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Andere-Welten oder: Von Einem der auszog aus seinem Dorf und neue Welten kennen lernte

Gen Süden 2016 - Fiesta de Paella

24. Januar 2016 , Geschrieben von REinloft Veröffentlicht in #Unsere Welten - unsere Probleme, #Andere Welten - andere Probleme

Gen Süden 2016 - Fiesta de Paella

Freitag, den 22.Januar 2016
Paella-Fest. Seit dem 15. Januar sind täglich Feste und irgendwelche Aktivitäten von zwei Heiligen. Doch das Paella-Fest ist das größte. Alle Läden haben zu, die Innenstadt ist abgesperrt, Menschenmassen bevölkern die Strassen bis in die Seitengassen und bereiten ihre Paella in großen Pfannen auf Holzfeuer für ihre Gruppe. Es wird getrunken, gelacht, Fröhlichkeit zieht umher, Musik erschallt, Kapellen spielen, animieren zum Tanz, Jung und Alt liebt dieses Fest, das nachmittags beginnt und irgendwann am frühen Morgen des nächsten Tages endet.

Morgens um halb acht wurden wir durch ein Feuerwerk geweckt. Wir zogen es allerdings vor, uns auf die andere Seite zu drehen und mit dem Schlafen weiter zu machen.


Am Zeltplatz warb ein Aushang für die Teilnahme. Acht Euro kostete sie samt Vorspeise, Salat und Getränk. Um 12:00 Uhr sei Abgang mit der Gruppe, aber das Fest beginne so gegen 1:00 Uhr und später in der und der Strasse. Sagte die nette Spanierin an der Rezeption. Also gingen wir um 1/2 2:00, gedenk unserer Erfahrung, dass Feste hier nie zum angekündigten Zeitpunkt beginnen. Und dachten, da wäre ein Lokal, in dem Paella serviert würde. Und waren voll platt, plötzlich in Menschenmassen einzutauchen, die ihr Feuerchen auf kleinen Sandhäufchen anschürten, Tische deckten, Getränke verteilten und ungemein fröhlich waren. Und dann sass in unsere Strasse der halbe Zeltplatz an langen Tischen, hatte Salat und Brot gegessen, war am Wein und wartete ungeduldig auf die Paella, die in einer riesigen Pfanne am Eingang der Strasse vor sich hin köchelte. Doch, die Stimmung war auch in „unserer“ multinationalenGruppe ganz angeregt, aber wer spätestens um 1/2 1:00 Uhr Essen erwartet und gewohnt ist, wird leicht ungeduldig. Die spanischen Gruppen um uns herum waren noch lange nicht so weit, manche begannen erst, es hatte Zeit, der Tag war lang. Und dann, wir unterhielten uns mit den freundlichen Engländern gegenüber, so gegen 3:00 Uhr war sie als erste fertig, „unsere“ Paella, blitzschnell bildete sich ein lange Schlange und der Koch teilte mit einem langstieligen Löffel große Portionen aus. Mir hats prima geschmeckt.

Die Zeltplatzgruppe speist schon mal

Die Zeltplatzgruppe speist schon mal

Kaum Durchkommen
Kaum Durchkommen

Wir haben uns dann durch die Gassen gewühlt, manchmal kam Angst auf, hier kommst du nie mehr raus und wirst zerdrückt, doch überall lächelnde Gesichter redend, trinkend, tanzend und von den köstlichen Vorspeisen naschend. Auch uns, den Fremden, boten sie an und alles schmeckte köstlich. Irgendwann hatten auch die Spanier, gruppenweise an langen Tischen sitzend, ihre Paella genossen. Auf Bühnen und an Strassenecken begannen Konzerte, wir fanden eine Kneipe, in der eine wunderschöne Kubanerin mit langen blauen Fingernägeln Mojito zubereitete.

Gen Süden 2016 - Fiesta de Paella

Später dann an einem Lokal gab es Abendessen aus einem Kessel voller Fleisch und gut gewürzter Brühe (die Menge entsprach mindestens drei Badewannenfüllungen). Das hatte den ganzen Nachmittag abgedeckt gebrutzelt. Manche Leute bestehen darauf, englisch mit uns zu reden, auch wenn wir spanisch antworten. Nun ja, die Bedienung war sehr erblondet, wir konnten uns verständlich machen. Das Pärchen am Tisch war in großer Feierlaune, er aus Madrid, sie Katalanin. Nur beim Thema Fussball waren wir uns nicht einig, der FC Barcelona war für unseren Freund ein rotes Tuch. Bei PODEMOS waren wir uns wieder gut.

Abendessen kocht

Abendessen kocht

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