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Andere-Welten oder: Von Einem der auszog aus seinem Dorf und neue Welten kennen lernte

Als das Hinterland noch nicht Hinterland war: vom nicht so modernem Menschen in unserer Gegend

2. Oktober 2014 , Geschrieben von REinloft Veröffentlicht in #Geschichte

Der erste Aufsatz dieser Serie über die Vormenschen in unserer Gegend endete mit: "Aber sie wanderten, wie gesagt." (...vom Homo Erectus, Neandertaler und modernen Menschen in unserer Gegend)

Das änderte sich ab 10 000 Jahren v. Chr. innerhalb weniger Generationen durch eine veränderte Jagdweise. Mit dem Ende der Kaltzeit entstanden in Europa endlose Laubwälder. Die großen Herden verschwanden, und die Menschen mussten sich auf überwiegend pflanzliche Nahrung oder auf die Jagd nach Einzeltieren umstellen. Von festen Lagerplätze aus wurden Auerochsen, Rehe, Hirsche und Wildschweine mit Hilfe von Hunden in der Pirschjagd gestellt. Die nicht an der Jagd beteiligten Familienmitglieder sammelten Nüsse, Wildfrüchte und Kräuter, fischten und fingen Kleintiere.

So ab 5 600 v. Chr. wurde alles anders. Der große Sprung Richtung Neuzeit begann. Es war die Neolithische Revolution mit der das erstmalige Aufkommen von produzierenden Wirtschaftsweisen (Ackerbau, Viehzucht) und Vorratshaltung in der Geschichte der Menschheit begann. Mit dieser Epoche beginnt die Anlage fester Siedlungsplätze. (nach Wikipedia). Auch bei uns!

Zuerst war die Haltung von Schafe und Ziegen eine grundlegende Neuerung, dann kam der Übergang vom mobilen Leben als Jäger, Sammler und Fischer zum sesshaften Leben als Bauer. Entstanden ist diese neue Lebensform im „Fruchtbaren Halbmond“ des Nahen Ostens (zeitgleich auch in Südchina und Mittelamerika) und breitete sich schnell bis in unsere Gegend aus. Jetzt wurden nach und nach richtige Dörfer gebaut mit großen Rechteckhäusern zum Wohnen und zur Vorratsspeicherung. Das war eine Revolution nicht nur bei der Ernährungsbeschaffung, auch neue Werkzeuge aus Metall wurden erfunden. Die neue Lebensform bedingte soziale und religiöse Veränderungen. Langsam entwickelte sich eine gewisse Kultur. Die Verwendung von Bronzewerkzeugen (in Europa ab etwa 2.000 v.Chr.) ermöglichte das Roden von Wäldern und die Ausweitung der Landwirtschaft. Da Kupfer und Zinn, die Bestandteile von Bronze, nicht überall vorkamen, entwickelten sich im Laufe der Zeit rege Handelsbeziehungen, die auch den Austausch von Wissen förderten. In dieser sogenannten „Bronzezeit“ von 2000 - 750 v. Chr. sind auf Bergkuppen die Vorläufer von Burgen und Herrensitzen gefunden worden. Herrschaft entsteht immer da, wenn genug zum Leben auch der „Herren (und Damen“) erwirtschaftet werden kann.

Nuba farming 1.jpg
Nuba farming 1“ von Bei dieser Datei fehlen Angaben zum Autor. - USAID. Lizenziert unter Public domain über Wikimedia Commons.

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