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Thursday, 7. october 2010 4 07 /10 /Okt. /2010 13:51

Blogger-in-deiner-Naehe.png Sascha (gesichtet.net) hat eine interessante Aktion gestartet. Und zwar ruft er Blogger auf, sich auf einer Karten anzeigen zu lassen, also euren Blog und die Adresse, von wo ihr bloggt.

So könnt ihr sehen, welche Blogger es in eurer Umgebung gibt. Das finde ich ganz interessant, da man das ansonsten ja nie so leicht erfährt, außer man guckt bei jedem Blog ins Impressum, was natürlich kaum einer macht.

 

Hab mich gleich beteiligt, leider sind in meiner unmittelbaren Nähe bisher keine Blogger eingetragen. Vielleicht kann ich ja welche ermuntern.

 

Hier gehts lang, ist ganz einfach: http://gesichtet.net/blogger-in-deiner-naehe/

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Wednesday, 6. october 2010 3 06 /10 /Okt. /2010 13:29

Dar es Salaam - 9Das alte Zentrum der Stadt, in der Regenzeit ein tropischer Garten mit alten Bäumen an den Straßen entlang, mit dicken Ästen und großen Blättern überdacht, die Häuser hinter den Zäunen mit blühenden Büschen und Sträuchern verdeckt,

Dar-es-Salaam---6.jpgerinnern noch immer mit ihrer luftigen Bauweise und den umlaufenden Holzbalkonen an die Kolonialzeit. 
 
Die Geschichte von Dar es Salaam ist alt, seine Bedeutung als größte Stadt Tansanias hat mit Deutschland zu tun. Dar-es-Salaam-Kolonial1888 verpachtete der Sultan von Sansibar Daressalam zusammen mit der gesamten Küste des heutigen Tansania an die Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft, 1890 verkaufte der Sultan Stadt und Küste. Im selben Jahr hatte sich die Kolonialverwaltung im kleinen Küstenort Bagamoyo eingerichtet, doch dann wurde das rund 60 Kilometer weiter südlich gelegene Daressalam wegen seines Naturhafens für die Deutschen interessanter. Nur ein Jahr später, 1891, bezog die Deutsche Kolonialverwaltung in Daressalam ihren Sitz.
 
Einen groben Überblick über die Stadt hat man schnell: die Altstadt am natürlichen Hafen der wie ein See sich ausbuchtet, durch eine schmale Einfahrt mit dem Ozean im Osten verbunden, zieht sie sich am Meer entlang, breitet sich aus ins flache Binnenland. Im Norden die schöne große Bucht, die durch die Halbinsel gebildet wird, auf der wir wohnen, im Süden, gegenüber dem Hafen geht sie mit einfachen Häusern weiter. DSallam-Stadtaus.jpgEntfernter vom Zentrum nehmen afrikanische Behausungen und Armenviertel zu, verschwinden im Staub auf der Straße nach Bagamojo. Es gibt ein paar große Hauptverkehrsstraßen, die Haile-Selassie-Road von Süd nach Nord, die Ali-Hassan-Mwinyi-Road biegt von ihr ab, führt zu uns und um die Halbinsel herum. Neben der Altstadt und um sie herum das indische Viertel, große Wohnblocks, ein paarDar-es-Salaam-Centrum.jpg Hochhäuser, moderne Banken, Diplomatenbauten. Es gibt Moscheen, Kirchen und indische Tempel in schöner Eintracht nebeneinander. Tansania hat eine friedfertige Tradition, auch der Religionen. Dar es Salaam heißt zu recht, "Haus des Friedens", auch wenn der Name älter ist.
 
Der erste Eindruck ist: hier könnte es uns gefallen. Obwohl es im Vergleich zu Südamerika sehr unterentwickelt wirkt – die Straßen- Loch an Loch, an den Rändern außerhalb des Zentrums oft Müllhalden, wenige Autos, die meisten laufen zu Fuß, manche fahren Fahrrad. Viele Frauen sieht man in den traditionellen Wickelröcken, den Kangas, Badelatschen an den Füßen, riesigen Plastikschüsseln auf dem Kopf, einige Frauen verschleiert. Für afrikanische Verhältnisse ist Dar es Salaam eine saubere Stadt, sagt man uns. Der Hafen sieht bei Ebbe verdreckt und moddrig aus und an den schönen Stränden ist das Wasser ganz flach. Die Strandpromenade aus Sand und Gestrüpp mit den Ziegen, die im Müll nach Fressbarem suchen  ist recht exotisch. Trotzdem ist es sehr schön anzusehen, besonders weiter draußen, wo das Wasser hellgrün ist, Fischboote mit Dreieckssegeln und Inseln zu sehen sind.
 
Der Fremdenführer sagt: „Die Straßen von Dar es Salaam können belebt, heiß und staubig sein, aber wer das Getümmel überwindet wird belohnt". Das ist wahr. Das Nationalmuseum im alten Teil der Stadt besitzt Kopien der 3,5 Mio Jahre alten Fußspuren und Hominidenschädel aus Tansanias Olduvai-Schlucht. Gleich daneben der Botanischen Garten, auf der anderen Seite die Parlament--ehem-.JPGKarimjee Halle, das ehemalige Parlament, wunderschön im traditionellen Kolonialstil gebaut. Der Fischmarkt am Hafen ist eine weitere Attraktion. Es riecht dort so, wie man es sich vorstellt. Auf gefliesten Ständen liegen Berge von frischem Meeresgetier und in einem unbeschreiblichen Getümmel kaufen Hausfrauen ihren Fisch. Als wir da waren, gab es Haie, ungefähr anderthalb Meter lang, einer hatte einen halben Fisch aus dem Maul raushängen. Ein meterlanger Manta lag auf dem Boden und wurde von einem Mann mit Machete in weiten Schwüngen zerlegt. Auf der  Fischauktion daneben lagen Fische in großen Haufen auf dem Boden und Kleinhändler versuchten sich mit Geschrei zu überbieten. Es herrschte ein unbeschreibliches, Angst machendes Gedränge, eingekeilt in Massen schwarzer Männer mit großen Messern, die versuchten, dem Nachbarn Kundschaft abzujagen. M war sofort umringt von ihnen, blond und sichtbar eine Mzungu. Ich habe sie bewundert, dass sie auf Kisuaheli trotzdem einkaufen konnte. In einer weiteren sauberen Halle werden Souvenirs aus dem Meer verkauft, jede Menge Muscheln, Schnecken, Seesterne, auch die unter Naturschutz stehenden. In einer anderen Halle wird gepökelter Fisch verkauft, daneben stehen auf riesigen Steinen große flache Töpfe mit siedendem Öl. Darunter im Feuer liegen Holzstämme, die von außen immer weiter in die Glut geschoben werden. Hier kann man sich den frisch gekauften Fisch gleich braten lassen. Köstlich!  Es herrscht eine höllische Hitze zwischen den Töpfen.

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Tuesday, 5. october 2010 2 05 /10 /Okt. /2010 10:00

Das-kann-doch-nicht-wahr-sein.jpgIst es auch nicht - war nur ein Hanf-Feld im Freilandmuseum in Bad Windsheim

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Monday, 4. october 2010 1 04 /10 /Okt. /2010 09:28

 

Schön war die neue Wohnung, doch es hat gedauert bis alles funktionierte, afrikanische Langsamkeit hat seinen Preis. Der Fernseher brauchte einen Decoder. Den zu kaufen ging recht schnell und war teuer. Hinzu kam eine Chip-Karte, die monatlich nachgekauft werden muss, damit er läuft. Er lief natürlich nicht. „Kein Signal“ hieß die Anzeige. Mehrere Anrufe später kamen die Kabelleute, stellten fest, sie brauchen einen Fernseher im Wohnzimmer, dann läuft auch der im Schlafzimmer. Wir haben aber keinen Fernseher im Wohnzimmer. Gut, dann machen sie eine Zwischenlösung. Und dann, sagt einer, brauchen sie eine C-Kanal Chipkarte. Die Karte tauschen Sie in der Zentrale wieder um. Sagt er. Nein, mein Herr, sagt die langsame Dame in der Zentrale, die tauschen wir nicht um. Warum haben Sie nicht gleich eine C-Karte gekauft. Man beachte: diese Firma hatte den C-Kanal in unserem Haus installiert, hatte die Daten auf ihrem Computer und verkaufte mir das falsche System. Ich habe den Tausch dann doch geschafft. Nach Stunden. Und seither läuft wirklich der Fernseher. 

Menschen-vor-unserem-Haus----1.jpgVon unserem Bett aus können wir die unbefestigten Sandpiste am Haus vorbei einsehen. Es ist ein Hauptverkehrsweg. Viele Leute laufen auf ihr, einige fahren mit dem Fahrrad. Afrika ist eine Laufgesellschaft. Kommt ein Auto durch die Schlaglöcher geschaukelt, liegt ein leichter Staubschleier über dem Weg. Kiosk-Kipepeo.jpg

Gegenüber eine Bude, schräg hängt sie im Zaun, auf dem Dach liegen Fahrradreifen und andere Ersatzteile. Sie ist Miniverkauf und Fahrradwerkstatt. Schuhe, sagt ein Schild, reparieren sie auch. Hier ist immer Betrieb. Entweder nehmen sie ein Fahrrad auseinander oder sie spielen Halma mit Kronenkorken. Fahrräder gibt es zunehmend, sie sind einfach und robust, haben einen Gesundheitslenker und werden aus China importiert. Mit China bestehen gute Verbindungen seit die Chinesen in den 1960er Jahren eine Eisenbahnstrecke gebaut haben. Die andere Eisenbahnstrecke wurde von den Deutschen in der Kolonialzeit gebaut.

Wir sitzen auf dem Balkon wie auf einem Präsentierteller. Unsere Beobachter machen keinen Hehl aus ihrer Neugier an den Weißnasen.

Und vom Bett aus können wir über das grüne Meer der Bäume auf der Halbinsel hinweg weit nach Norden zum blauen Meer schauen.

 

 

Kipepeo--Garten--Pool.JPG(M) Unten vor unserem Haus ist ein schöner Garten mit wunderbaren Pflanzen und einem knallgrünen Rasen, der vor einem Monat noch nichts von seiner Existenz gewusst hat! Der Swimmingpool hat Einlegebilder aus Mosaiksteinchen, zwei Schmetterlinge, denn das Haus heißt "„Kipepeo“ = Schmetterling. Eine Mauer grenzt uns zu der Straße ab, die nur aus lehmiger Erde besteht. Wenn ein Auto vorbei kommt, wirbelt es eine dicke gelbe Staubwolke hinter sich auf. Ein, zwei mal am Tag kommt eine Ziegenherde vorbei, die Tiere wühlen in dem Müll, der vor unserem Haus liegt und wohl irgendwann verbrannt wird. Die Frauen, die unten entlang laufen, haben meist ihre langen Kangas als Wickelröcke an und einen farblich dazu passenden Kanga als Umhang oder als Schleier, viele tragen Plastikschüsseln oder Eimer auf dem Kopf. Alle gehen sehr langsam. Gegen Abend kommen ein paar Maasai vorbei, sie sind ganz schlank und sehr groß, tragen rote Umhänge und haben viel Schmuck aus Perlen auf dem Kopf und um die Hand- und Fußgelenke und tragen stolz ihre Speere.

 

Mitte August 2003. (M) Am Mittwoch sind unsere Möbel gekommen, alles ziemlich unversehrt. Nach 24 Stunden Schuften war alles an seinem Platz, nach 48 Stunden waren die Schränke und Regale eingeräumt, und jetzt hängen auch die Bilder schon. Sogar die Waschmaschine funktioniert einwandfrei und hat Mama Hamisi zu wahren Begeisterungsstürmen verleitet. Wir haben bis nachts um 2 Uhr gearbeitet, denn irgendwie wollten wir mal wieder richtig gemütlich in unseren Sachen wohnen. Kipepeo WohnungEs sieht toll aus, aber wir haben eine Menge verschenkt, damit die Wohnung nicht so voll steht. So ein großes  helles Wohnzimmer hatten wir noch nie! Ich gehe von einem Zimmer ins andere und bewundere R´s Bibliothek mit neuem, von einem afrikanischen Schreiner angefertigten Bücherregal, Hängematte und Schaukelstuhl, das Gästezimmer mit meinem Schreibtisch und das große Schlafzimmer mit Büchern, Fernseher und kleiner Sitzecke. Dazu der Riesenbalkon, wo wir uns meistens aufhalten!

Die Nummernschilder fürs Auto sollen ganz sicher nächste Woche kommen!

 

September 03 (M) Letzte Woche haben wir wieder damit angefangen, mindestens ein Mal die Woche Leute zum Essen einzuladen, diesmal zwei Ehepaare aus Frankfurt! Sie sind schon ewig lange in Afrika und es ist interessant, was sie erzählen. Einer arbeitet als Organisator für die Nationalparks bei der GTZ. Zur Zeit gibt es im Süden zur Grenze Moçambiques alte, auf Menschen spezialisierte Löwen. Sie haben schon über 40 Menschen gefressen. Sie springen auf das Grasdach einer Hütte, das kracht ein, sie sind drin und nehmen einen oder zwei aus der Runde mit! Die Leute haben außer ihrem Buschmessern keine Waffen, außerdem sitzt man abends ja nicht immer bewaffnet im Haus rum.

Ich kann Reinhold so einiges im Büro helfen (Redigieren der Texte für das nächste Jahrbuch, Reden schreiben), und privat ist organisatorisch immer was zu tun, wovon man sich in Deutschland keine Vorstellung macht. Man kann nichts überweisen und muss alles bar bezahlen. Dieses Wochenende haben sie unser Fernsehen abgeschaltet obwohl ich bezahlt hatte. Da muss ich dann wieder hinfahren, weil sie Reklamationen am Telefon sowieso nicht bearbeiten und wahrscheinlich den Beleg sehen wollen. Mit so einem Scheiß kann man sich auch die Zeit vertreiben! Am Letzten des Monats bin ich Tage unterwegs um alles zu bezahlen, Internet, Krankenkosten, Angestellte usw.

M-mit-Prado.jpgAber jetzt sind die Nummernschilder gekommen und ich habe ein Auto.

 

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Sunday, 3. october 2010 7 03 /10 /Okt. /2010 13:03

Wunderbunter-Herbst.jpg

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