und die Gemeindemitglieder in der Kirche, singt der Solist vor und der restliche Chor antwortet musikalisch. Die Melodien der Spirituals setzen sich häufig aus sogenannten Patterns, meist ein- bis zweitaktigen Melodiestücken, zusammen, die im Stück verschieden aneinandergereiht und wiederholt werden.“

Und wie ging es weiter? Vielfältig und mit immer neuen Stilrichtungen, die nicht immer der afrikanischen Tradition folgten


2.1 New Orleans Jazz (ab 1905)
2.2 Dixieland Jazz (ab 1910)
2.3 Chicago Jazz (ab 1919)
2.4 Swing (ab 1926)
2.5 Bebop (ab 1940)
2.6 Latin Jazz (ab 1947)
2.7 Cool Jazz (ab 1948)
2.8 Hard Bop (ab 1955)
2.9 Free Jazz (ab Ende der 1950er Jahre)
2.10 Jazz Fusion (ab Ende der 1960er Jahre)

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Veröffentlicht in : #Unsere Welten - unsere Probleme

Nicht immer bin ich mit Precht einverstanden. Er scheint mir sehr auf Öffentlichkeitswirksamkeit aus. Doch mit diesem Interview trifft er in´s Schwarze und redet Tacheles (meiner Meinung nach). Die EU handelt unverantwortlich und die Nato hat nichts im Konflikt mit der Ukraine zu suchen. Sagt er. Ostukraine hätte einen höheren Status an Selbständigkeit gebraucht sagt er (und sie nicht mit Verboten wie z.B. ihre Sprache -russisch- zu sprechen - in ihrer Andersartigkeit als West-Ukraine einzuschränken. Sage ich). Er zeigt Verständnis, dass Russland an seinen Grenzen nicht von Nato-Stützpunkten eingekesselt werden will (wieso ist das so schwer zu verstehen?). EU und Nato und die USA wollen alles und dabei Russland klein machen. Das geht am besten über verteufeln (Reagans Reich des Bösen kommt wieder).

„Im Moment“ sagt er „erleben wir die Rückkehr eines mythischen Weltbilds statt eines rational aufgeklärten Weltbildes. Wir verhängen unsere Wirtschaftssanktionen gegen Russland ja nicht wegen der Krim-Annektion, sondern wir verhängen sie aufgrund von dubiosen Geheimdienst-Spekulationen im Fall der MH 17. Normalerweise sollte ein aufgeklärter Staat aufgrund solcher Mutmaßungen keine politischen Entscheidungen fällen. Dass wir das trotzdem tun, ist, soweit ich sehe, ein einmaliges politisches Fehlverhalten in der europäischen Außenpolitik. Erst handeln und dann auf die Beweise schauen? Spinnen die denn? Was machen wir eigentlich , wenn sich herausstellen sollte, dass das Flugzeug nicht durch russisches Kriegsgerät abgeschossen wurde?“

Auch den Konflikt Israel-Hammas analysiert er aufgeklärt und plädiert für logisches Denken. Und sagt, dass an der Erforschung des Ebola-Erregers kein Geld zu verdienen sei und deshalb werde so wenig geforscht.

Eine Kriegsgefahr sieht er nicht. Seine Gründe für diese Aussage sind interessant. So genau kann ich ihm da nicht folgen. Wir schlittern wieder in was hinein.

Hier: http://kurier.at/politik/ausland/interview-mit-dem-philosophen-richard-david-precht-es-wird-gezuendelt-aber-wir-wollen-keinen-krieg/80.550.111/print

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Veröffentlicht in : #Unsere Welten - unsere Probleme

Nein, ein Kriegsgegner war er nie. Eher war es so, dass Kriege und Konflikte ihn anzogen. Dann zog er aus, traf seine Freunde die er überall auf der Welt hatte, fand neue Freunde, egal ob Diktatoren, Oligarchen, Heerführer oder Opiumanbauer oder was auch sonst, denn er konnte mit ihnen umgehen, konnte sich anpassen, einpassen und dann erkundigte er sich. Vor Ort. Und fügte die Informationen seinem gewaltigen Datenspeicher bei, analysierte sie und zog seine Schlüsse, denn er kannte auch die Hintergründe, die Geschichte der Länder und Menschen. Und wenn wir Glück hatten, teilte er sein Wissen aus den Fernen Krisenregionen uns mit. Mit einfachen Worten den Kern der Probleme treffend. Meistens.

Ja, er war arrogant und überheblich, hielt sich für den Größten. Warum auch nicht, er war der Größte. Und wenn ich heute lese, was er alles richtig voraus gesehen hat, dann schwindelt mir vor dem Verlust. Denn heute sind es Sesselfurzer und Hofberichterstatter, die uns weis machen wollen, die Welt sei, wie sie Europäer und Amerikaner sehen. Wer wagt, wie er in Zeiten des Irak-Krieges zu sagen, Georg W. Bush sei der dümmste Präsident, den die USA ja hatte? Und begründet von Beginn an, dass dieser Krieg verlogen sei? Junge, Junge.

Schon vor Jahren hat er eindeutig Stellung genommen zum Konflikt um die Ukraine, den neuen kalten Krieg mit Russland. Die Krim ist prorussisch, schon immer gewesen, fertig. Die Ukraine zerfällt in einen westlichen und einen östlichen Teil, kann nur als Föderation überleben. Und die EU samt Nato und USA kreisen Russland ein. Oh ja.

Wer ein wenig mehr von und über ihn lesen will hier:

Ich verstehe mich gut mit Ganoven
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/interview-mit-peter-scholl-latour-ich-verstehe-mich-gut-mit-ganoven/9652136.html

Keinem gefällig, allen ein Lehrer
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/zum-tod-von-peter-scholl-latour-keinem-gefaellig-allen-ein-lehrer-13103121.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Die letzte Reise des Weltenerklärers
http://www.zeit.de/kultur/film/2014-08/scholl-latour-nachruf/komplettansicht

Ein Krieger vor der Kamera
http://www.fr-online.de/medien/peter-scholl-latour-ein-krieger-vor-der-kamera,1473342,28146922.html

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Veröffentlicht am von REinloft

Betreff: Dieser Deal kann uns Milliarden kosten
Reinhold Einloft empfiehlt Ihnen die Campact-Kampagne "CETA aufhalten": https://www.campact.de/Ceta-stoppen

Hallo,

wenn die EU und Kanada das CETA-Abkommen abschließen, wird unsere Demokratie zum Spielball der Konzerne. Uns drohen dann Milliarden-Klagen, wenn Gesetze zum Sozial-, Umwelt- oder Verbraucherschutz die Profite von internationalen Firmen schmälern. Wir müssen schnell handeln, denn CETA soll schon bald unterzeichnet werden.

Ich habe gerade einen Appell an Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Bundeskanzlerin Angela Merkel unterschrieben. Sie dürfen dem CETA-Abkommen nicht zustimmen. Unterzeichne bitte auch Du den Campact-Appell:

https://www.campact.de/Ceta-stoppen

Beste Grüße
Reinhold Einloft

CETA-Hammer stoppen

CETA-Hammer stoppen

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