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Andere-Welten oder: Von Einem der auszog aus seinem Dorf und neue Welten kennen lernte

PEGIDA und der rechte Normalbürger II

8. Januar 2015 , Geschrieben von REinloft Veröffentlicht in #Unsere Welten - unsere Probleme

Achim hat meinen Beitrag von gestern (http://www.andere-welten.net/2015/01/pegida-und-der-rechte-normalburger.html) kommentiert. Er hat einen wichtigen Gedanken.

Achim: "Trägt nicht unsere zum Teil unsoziale Ellenbogengesellschaft mit dazu bei daß sich Menschen PEGIDA anschließen? Es gibt keine Partei mehr die sich, wie einst die SPD, um die Belange des "kleinen Mannes" kümmert. Unser Bildungssystem ist unzureichend. Mangelde Bildung und schlechte oder falsche Information führt dazu daß sich Menschen einen Sündenbock suchen. Mit Milliarden an Steuergeldern, gezahlt auch von ausländischen und zum Teil islamischen Mitbürgern wurde Dresden nach der Wende zu einer der schönsten Städte Europas herausgeputzt, warum wissen das die Bürger in Dresden nicht? Für mich steht fest, ein ungebildeter Mensch sucht sich einen Führer, ein gebildeter Mensch kämpft für die Demokratie!"

Ganz genau, lieber Achim! Das sehe ich auch so. Unser Bildungssystem ist unzureichend. Und mangelnde Bildung ist eine der fundamentalsten Ursachen für fehlgeleitetes Denken. Viele Rechte lassen sich unter dieser Kategorie subsummieren.

Doch das erklärt nicht alles. Unter den AfD und Pegida Anhängern und Sympathisanten befinden sich gut ausgebildetet Mittelständler und Akademiker. Die könnten es besser wissen. Und doch sind sie Träger einer Ideologie, die Menschen, die nicht so wie sie sind, ausgrenzt, ablehnt, sogar bekämpft (oder bekämpfen lässt. Siehe Hoyerswerda). Und wie das zustande kommt, das weiß ich auch nicht.

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Joachim 01/21/2015 18:45

Hallo RE,
ich mache mir so oft meine Gedanken, weshalb solche Bewegungen mit populistschen Zielen so starken Zulauf haben. Es fehlt eine ehrliche Volkspartei, die auch bereit ist, für die Interessen der Bürger zu kämpfen. Alle anderen Gründe sehe ich auch so. Und - je bescheidener die Völker leben, um so mehr zeigen sie für andere Notleidende Mitgefühl und Gastfreundschaft.

REinloft 01/22/2015 14:03

Tja Joachim, das denke ich auch. Bescheidenheit und Mitgefühl ist schwer zu üben im Überfluss. Keine Ahnung, ob eine richtige Volkspartei Erfolg hätte. Die Tage der alten SPD sind vorbei, ihre einstige Basis, die Arbeiterklasse, hat sich in den satten Wohlstand erhoben und neue Ziele die die Mehrheit interessiert, sind schwer zu finden. Wir brauchen kein Wachstum mehr, wir brauchen Genügsamkeit oder so was. Aber wer will das (außer uns)?
Schönen Urlaub noch!