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Andere-Welten oder: Von Einem der auszog aus seinem Dorf und neue Welten kennen lernte

Warum wählen junge Männer so gerne rechts?

26. Mai 2016 , Geschrieben von REinloft Veröffentlicht in #Unsere Welten - unsere Probleme

Ein Interview mit dem Soziologen Bernhard Heinzlmaier.

Einige Merksätze

Die These von den rechtsnationalen jungen Männern stimmt nur, wenn man die "bildungsfernen" Schichten betrachtet. Aber dann trifft sie vollkommen zu. Ich glaube mit Sigmund Freud, dass der "Firnis der Zivilisation" sehr dünn ist. Bei der bildungsfernen Hälfte, den Prekären, den schlecht Integrierten, beobachten wir die Rohheit des ungebildeten Mannes. Des auf Krawall gebürsteten Naturmenschen, der in Feindbildern denkt und von inhumaner Macht angezogen wird.

Der Großteil sind bösartige Kleinbürger, die absolut nichts von ihrem Wohlstand abgeben wollen. Dieser Kleinbürger ist egoistisch und freut sich, wenn andere leiden, denn das wertet seine mäßige Situation auf.

Es geht den Rechtspopulisten nicht nur darum, ihre Gegner zu besiegen. Sondern zu "eliminieren". Diese Kriegsrhetorik, das Totale, das "the winner takes it all" – solche Macher faszinieren junge Männer.

Diese Rücksichtslosigkeit wird wieder gesellschaftsfähig, zum Beispiel auch mit dem Neoliberalismus in der Wirtschaft. Der wichtigste Begriff dort momentan ist "Disruption", also "Zerrüttung, Zerschlagung". Auch die hippe Kultur der Start-ups spricht diese Sprache. Ökonomisch gesehen leben wir also in einer Zeit der Erbarmungslosigkeit.

Der Rechtspopulismus … verspricht Unmögliches: Einfache Lösungen für komplexe Probleme.
Nicht einmal die Rechtspopulisten sind von ihren Ideen überzeugt. Das sind gewissenlose Betrüger, die in der Regierungsverantwortung dann pragmatisch werden.

Die glauben, bis auf ein paar Prozent Vollidioten, gar nicht an ihre eigene Idee. Die sind nur an der Macht interessiert. Darin passen sie zu ihren Wählern.

Das gesamte Interview hier:

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