Saturday, 28. january 2012 6 28 /01 /Jan. /2012 11:17

Bischof MaguengueDeutschland mit anderen Augen
Don Ernesto, unser Bischof, war mal ein paar Monate in Deutschland zum Sprachen lernen. Immer wieder interessant, wie Menschen anderer Völker unsere Gewohnheiten sehen. Er erzählt gerne davon und dann bleibt kein Auge trocken.
Wie er zum ersten Mal Eierbecher gesehen hat und dann versucht er seinen Mitbrüdern das Ding an Hand eines Pfefferstreuer zu beschreiben. Als auch noch ein Gerät dazu kommt, mit dem man Eier köpfen kann anstelle sie zu schälen, wie das normal wäre, gibt er lachend auf. Keiner versteht ihn.
Oder wie es Samstags dicke Suppe gab und er dachte, dass sei die gewohnte Suppe vor dem Hauptgericht. Und hungrig blieb. Den ganzen Tag. Derweilen es abends ja auch kein für ihn gewohnt normales Essen mit Suppe, Hauptgericht und Nachspeise gibt. Sondern nur Brot, Käse, Wurst. Da musste er hungern (er ist ein großer Mann und braucht schon Einiges).
Oder wie sein Amtsbruder ihn mitten in der Woche zum Spaziergang am Nachmittag aufgefordert hat. Was ist ein Spaziergang? Und dann kam er auch noch einige Minuten zu spät!
Oder dass die Leute sich Sonntags alle so schön anziehen. Es gefällt ihm.
Und wie sie diszipliniert an der Ampel stehen obwohl kein Fahrzeug kommt.
Und wie die Deutschen gehen, er zeigt es und lacht sich halb schubbelig über den eiligen geradeaus marschierenden Gang.
Und dann das Kuchen essen am Nachmittag. „Mit oder ohne Sahne“ sagt er über das ganze Gesicht strahlend auf Deutsch und ahmt mit der Hand die Hausfrau nach. Um danach seinen Kollegen zu erklären, was Sahne sei, die man hier nicht kennt.
Und dann der Zucker in Würfelform. Der hat es ihm angetan. Von dem man nur ein oder zwei Stück kriegt. Wobei sie doch Kaffee so gerne süß trinken. Den leicht missbilligend, unverständlichen Blick, der ihm zugeworfen wurde als er 4 Stück nahm, macht er nach und wir liegen über dem Tisch vor Lachen.

Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen
Friday, 27. january 2012 5 27 /01 /Jan. /2012 11:20

Gestern Nacht hat es angefangen, leise zu schneien und heut Morgen war das Tal weiß. Ganz ruhig ist´s im Tal.

Winter-zuruck.jpg

Kommentar hinzufügen - Kommentare (1)ansehen
Friday, 27. january 2012 5 27 /01 /Jan. /2012 10:31

Wo bleibt das Positive, Herr Einloft?
Recht gefragt, denn es gibt dessen eine Menge. Fangen wir an:
Noch nie abends die Stirnlampe zum Lesen gebraucht. Gut, das mag auch daran liegen, dass wir im Bett Hörbuch hören. Der Strom allerdings fällt deutlich weniger aus als in Tansania.
Dann: 3 mal am Tag steht Essen auf dem Tisch. Mir schmeckt es. Viel Fisch und kleine Portionen.
Ich brauche nicht abwaschen und einkaufen.
Dann: Projekte und Organisationsstrukturen auszuarbeiten macht mir Spaß. An Tabellen und Grafiken fissele ich bis in die Nacht hinein. Mein Element.
Dann: Heute ist die Hälfte der Zeit rum! Noch 40 Tage.
Und für die Wochenende haben wir den Strand und das Hotel gefunden.
Dann: Abends spielen, lesen, Bilder sortieren, Sachen am PC ausprobieren und Bücher hören. Es füllt mich mehr aus als Fernsehen. Dem verfalle ich zu schnell.
Auch: Kein Alkohol die Woche durch, nur am Wochenende – geht gut.
Und besonders:
mit M zusammen zu arbeiten ist sehr angenehm. Wir ergänzen uns. Sie ist gleich bleibend gelassen und fängt mich ein, wenn nötig, allein mit ihrem Sein.
Nicht zu vergessen:
Ich habe Zeit übrig für Studien, die schon lange liegen.
Und ich lerne.
Langsam leben hat auch seine Qualitäten. Ich bin einfach privilegiert. Wer kann schon so viel von verschiedenen Leben lernen?

R-arbeitet.jpg

Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen
Thursday, 26. january 2012 4 26 /01 /Jan. /2012 13:13

Ja ist das denn die Möglichkeit? Da gibt es wahrhaftig einen, der liest unser Grundgesetz. Und findet erstaunliches! Das Ding ist links. Denn da steht drin: „Eigentum verpflichtet“ und „Produktionsmittel können vergesellschaftet werden“. Und in der Bayrischen Landesverfassung steht: die Erbschaftssteuer diene auch dem Zweck „die Ansammlung von Riesenvermögen in den Händen einzelner zu verhindern“. Wer diese Vorgaben heute auf seine politische Fahne schreibt, ist ein Kandidat für die Überwachung durch den Verfassungsschutz.
Den Artikel hat Jakob Augstein im Spiegel geschrieben. Ich empfehle ihn jedem, der sich mit der Materie beschäftigt und Bauchschmerzen bei der heutigen Praxis bekommt, das Grundgesetz nur noch für die Reichen auszulegen. Und die Mächtigen. Gut geschrieben, prima Einsichten, hier zu finden: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,811506,00.html

Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen
Thursday, 26. january 2012 4 26 /01 /Jan. /2012 11:23

Wir haben was Schönes gesehen
und ein Bild an Jörg geschickt. Prompt kam seine Antwort: „Es handelt sich um ein Mitglied aus der Familie der Buprestidae, auf deutsch Prachtkäfer. Ihren Namen haben sie völlig zu Recht, es gibt kaum im besten Sinne schönere Käfer. Es gibt sie schon in Gold und Emaille seit den Pharaonen und man hat sie (konserviert in echt) sogar als Brosche am Revers getragen“. M hatte ihn entdeckt. Er ist in der Tat ein Prachtkerlchen. Schnell
allerdings ist er auch nicht. Vielleicht hat seine Gattung deshalb überlebt?

Prachtkafer.jpg

Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen

Willkommen

Erfurt-Juli-2009-III---3.jpg

Zufallsbilder (Fotoalben im Menü oben)

  • Hommertshausen-28.jpg

RSS-Feed

  • RSS-Feed der Artikel

Besucher Online

Erstellen Sie einen Blog auf OverBlog - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Werbung - Missbrauch melden - Impressum - Artikel mit den meisten Kommentaren