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Andere-Welten oder: Von Einem der auszog aus seinem Dorf und neue Welten kennen lernte

Ursprünge des Jazz

21. August 2014 , Geschrieben von REinloft Veröffentlicht in #Meine Welten heute

Gewettet haben wir. Ich habe die Ursprünge des Jazz eher in der europäischen Musik verortet, M sah die afrikanischen Einflüsse als bestimmend. Da hab ich nachgeschaut. Beide hatten wir was Richtiges im Kopf.

Wikipedia

Unter dem Stichwort Jazz steht: “Der Jazz greift auf ein überwiegend europäisches Tonsystem zurück und verwendet europäische Melodik und Harmonik, musikalische Formen (zum Beispiel Songform), sowie europäische Instrumente (Blasinstrumente, Klavier, Gitarre, Kontrabass, große und kleine Trommel, Becken). Diese aus Europa stammenden Bestandteile werden im Jazz jedoch auf eigene Weise genutzt. ……

Der Jazz entstand in einem Verschmelzungsprozess aus Elementen der afroamerikanischen Volksmusik (Blues, Worksong, Negro Spiritual) und der europäisch-amerikanischen Marsch-, Tanz- und Populärmusik.“

Also gut, Blues war auch ein Vorläufer des Jazz. Hätte ich mir ja denken können. Dazu schreibt Wikipedia:
„Frühe Formen des Blues entstanden in den südlichen Teilen der Vereinigten Staaten im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Der Blues ist eine eigenständige Form schwarzer US-amerikanischer Folklore, die sich nicht ausschließlich auf andere afroamerikanische Musikformen wie Gospel, Negro Spiritual und Worksongs …zurückführen lässt. Der Blues enthält Elemente afrikanischer, europäischer und karibischer Musik.“

Blues also ist eine eigenständig entwickelte Musikkultur.

In den Jazz eingeflossen ist die Musikkultur der Spirituals. Auch hier finden wir wieder europäische Elemente, aber viel mehr afrikanische und eigene Musikformen aus der Zeit der Sklaverei:

„Die African-American Spirituals entstanden im Austausch der englischen, schottischen und irischen Volksmusik und der afrikanischen und kreolischen Musikalität. Vor dem amerikanischen Bürgerkrieg war es den Sklaven verboten, ihre Kultur zu pflegen. Die weißen Herren zwangen die Sklaven, sie nach der Arbeit mit ihren traditionellen Volksweisen mit Banjo, Fidel, Tambourin und Bones (Kastagnetten aus Knochen, später aus Holz) zu unterhalten.

Die Fähigkeit der Sklaven zur Improvisation formten ihre Balladen und Spirituals. Der afroamerikanische Spiritual übernimmt wesentliche Merkmale der afrikanischen Musikkultur. Die Musik der Afrikaner ist zur Zeit vor der Entstehung der Negro Spirituals im Gegensatz zur europäischen Musikkultur sehr improvisatorisch und baut hauptsächlich auf der Pentatonik auf…

Neben der Verwendung der Stimme wurde und wird in Afrika häufig von Schlaginstrumenten Gebrauch gemacht, die aber während der Sklaverei in den USA aufgrund der begründeten Angst, die Sklaven könnten die Instrumente zur Informationsübermittlung über weitere Strecken verwenden, verboten wurden. Aus diesem Grund nutzten die afrikanischen Sklaven vermehrt das Klatschen und das Fußstampfen, um einen ähnlichen Klangeffekt zu erreichen. Wesentliches Merkmal der afroamerikanischen Spirituals ist das Call-Response-Prinzip (Ruf-Antwort), welches sich aus den christlichen Ritualen und Gottesdiensten ergibt: Wie der Pfarrer und die Gemeindemitglieder in der Kirche, singt der Solist vor und der restliche Chor antwortet musikalisch. Die Melodien der Spirituals setzen sich häufig aus sogenannten Patterns, meist ein- bis zweitaktigen Melodiestücken, zusammen, die im Stück verschieden aneinandergereiht und wiederholt werden.“

Und wie ging es weiter? Vielfältig und mit immer neuen Stilrichtungen, die nicht immer der afrikanischen Tradition folgten


2.1 New Orleans Jazz (ab 1905)
2.2 Dixieland Jazz (ab 1910)
2.3 Chicago Jazz (ab 1919)
2.4 Swing (ab 1926)
2.5 Bebop (ab 1940)
2.6 Latin Jazz (ab 1947)
2.7 Cool Jazz (ab 1948)
2.8 Hard Bop (ab 1955)
2.9 Free Jazz (ab Ende der 1950er Jahre)
2.10 Jazz Fusion (ab Ende der 1960er Jahre)

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