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Sunday, 10. february 2013 7 10 /02 /Feb. /2013 13:08

10. Februar 2013 11:48 - 13 Grad, bewölkt, 18 Grad sollen es werden. Hommertshausen vermeldet - 8 Grad (MINUS! Hoffentlich funktioniert unsere Heizung, sie ist auf Frostschutz gestellt)

Marianne:
Warum es mir hier gefällt, auch wenn wir nicht so wohnen, wie wir uns „typisch Spanien“ vorstellen, mit kleinen Gässchen in einem kleinen Dörfchen, wo einen die Leute auf Spanisch ansprechen, wo man in der benachbarten tienda sein Gemüse und seinen Rotwein kauft und dabei in einer Bar ein Glas Rotwein und ein paar tapas zu sich nimmt........

Wir fahren Fahrrad auf gepflegten Radwegen durch schöne Landschaften (manchmal mit, manchmal ohne Hochhäuser), die Pfirsichbäume blühen, wir gehen ins Fittnessstudio und schwimmen im geheizten Hallenbad, das Außenbad ist uns noch zu kalt.
Im Supermarkt „Mercadona“ gibt es Gemüse, so knackig, wie wir es  bei uns nie bekommen,  die Paprikas krachen, wenn man hinein beißt, dazu Fisch und Langostinos, appetitlich und frisch. Wir kaufen ein: Brot, Möhren, Paprikaschote, Zucchini und Frühlingszwiebeln für Gemüsereis, dazu 400 g frische Langostinos und eine Flasche Rotwein, alles zusammen 4,20 €! Der Wein ist okay, alles andere wunderbar.
Ein Gang über den Campingplatz: gut gelaunte Menschen aus England, Frankreich, Holland Spanien und Deutschland spielen Boules: sie loben, feuern an, bedauern, lachen, meist auf Englisch. Bei den Waschräumen stehen englische Männer mit rosa Gummihandschuhen und waschen T-Shirts, Socken und Nachthemden. Auch sie erzählen sich was Lustiges und lachen. Weiter vorne sitzen Engländer, oder sind es Iren, sie haben eine Gitarre und singen „Wild Rover“, Leute bleiben stehen, singen mit, das kennen sie alle.
Bei den Bungalows haben sich Deutsche Tische und Stühle rausgeholt und eine lange Tafel gemacht, da stehen Bierdosen und Weinflaschen drauf. Sie hören Karnevalsmusik und sind kostümiert, Cowboys, Clowns, Spanierinnen oder einfach nur mit Pappnasen und Hütchen. Einige tanzen, sie sind alle sehr lustig. Die Engländer bleiben stehen und schauen kopfschüttelnd zu, dann lachen sie.
Der Holländer neben uns hat jetzt seinen Vorplatz mit einem Rechen von Piniennadeln gesäubert und betrachtet stolz sein Werk. Der Grill ist geheizt, seine Frau liegt in der Sonne und wartet, der Salat steht schon auf dem Tisch. Die Nachbarn kommen, bringen ihr Fleisch mit und Rotwein, setzen sich dazu.
BingoIm Restaurant geht es um vier Uhr nachmittags hoch her, kein einziger Sitzplatz ist mehr zu haben. Es wird „Bingo“ gespielt, dazu gibt es Bier und Wein, (happy hour) für 1,20 €. Die beiden Veranstalter, ein holländisches älteres Paar haben alles im Griff: er ruft die Zahlen auf Holländisch und Deutsch, sie wiederholt sie auf  Englisch und Französich (Spanisch ist nicht nötig, es sind kaum Spanier da). Die Spannung steigt und wenn dann einer „Bingo“ ruft, beglückwünschen ihn die Anderen, alle besorgen sich schnell noch etwas zu trinken und es gibt ein neues Spiel.
R hat sich ein Karnevalskostüm gekauft (Pirat), ich habe mir etwas genäht und wir gehen morgen auf die Rosenmontagsfeier. Gestern Abend war im Dorf ein Umzug, aber wir hatten letztendlich keine Lust, die halbe Nacht im Kalten zu stehen und lagen lieber fernsehend im Bett.
Ältere Paare gehen liebevoll miteinander um, erledigen routiniert die anfallenden Tätigkeiten, besuchen ihre Nachbarn, Brenda aus England erzählt mir von ihren Enkeln, jeder ist freundlich zu jedem, alle haben gute Laune, es wird viel gelacht, alle grüßen, sprechen miteinander, mit Händen und Füßen selten, meist in schlechtem Englisch. Irgendwie sehr friedlich, sehr europäisch.
 Camping-am-Abend.jpg



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Saturday, 9. february 2013 6 09 /02 /Feb. /2013 13:35

9. Februar 2013 11:36 - Kalt heute Nacht. Wieder Gasheizung an, damit das Wasser im Boiler bleibt. 12 Grad zur Zeit mit steigender Tendenz, in H - 6 Grad.

Braun gebrannt sind sie, die Dauercamper. Und zumeist gut drauf. Viele scheinen sich zu kennen. Peter, der Nachbar, ist schon zum 5. Mal hier und zwar von September bis März. Das Umfeld seines WoMo erinnert mich an die Fahrradtourer. Auf kleinstem Raum alles dabei. Und das Wichtigste doppelt. Als der Fernseher des anderen Nachbarn streikte, stellte er seinen 2. Receiver zur Verfügung.
Spanien 2013: M vor dem WoMoDer Tag läuft nach Ritualen ab. Morgens Waschhaus (sich selbst, die Wäsche, den Abwasch), WC entleeren, frisches Wasser holen, WoMo ausfegen, ein winzig wenig hier und da mit dem Lappen drüber gehen. Tisch und Stühle aufstellen und sich in die Sonne setzen. Manche gehen morgens einkaufen und kochen mittags. Dann riecht es gut. Und zwischendrin ist wieder in der Sonne sitzen dran. Dann kommt Fahrrad fahren, Wandern, in die Stadt gehen. Oder Boules spielen. Ab 14 Uhr steht die Rasselbande lachend und mit den Kugeln klickend auf dem Platz neben uns zusammen. Bis die Sonne untergeht. Und abends werden die Rollos vor die Fenster gezogen, sanfte gelb-weiße Lichtschimmer gemixt mit leisen Fernsehstimmen begleiten die Nacht. Nur einige Holländer lassen alle bis tief in ihre Wagen hineinschauen.

Irving: „My Movie Business“ fertig. Es ist ein Buch aus der Werkstatt des Schreibens. „Schreiben ist wie Ringen. Man braucht Disziplin und Technik. Man muss auf eine Geschichte zugehen wie auf einen Gegner“ hat er gesagt. Die Technik des Drehbuchschreibens ist dabei eine andere als wenn ein Roman entsteht. Interessant den Kampf zu verfolgen, wie aus einer umfangreichen Geschichte ein Extrakt in Szenen gepresst entsteht ohne die ursprünglichen Aussagen zu verlieren. Und wie er erklärt, dass seine Bücher vor dem Schreiben in seinem Kopf fertig sind bis zum bitteren Ende (ist oft bitter bei ihm), das hat mich umgehauen. Denn gerade Irvings Geschichten sind vollen teils skurriler Typen, deren Charakter er allemal detailliert beschreibt und die sich im Verlauf der Geschichten verändern. Und das hat er alles im Kopf, lässt es einzig in Worte, Sätze fließen deren Prägnanz einzig sind (ein wenig erinnert mich sein knochenharter Stil an Hemingway, doch Irving schreibt Gesellschaft, Hemingway Männerfantasien). Ich bin beeindruckt, muss ihn nochmals lesen und ansehen


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Friday, 8. february 2013 5 08 /02 /Feb. /2013 14:04
 

8. Februar 2013 10:49 - 9 Grad. Heute Nacht 4 Grad. Aber in H - 3 Grad! Da frier ich ja schon beim  Zusehen.
Nachts Gasheizung an und Sparen abgestellt (hier in Spanien gibt es unser Gasflaschen zum Austausch nicht und Gas brauchen wir zum Kochen und dürfen nicht heizen). Wenn aber die Temperatur unter 8 Grad fällt, dann geht das Sicherheitsventil im Boiler auf und all das schöne Wasser fließt raus. Kann man nachfüllen, ja, aber mit dem Eimer ist das Lauferei.

Lese „John Irving: My Movie Business“. Mühselig ist offenbar, fertige Romane in Drehbücher um zu wandeln. Verfilmt wurden bisher: „Garp und wie er die Welt sah“; Das Hotel New Hampshire“ und „Gottes Werk und Teufels Beitrag“. Die Plot der Bücher muss erhalten bleiben, doch die Handlungsabfolge im Film hat anderen Regeln zu folgen. Und dann bietet er Einblicke in die Entstehungsgeschichten seiner Geschichten. Wer hat da Pate bei was gestanden (bei Dr. Larch in „Gottes Werk...“ sein Großvater). Nur Irving, scheint mir, bringt es fertig, diese trockene Materie spannend zu schreiben.

Benicasim PlayaDie gesamte Küste herunter kann man sie sehen, die Bettenburgen. Und grässliche Gebilde krönen wie Krähennester die Bergesrücken. Bis tief ins Innenland hinein verschandeln sie die Landschaft. Eine hinter der anderen, verschachtelt, gestaffelt, um den Blick auf Sonne und Meer buhlend.  Sonnenhungrige aller Welt vereinigt euch (ja, ja, wir gehören auch dazu).

 

Angefangen hat es in den 20er Jahren des letzten Jhdts. Hier am Strand zeugen noch ein paar wunderschöne Gründerzeit-Villen davon. Es waren zuerst die Reichen, die ins Wasser gingen. Die Regeln stehen noch da: Nur morgens zwischen 9-10.00 Uhr ist es gesund und nur für 5 Minuten. Und dann muss eine bestimmte Diät eingehalten werden, ansonsten bekommt das Baden einem schlecht. Im ganzen Land, in allen Zeitungen wurden die Ratschläge veröffentlicht, der Boom begann. Irgendwann kamen die Ausländer dazu und irgendwann wurde Sonnentourismus gesellschaftsfähig, irgendwann konnte auch der kleine Mann samt Frau sich den Urlaub in Spanien leisten und irgendwann auch den Traum, in diesen sonnigen Gefilden zu bleiben. Und irgendwann war es das große Geschäft mit immerwährend steigenden Preisen für Banken, Unternehmen und den Staat. Und wie das so im Kapilismus ist, wenn Geld gemacht werden kann, wird weiter gemacht, in diesem Fall gebaut. Irrsinnige Kapazitäten sind erstanden und jeder der Investoren war der Meinung, er ist nicht der Letzte, den die Hunde beißen. Und irgendwann, erst vor Kurzem, war dann doch das Ende der Hühnerleiter erreicht. Es ging nicht nur nicht weiter, sie platzte grandios, die Blase. Und die einzige Instanz, die Grenzen hätte ziehen können, der Spanische Staat nämlich, sei er sozialistisch, anarchistisch (ja, gut, die waren früher), royalistisch oder konservativ angehaucht, hat ebenso grandios versagt. Der Boom generierte Einkommen und Steuern und Krisen gab es nicht in ihrer bürgerlichen Theorie vom immerwährenden Wachstum. Die Dumpfbacken. Wenn dauernd auf einen großen Haufen (anonymen Markt nennen sie das) produziert wird in der Hoffnung, dass genügend Nachfrage da sei, dann ist die irgendwann gesättigt oder gestört. Das ist so. Schon immer. Und niemand lernt daraus.


Es waren nicht nur die sonnenhungrige Touristen, die den Boom anschürten. "Viele spanische Familien haben neben einer Wohnung in der Stadt ein Wochenendhaus auf dem Land oder am Meer. Nach Zahlen der Banco de España gab es Ende 2005 in Spanien ca. 23,7 Mio. Wohnungen (spanisch Piso) und 15,39 Mio. Haushalte. Damit kommen auf einen spanischen Haushalt 1,54 Wohnungen, die höchste Rate der Welt. 85 % der spanischen Wohnungen werden von ihren Eigentümern bewohnt, 15 % vermietet." (Wikipedia). In einer Wirtschaftskrise können Kredite nicht mehr zurück gezahlt werden, wenn die Arbeit knapp wird. Die Zweitwohnungen standen als erstes zum Verkauf, die Preise purzelten. Und die Banken saßen auf gigantischen faulen Krediten (sie hatten auch Leute animiert auf Abstottern zu kaufen, die sich das kaum leisten konnten). Jetzt stehn sie da, die Bettenburgen und warten auf Bewohner. Na ja, sind noch genug da.

 

PS: Hier im Ort scheinen uns die Immobilienangebote noch immer hoch und zum Verkauf steht wenig. 




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Thursday, 7. february 2013 4 07 /02 /Feb. /2013 12:40

Benicasim-Playa.jpg

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Thursday, 7. february 2013 4 07 /02 /Feb. /2013 12:08

Spanien 2013 Camping - 67. Februar 2013 11:00 -. Eine Kaltfront hat uns erwischt, bringt 11 Grad mit Sonne und starkem Wind. Hommertshausen -2 Grad, Schnee angesagt. Doch schon Unterschiede!

Beim Camping gibt es einige Herausforderungen, mit denen man normalerweise wenig zu tun hat. Gas sparen z.B. (in Spanien gibt es die deutschen Flaschen zum Austausch nicht). Oder auf Watt und Ampere achten. Häh? Jooo. Musste auch mal wieder nachschlagen. Der 220V Anschluss ist mit 6 Ampere abgesichert. Und was kann man damit machen?

Generell verhält sich Strom wie Wasser (heißt ja auch Strom). Eine bestimmte Menge Wasser (im Strom sind das die Volt) läuft langsam und ohne großen Druck durch eine breite Röhre. Die gleiche Menge Wasser durch ein dünnes Rohr gepresst braucht mehr Druck und schießt schnell dahin. Diese Stärke wird im Strom mit Ampere gemessen. Saust der Strom schnell durch die Leitung, erhitzt diese sich und kann durchbrennen. Auf einem Campingplatz hängen an einem Verteiler viele Anschlüsse. Manche Plätze haben dicke Leitungen verlegt, dann haben wir Glück und sind mit 10 A abgesichert. Meistens aber sind es 6 oder sogar 3 Ampere.
So. Hinten dran am Wasser/Strom wird Arbeit verrichtet. Eine Mühle hängt dran und wird vom Wasser angetrieben, beim Strom sind es die Heizöfchen, Kocher, was man so braucht auf dem Camping. Und um zu wissen, welche Geräte hinten dran man benutzen kann, muss man die Strommenge (220V) mit der maximal zulässigen Stärke (A) multiplizieren.
 3A =   660 W
 6A = 1320 W
10A= 2200 W
OK, das ist alles unwissenschaftlich und nicht mit der Formel für Arbeit zu verwechseln. Da kommen der Faktor Zeit und andere Parameter hinzu. Aber es genügt für uns Camper um zu verhindern, dass dauernd die Sicherung durchbrennt. Wir haben deshalb ein Heizöfchen mit 500/1000 W plus Licht/Fernehen etc. Und damit sparen wir die Heizung (siehe oben). Aber nur, wenn der Strom im Preis für den Stellplatz eingeschlossen ist. Wie zumeist in Spanien.
Ich schreib das mal auf weil es vielleicht Camper gibt, die das interessiert.

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Wednesday, 6. february 2013 3 06 /02 /Feb. /2013 11:11

www.right2water.eu/de

 

 

Unterschreibt! die Europäische Bürgerinitiative

WASSER und SANITÄRE GRUNDVERSORGUNG sind ein MENSCHENRECHT


Alle Menschen brauchen sauberes Trinkwasser und eine qualitativ hochwertige sanitäre Grundversorgung. Wir fordern die Europäische Union auf, diese Menschenrechte durch die Förderung einer Wasser- und Abwasserwirtschaft als existenzsichernde öffentliche Dienstleistung für alle sicherzustellen und in die Tat umzusetzen.


Die Europäische Union sollte allen Mitgliedstaaten verbindliche Ziele setzen, diese Forderung in Europa zu 100% zu erfüllen. Wir sind der Überzeugung, dass sich die Europäische Union stärker für einen universellen Zugang zu Wasser und sanitärer Grundversorgung auch in Ländern außerhalb der EU einsetzen sollte. Millionen von Menschen werden diese Dienstleistungen immer noch vorenthalten.

Unsere Ziele:

  1. Wasser und sanitäre Grundversorgung als Garantie für alle Menschen in

    Europa.

  2. Keine Liberalisierung der Wasserwirtschaft.

  3. Universeller (globaler) Zugang zu Wasser und sanitärer Grundversorgung.

Diese Kampagne soll uns auf die Anerkennung des Menschenrechtes auf Wasser und sanitäre Grundversorgung verpflichten. Die Kampagne will bei der Europäischen Kommission einen Umdenkprozess bewirken und anstelle des marktorientierten Modells mit dem Schwerpunkt Wettbewerb ein auf Rechten basierendes Modell mit dem Schwerpunkt öffentliche Dienstleistungen setzen. Ziel ist die Bereitstellung eines universellen (globalen) Zugangs zu Wasser und sanitärer Grundversorgung und der Erhalt der begrenzten Wasserressourcen für zukünftige Generationen.


WASSER ist ein ÖFFENTLICHES GUT und KEINE HANDELSWARE.

WASSER und SANITÄRE GRUNDVERSORGUNG sind ein MENSCHENRECHT WASSER ist ein ÖFFENTLICHES GUT, KEINE HANDELSWARE


L'eau, un droit humain - Cilvēkam ir tiesības lietot ūdeni - Водата – основно човешко право - A víz emberi jog - apa este un drept al omului - Voda je lidské právo - Voda je l’udské právo - Voda je ljudsko pravo - Vatten är en mänsklig rättighet - Wasser ist ein Menschenrecht - Water is een mensenrecht - El agua es un derecho humano - A água é um direito humano - l’acqua è un diritto umano - vesi on perusoikeus - prawo do wody prawem człowieka - Vand er en menneskeret - Το νερό είναι ανθρώπινο δικαίωμα - Vesi on osa inimõigustest Eestis - Vanduo yra žmogaus teisė - ceart le uisce - voda je človekova pravica - Право на воду – право человека - Su bir insan hakkıdır- L-ILMA huwa dritt tal-bniedem


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Wednesday, 6. february 2013 3 06 /02 /Feb. /2013 10:46

Spanien 2013 FrühlingssonneSo kann es bleiben, bleibt es nicht. Auch hier soll es demnächst mal frieren. Dass es noch nicht warm ist, sieht man an den spanischen Fahrradfahrern. Auf der "Via Verde", dem grünen Weg und anderen Touritouren kommen sie dick vemummt mit Wollschal um das Gesicht daher. Und wir im Überschwang der ersehnten Sonne im kurzärmeligen Shirts. 

 

Der Ort von seltener Einfaltslosigkeit. Ein paar gerade Straßen, ein ovaler Umfahrtsweg, darunter Fehrienwohnungen die sich zu Burgen auftürmen je näher der Strand kommt. 18 000 EW sollen hier wohnen, man sieht sie kaum. Im Sommer bevölkern mehr als das doppelte von Menschen Stadt und Strand. Dann sieht man sie. Positiv ist zu vermelden, es gibt ein paar schöne Häuser und alte Villen. Und die Wohnburgen sind an anderen Orten noch brutaler.

Ach ja: es geht aufwärts nach dem Abwärtsgang

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Tuesday, 5. february 2013 2 05 /02 /Feb. /2013 11:07

Zeichnungen Kathie Dietzenbach - 5Gestern Abend erreichte uns die Meldung. Max 1995-2013. Ich bin traurig. Sehr. Weil ich ihn gerne  hatte, diesen Hund, den eigenwilligen, der lieb sein konnte wenn er wollte und mit seinen großen dunklen Augen bezauberte. Wenn er nicht wollte, machte er, was er wollte. Was hab ich auf ihn geflucht, wenn er mal wieder nachts die Haustür geöffnet hatte und abgehauen war, einer Hundedame sein Ständchen und die Nachbarn auf die Palme zu bringen. Oder wenn er einfach im Wald verschwand, wir ihn suchen mussten was nichts half, denn er kam vergnügt nach einiger Zeit wieder von selbst. Und seine Streitsucht. Jeder Rüde, egal wie groß, wurde angegangen. Und wer hinten an der Leine dran war, musste aufpassen, dass er nicht auf die Schnauze fiel, wenn er blitzschnell anzog. Mir ist es zwei Mal passiert, ich landete auf dem Asphalt und Max auf dem anderen Hund. Jedes Mal trug ich Narben davon und er nicht. Doch dann kam er wieder mit seinen großen Augen an und alles war gut.
Morgens liebte er es, die Tür mit einem Knall zu öffnen, hallo, es ist Zeit! Dann legte er sein Haupt auf die Kante, sah uns an, dann eine Pfote, dann die andere, dann schob sich langsam ein Hundekörper höher und dann lag er auf dem Bett. Seiner Meinung nach hatten wir es jetzt zu verlassen. Später machte er das Spiel zunehmend abends, er wollte aufs Sofa wo wir noch saßen. Alles, dass er uns nicht runter schubste.
Alt ist er geworden. 17 Jahre. Wie es sich für das Alter gehört, bekam er seine Leiden. Kaum konnte er noch sitzen, die Haare fielen ihm aus, die Beine rutschen oft weg. Um dann, beim nächsten Spaziergang wieder munter voran zu schüren. Bis ins hohe Alter war er hinter den Hundedamen her. Und knurrte zumindest die Konkurrenz an. Kämpfen war nicht mehr drin. Das musste er einsehen und wollte doch so gerne. Dafür vergnügte er sich mit seinen Joghurtbechern. Die schob er krachend über den Boden, mit der Schnauze tief drin, leckte alles aus und zerlegte das Plastik in kleine Teile.
Ach Max, du wirst uns fehlen. Du Hundling!

 

Das Bild oben ist von Kathi. Weitere schöne Bilder von Max: http://www.andere-welten.net/album-1372070.html

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Monday, 4. february 2013 1 04 /02 /Feb. /2013 18:19

Sonntag, 3. Februar 2013 17:55 - Camping Bonterra Parc Benicasim - 150 Km vor Valencia

Heute Nacht hat es gestürmt, dass sich die Bäume bogen und das WoMo aus der Federung hob. Unheimlich. Und 5 Grad kalt war es. Jetzt scheint die Sonne bei 15 Grad, nur manchmal noch weht der Wind einem die Ohren weg. Die Camper trotzen der Widrigkeit und laufen in 3/4 kurzen Hosen herum. Dies scheint die neue Camper-allgemein-zu-tragende internationale Uni-Mode zu sein. M sieht dagegen sexy aus in ihren engen Hosen.

Der eine Nachbar ist Holländer und putzt sein WoMo sehr. Gestern hat er die Radkappen abgenommen und sie von innen mit einer Spülbürste gereinigt. Seine Frau wäscht. Auch heute am Sonntag. Hinter uns spielen sie Boules. Wahre Meister dabei. Sie heben die Kugeln am Seil mit Magnet auf. Morgens schwimmen. Das Warmwasserbecken ist unter einem Gewächshaus-Dach. Es knarrt und knackt im Sturm. Ich lese Michelangelo von Irvin und wundere mich, zu welch gigantischen Lebensleistungen ein Mensch unter widrigen Umständen fähig sein kann. Erinnert mich an Beethoven.

Montag, den 4. Februar 2013; 13:23 - Camping Bonterra. Strahlende Sonne, 23 Grad dort, wo sie scheint. Nachts 10 Grad.

Offenbar waren es doch nicht die Muscheln. Erinnert an Südamerika. M hat Atahualpas Rache voll erwischt  (kein Wunder, bei ihren Magenproblemen) und mir gehts auch nicht gut. War es das Wasser? Auf den Brunnen steht „aqua potable“, aber ist es auch drin? Heute Abend gibts Haferschleim.

Erste Radtour (alleine, M wagt sich nicht vom Klo weg). Zeitigt ermutigende Ergebnisse. Lange Rad- und Wanderwege die Küste entlang, teils über dem Meer mit Aus- und Einblicken. Mein Nachbar, der Wagenwäscher, hat stolz seine auf Hochglanz polierten Kotflügel fotografiert. Einloft, Du bist doch nur neidisch, kannst dich nicht aufraffen, selbiges auch beim eigenen zu machen. Es tät not.

Durchschnittstyp auf dem Platz: 75, drahtig, braun, unternehmungslustig (einige gehbehindert mit Elektrokarren), viele Glatzen, zumeist Engländer, dazwischen deutsche, holländische, französische Einsprengsel. Sogar ein junges spanisches Ehepaar mit 2 Kindern ist dabei. Wir gehören zu den Durchschnittsjüngeren. Hatte ich lange nicht mehr.

Fertig mit dem Michelangelo und doch nicht fertig. Will alle Gefühle, Gedanken, Begründungen herausziehen, die zu den einzelnen Werken geführt haben, ihr Werden  begleiteten. Mag sein, dass nicht alle originär sind, aber sie scheinen mir stimmig. Und dann möchte ich mir seine Werke in Italien mit diesen Informationen zusammen ansehen. Zum Beispiel in Rom, zusammen mit M, Hanne&Jörg. Demnächst. Zu unserem gemeinsamen 31. Hochzeitstag.


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Saturday, 2. february 2013 6 02 /02 /Feb. /2013 11:53

Spanien 2013 Camping - 11. Februar 2013 14:15 - Benicasim, 23 Grad im Schatten.
Warm ists. Das war es, was wir wollten. Unser Stellplatz ist direkt neben der Boules-Bahn und lauter gut gelaunte Menschen spielen dort seit Stunden. Es gibt ein Schwimmbad (noch zu kalt) und ein Hallenbad, ein gutes Restaurant und für die vielen Engländer Bingo-Nachmittage.
Mal sehen, wie es weiter geht, wie das alte Dorf ist und der Strand und die Gegend. Sieht alles recht verheißungsvoll aus, nur dass man auf dem Platz mit Englisch besser klar kommt als mit Spanisch.

Spanien 2013 Anfahrt - 01Los gings vor 3 Tagen am Dienstag den 29. Januar. Regen, Regen, Regen, oft mit Sturm. Bis Dijon sind wir gekommen. Dunkel wars und traurig trübe. Einzig ein paar Kapitäne der Landstraße kurvten auf dem Rastplatz rum. M wollte warten mit dem Essen, Franzosen essen später, ich wollte früh ins Bett. Gut so, denn sie schlossen die Kantine um 20.00.

Mittwoch den 30.1. Auf der teuren aber sehr angenehm unstressigen  Autobahn bis Narbonne-Plage am Meer. Dort sind wir gelandet, obwohl wir nach Perpignan wollten. Als ich auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit „Wohnmobil-Stellplatz Perpignan“ auf unserem iPad eingab, erschien ein Schwall von Meldungen und Warnungen: nur nicht in Perpignan und Umgebung übernachten! Dort leiten die Bösen Gas in das WoMo, betäuben die Besitzer und rauben sie aus. Die Polizei unternehme nichts und auch direkt vor der Polizeiwache sei es nicht sicher. Also wollten wir unser Schicksal nicht herausfordern, nahmen den Umweg in Kauf, schliefen sicher auf dem städtischen Stellplatz und Spanien 2013 Anfahrt - 07R aß Muscheln von Austern bis überbacken. Jetzt hat er den Salat, bzw. Blähungen.

 

 

Gestern (Do) an den verschneiten Pyrenäen vorbei gings in den Frühling: blauer Himmel, grüne Blättchen an den Büschen, rosa und weiße Blüten an den Obstbäumen, erst Ausschalten der Heizung, dann Kleiderwechsel, später Einschalten des Gebläses, vorbei an Orangenbäumen, die sich unter ihrer Last bogen, an Olivenbäumen und Artischockenfeldern, golden glänzendem Meer und weißen Stränden, an hübschen Bergdörfern und unendlich zugeklotzten Buchten, hässlichen verdrecken Industrieansiedlungen, an „Aldis“, „Lidls“ und Supermercados kamen wir um halb sechs in Benicasim an und ergatterten einen der wenigen freien Plätze auf dem Campingplatz nahe dem alten Ortskern. Wir hatten noch eine Stunde Helligkeit und laue Luft und waren glücklich.

Samstag, 2.2.13
Eine der Muscheln war schlecht. Jetzt ist dasselbe mir. Dazu eine Entzündung im Bein. Vom vielen Gehen! (Ich wusste es schon immer). Die Nacht zog sich wie Kaugummi. Das Wetter hat sich geändert, Stürme kamen auf, die Temperatur sank auf 13 Grad (doch da drüben kommt die Sonne raus).

Gestern Abend die Doku über die Entwicklung der Menschheit. 4 Stunden. Nach der Hälfte aufgegeben. Die Masse an Informationen muss ich erst verarbeiten. Gut gemacht. Mit nachgestellten Bildern die wichtigsten Etappen und Wendepunkte der Menschenentwicklung eingefangen. Und nicht nur die westlichen. Trotz (oder gerade wegen) der Fülle an Fakten bleibt die Analyse oft oberflächlich. Da kommt der Homo Sapiens (unser direkter Vorfahre) aus Afrika über den nahen Osten nach Mitteleuropa und wen findet er da? Ein anderes menschenähnliches Wesen, den Neandertaler. Und das klingt so: huch, wo kommt ihr denn her? Ebenfalls aus Afrika, ebenfalls. Er - der Neandertaler - entstammt der ersten Migrationswelle viel früher. Er sei ausgerottet worden, sagten sie. Das wage ich zu bezweifeln bei manchen dumpfen Dickköpfen. Bei Buddah ähnlich. was von dessen Philosophie bleibt, ist Meditation. Und der genau so wichtige Verhaltenskodex bleibt auf der Strecke. Und so weiter und so fort. Ist ja nicht viel, was man da zusätzlich sagen muss. Einige grauenhafte Bilder könnten auch rausgeschnitten werden. Alles in Allem gefällt mir die Dokumentation. Ich hoffe, einiges kann ich nach sehen. Heute kommen die zweiten 4 Stunden. Bei Vox.

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