Andere-Welten oder: Von Einem der auszog aus seinem Dorf und neue Welten kennen lernte

Andere-Welten oder: Von Einem der auszog aus seinem Dorf und neue Welten kennen lernte

Geschichten, Abenteuer und Alltag aus verschiedenen Welten. Vom Leben in Deutschland, Chile, Ecuador, Rio de Janeiro, Kolumbien, Tansania, Mosambik und heute im Dorf. Plus Gedankenschnipsel & Bilder zu Allerlei.

Veröffentlicht am von REinloft
Veröffentlicht in : #Meine Welten heute

Gewettet haben wir. Ich habe die Ursprünge des Jazz eher in der europäischen Musik verortet, M sah die afrikanischen Einflüsse als bestimmend. Da hab ich nachgeschaut. Beide hatten wir was Richtiges im Kopf.

Wikipedia

Unter dem Stichwort Jazz steht: “Der Jazz greift auf ein überwiegend europäisches Tonsystem zurück und verwendet europäische Melodik und Harmonik, musikalische Formen (zum Beispiel Songform), sowie europäische Instrumente (Blasinstrumente, Klavier, Gitarre, Kontrabass, große und kleine Trommel, Becken). Diese aus Europa stammenden Bestandteile werden im Jazz jedoch auf eigene Weise genutzt. ……

Der Jazz entstand in einem Verschmelzungsprozess aus Elementen der afroamerikanischen Volksmusik (Blues, Worksong, Negro Spiritual) und der europäisch-amerikanischen Marsch-, Tanz- und Populärmusik.“

Also gut, Blues war auch ein Vorläufer des Jazz. Hätte ich mir ja denken können. Dazu schreibt Wikipedia:
„Frühe Formen des Blues entstanden in den südlichen Teilen der Vereinigten Staaten im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Der Blues ist eine eigenständige Form schwarzer US-amerikanischer Folklore, die sich nicht ausschließlich auf andere afroamerikanische Musikformen wie Gospel, Negro Spiritual und Worksongs …zurückführen lässt. Der Blues enthält Elemente afrikanischer, europäischer und karibischer Musik.“

Blues also ist eine eigenständig entwickelte Musikkultur.

In den Jazz eingeflossen ist die Musikkultur der Spirituals. Auch hier finden wir wieder europäische Elemente, aber viel mehr afrikanische und eigene Musikformen aus der Zeit der Sklaverei:

„Die African-American Spirituals entstanden im Austausch der englischen, schottischen und irischen Volksmusik und der afrikanischen und kreolischen Musikalität. Vor dem amerikanischen Bürgerkrieg war es den Sklaven verboten, ihre Kultur zu pflegen. Die weißen Herren zwangen die Sklaven, sie nach der Arbeit mit ihren traditionellen Volksweisen mit Banjo, Fidel, Tambourin und Bones (Kastagnetten aus Knochen, später aus Holz) zu unterhalten.

Die Fähigkeit der Sklaven zur Improvisation formten ihre Balladen und Spirituals. Der afroamerikanische Spiritual übernimmt wesentliche Merkmale der afrikanischen Musikkultur. Die Musik der Afrikaner ist zur Zeit vor der Entstehung der Negro Spirituals im Gegensatz zur europäischen Musikkultur sehr improvisatorisch und baut hauptsächlich auf der Pentatonik auf…

Neben der Verwendung der Stimme wurde und wird in Afrika häufig von Schlaginstrumenten Gebrauch gemacht, die aber während der Sklaverei in den USA aufgrund der begründeten Angst, die Sklaven könnten die Instrumente zur Informationsübermittlung über weitere Strecken verwenden, verboten wurden. Aus diesem Grund nutzten die afrikanischen Sklaven vermehrt das Klatschen und das Fußstampfen, um einen ähnlichen Klangeffekt zu erreichen. Wesentliches Merkmal der afroamerikanischen Spirituals ist das Call-Response-Prinzip (Ruf-Antwort), welches sich aus den christlichen Ritualen und Gottesdiensten ergibt: Wie der Pfarrer und die Gemeindemitglieder in der Kirche, singt der Solist vor und der restliche Chor antwortet musikalisch. Die Melodien der Spirituals setzen sich häufig aus sogenannten Patterns, meist ein- bis zweitaktigen Melodiestücken, zusammen, die im Stück verschieden aneinandergereiht und wiederholt werden.“

Und wie ging es weiter? Vielfältig und mit immer neuen Stilrichtungen, die nicht immer der afrikanischen Tradition folgten


2.1 New Orleans Jazz (ab 1905)
2.2 Dixieland Jazz (ab 1910)
2.3 Chicago Jazz (ab 1919)
2.4 Swing (ab 1926)
2.5 Bebop (ab 1940)
2.6 Latin Jazz (ab 1947)
2.7 Cool Jazz (ab 1948)
2.8 Hard Bop (ab 1955)
2.9 Free Jazz (ab Ende der 1950er Jahre)
2.10 Jazz Fusion (ab Ende der 1960er Jahre)

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Veröffentlicht am von REinloft
Veröffentlicht in : #Unsere Welten - unsere Probleme

Nicht immer bin ich mit Precht einverstanden. Er scheint mir sehr auf Öffentlichkeitswirksamkeit aus. Doch mit diesem Interview trifft er in´s Schwarze und redet Tacheles (meiner Meinung nach). Die EU handelt unverantwortlich und die Nato hat nichts im Konflikt mit der Ukraine zu suchen. Sagt er. Ostukraine hätte einen höheren Status an Selbständigkeit gebraucht sagt er (und sie nicht mit Verboten wie z.B. ihre Sprache -russisch- zu sprechen - in ihrer Andersartigkeit als West-Ukraine einzuschränken. Sage ich). Er zeigt Verständnis, dass Russland an seinen Grenzen nicht von Nato-Stützpunkten eingekesselt werden will (wieso ist das so schwer zu verstehen?). EU und Nato und die USA wollen alles und dabei Russland klein machen. Das geht am besten über verteufeln (Reagans Reich des Bösen kommt wieder).

„Im Moment“ sagt er „erleben wir die Rückkehr eines mythischen Weltbilds statt eines rational aufgeklärten Weltbildes. Wir verhängen unsere Wirtschaftssanktionen gegen Russland ja nicht wegen der Krim-Annektion, sondern wir verhängen sie aufgrund von dubiosen Geheimdienst-Spekulationen im Fall der MH 17. Normalerweise sollte ein aufgeklärter Staat aufgrund solcher Mutmaßungen keine politischen Entscheidungen fällen. Dass wir das trotzdem tun, ist, soweit ich sehe, ein einmaliges politisches Fehlverhalten in der europäischen Außenpolitik. Erst handeln und dann auf die Beweise schauen? Spinnen die denn? Was machen wir eigentlich , wenn sich herausstellen sollte, dass das Flugzeug nicht durch russisches Kriegsgerät abgeschossen wurde?“

Auch den Konflikt Israel-Hammas analysiert er aufgeklärt und plädiert für logisches Denken. Und sagt, dass an der Erforschung des Ebola-Erregers kein Geld zu verdienen sei und deshalb werde so wenig geforscht.

Eine Kriegsgefahr sieht er nicht. Seine Gründe für diese Aussage sind interessant. So genau kann ich ihm da nicht folgen. Wir schlittern wieder in was hinein.

Hier: http://kurier.at/politik/ausland/interview-mit-dem-philosophen-richard-david-precht-es-wird-gezuendelt-aber-wir-wollen-keinen-krieg/80.550.111/print

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Veröffentlicht am von REinloft
Veröffentlicht in : #Unsere Welten - unsere Probleme

Nein, ein Kriegsgegner war er nie. Eher war es so, dass Kriege und Konflikte ihn anzogen. Dann zog er aus, traf seine Freunde die er überall auf der Welt hatte, fand neue Freunde, egal ob Diktatoren, Oligarchen, Heerführer oder Opiumanbauer oder was auch sonst, denn er konnte mit ihnen umgehen, konnte sich anpassen, einpassen und dann erkundigte er sich. Vor Ort. Und fügte die Informationen seinem gewaltigen Datenspeicher bei, analysierte sie und zog seine Schlüsse, denn er kannte auch die Hintergründe, die Geschichte der Länder und Menschen. Und wenn wir Glück hatten, teilte er sein Wissen aus den Fernen Krisenregionen uns mit. Mit einfachen Worten den Kern der Probleme treffend. Meistens.

Ja, er war arrogant und überheblich, hielt sich für den Größten. Warum auch nicht, er war der Größte. Und wenn ich heute lese, was er alles richtig voraus gesehen hat, dann schwindelt mir vor dem Verlust. Denn heute sind es Sesselfurzer und Hofberichterstatter, die uns weis machen wollen, die Welt sei, wie sie Europäer und Amerikaner sehen. Wer wagt, wie er in Zeiten des Irak-Krieges zu sagen, Georg W. Bush sei der dümmste Präsident, den die USA ja hatte? Und begründet von Beginn an, dass dieser Krieg verlogen sei? Junge, Junge.

Schon vor Jahren hat er eindeutig Stellung genommen zum Konflikt um die Ukraine, den neuen kalten Krieg mit Russland. Die Krim ist prorussisch, schon immer gewesen, fertig. Die Ukraine zerfällt in einen westlichen und einen östlichen Teil, kann nur als Föderation überleben. Und die EU samt Nato und USA kreisen Russland ein. Oh ja.

Wer ein wenig mehr von und über ihn lesen will hier:

Ich verstehe mich gut mit Ganoven
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/interview-mit-peter-scholl-latour-ich-verstehe-mich-gut-mit-ganoven/9652136.html

Keinem gefällig, allen ein Lehrer
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/zum-tod-von-peter-scholl-latour-keinem-gefaellig-allen-ein-lehrer-13103121.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Die letzte Reise des Weltenerklärers
http://www.zeit.de/kultur/film/2014-08/scholl-latour-nachruf/komplettansicht

Ein Krieger vor der Kamera
http://www.fr-online.de/medien/peter-scholl-latour-ein-krieger-vor-der-kamera,1473342,28146922.html

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Veröffentlicht am von REinloft

Betreff: Dieser Deal kann uns Milliarden kosten
Reinhold Einloft empfiehlt Ihnen die Campact-Kampagne "CETA aufhalten": https://www.campact.de/Ceta-stoppen

Hallo,

wenn die EU und Kanada das CETA-Abkommen abschließen, wird unsere Demokratie zum Spielball der Konzerne. Uns drohen dann Milliarden-Klagen, wenn Gesetze zum Sozial-, Umwelt- oder Verbraucherschutz die Profite von internationalen Firmen schmälern. Wir müssen schnell handeln, denn CETA soll schon bald unterzeichnet werden.

Ich habe gerade einen Appell an Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Bundeskanzlerin Angela Merkel unterschrieben. Sie dürfen dem CETA-Abkommen nicht zustimmen. Unterzeichne bitte auch Du den Campact-Appell:

https://www.campact.de/Ceta-stoppen

Beste Grüße
Reinhold Einloft

CETA-Hammer stoppen

CETA-Hammer stoppen

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Veröffentlicht am von REinloft

Ich habe einen sehr interessanten Artikel gefunden für alle, die profundere Informationen über Hintergründe und Hintermänner der ukrainischen Separatisten habe wollen.
Hier: http://www.nachdenkseiten.de/?p=22496

Unsere offiziellen Medien sagen, an dem Bürgerkrieg in der Ostukraine sei Putin schuld, der lenke die Separatisten. Alternative Medien halten dagegen Kiew für ursächlich Schuld an dem Konflikt. Diese, mit Faschisten durchsetzte Regierung habe die russenfreundliche Ostukraine ausgegrenzt und sie in den jetzigen Konflikt getrieben. Und hinter der westlich orientierten neuen ukrainischen Regierung stecke die EU, die Nato mit ihren expansiven Interessen und hinter allem die USA.

Jede dieser Sichtweisen beinhaltet ein fitzelchen Wahrheit und viel Ideologie. Über die Männer in der Ostukraine und was sie denken und wer sie lenkt wissen wir dagegen recht wenig. Uns wird vorgemacht, sie seien der verlängerte Arm Putins. Das sind sie offenbar nicht. Es ist komplizierter und komplexer. Und schon gar nicht einfach.

Die Separatisten der Ostukraine sind Ultranationalisten. Und offenbar der verlängerte (Kampf)Arm russischer Gruppen von Nationalisten bis Ultranationalisten die breite Zustimmung in der Bevölkerung haben. Diese Seilschaften gehen hinauf bis in die höchsten gesellschaftlichen Sphären und haben Einfluss. Aber - und das wird in unseren politischen und journalistischen Kreisen nicht anerkannt - es gibt auch andere Tendenzen.

Dazu muss das nationalliberale Lager gelten, dessen hierzulande wohl bekanntestes Gesicht der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew ist. Die Nationalliberalen treten für eine Modernisierung Russlands ein – sie setzen neben dem (dosierten) Individualismus vor allem auf internationale Verträge und Kooperationen, mit denen Russland der Weg zur Modernisierung geebnet wird.

Dritte nennenswerte Einflussgruppe sind Oligarchen und die Vertreter der Armee und der Geheimdienste, deren wohl prominentestes Gesicht Sergej Iwanow, der Leiter der russischen Präsidialverwaltung ist.

Und Putin laviert zwischen diesen Lagern. Er gehört offenbar keinem dieser Lager an. Sein politischer Überlebenswille aber lässt mal diesem mal jenem Lager zu, ihre Tendenzen durch zu bringen.

Um so wichtiger wäre es, das Lager Medwedews zu stärken. Die jetzige westliche Politik der Schuldzuweisung, der Sanktionen und Expansionsgedanken stärkt nur das Lager der Ultras, die so was ja schon immer vorausgesehen haben.


Wer mehr wissen möchte über Hintergründe und Hintermänner der ukrainischen Separatisten, dem empfehle ich diesen Artikel von Jens Berger: http://www.nachdenkseiten.de/?p=22496

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Veröffentlicht am von REinloft

Ich habe jetzt alles mir mögliche im Blog geändert, auch das Design um den "Angreifer" zu entfernen. Hoffentlich reicht es.

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Veröffentlicht am von REinloft
Veröffentlicht in : #Hilfe

In meinem Namen postet http://foed.over-blog.com Artikel in französich auf meine Facebook Chronik. Seit gestern einige!. Ich habe die Verknüpfung mit Overblog in meinem Blog aufgelöst und bei Facebook dasselbe versucht. Da hat es bisher nicht geklappt, kann noch kommen.

Weiß jemand, was da abläuft und was ansonsten zu tunist? Irgendjemand sitzt auf meinem Account, wo auch immer. Und das ist ein schlechtes Gefühl

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Veröffentlicht am von REinloft
Veröffentlicht in : #WM

Ich habe für Deutschland gestimmt! Wenn wir nicht daran glauben, wer denn sonst. Denn Glaube, so steht es schon in der Bibel, versetzt Berge. Wird er wohl so einen läppischen Fußball ins richtige Tor versetzen können.

Obwohl: wenn sie heute verlieren, können sie heute Abend in Rio ausgehen. Ich kann ihnen da ein paar gute Adressen geben.

In Erwartung guter Zeiten

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