Saturday, 31. january 2009
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Mein Lebenspfad, den ich entlang laufe, ist voller Geschichten, die jeden Augenblick weiter und jeden Tag neu geschrieben werden, Kapitel um Kapitel bis zu meinem Tod. Einige der Geschichten werden
einige Zeit bleiben und dann verwehen. Ich bin wie eine sich entfaltende Erzählung. Mein Pfad besteht aus Abdrücken in der Landschaft. Wie Fussabdrücke, die, wenn frisch, gelesen werden können aber
in der Ferne verwischen. Dazwischen Narben, Abdrücke von zusammenfallenden Konstrukten, langsam vermodernd und vom Erdboden aufgenommen, an die Zustände seelischer Verwerfung, selbstsüchtigen
Begehrens erinnernd. Wir sind Abdrücke, von etwas hinterlassen, was einmal hier war. Das ist mein "Ich". Sagt der Buddhismus.
Es setzt sich zusammen durch alle Begebenheiten, und Begebenheiten definieren mich. Nicht ein essentielles Ich irgendwo in meinen Tiefen macht unseren Kern aus sondern eine einzigartige Matrix zusammentreffender Gegebenheiten, die uns vorausgingen und uns formen: "von der DNS-Struktur, die unsere Eltern uns mitgaben, bis zum Feuerwerk der abermilliarden Neuronen in unserem Gehirn, von der kulturellen und historischen Prägung das zwanzigsten Jahrhunderts unserer Erziehung und Ausbildung, und schließlich sämtlich Erfahrungen, die wir je gemacht, und sämtliche Entscheidungen, die wir je gefällt haben: all das fließt zusammen zu dieser einzigartigen Lebensbahn, die in diesem gegenwärtigen Augenblick kulminiert. Der unwiederholbare Abdruck all dessen ist das, was jetzt hier ist und was wir "ich" nennen". (Batchelor: Buddhismus für Ungläubige, 2006)
Das "Ich" unserer westlichen Philosophie sei eine Chimäre, sagt der Buddhismus. Es gibt keinen ewig lebenden Kern im Zentrum unseres Seins. Das Christentum, auch der Islam lehren den Glauben an eine Seele, die rein oder beschmutzt sein kann, die immer dieselbe Konstante in uns bleibt, ob als Kind oder Erwachsener und, gebe Gott, errettet werden kann. Schön, diese Vorstellung. Doch im Alltag ergibt das Leben mit einer Seele Dauerkonflikte mit Stimmungsschwankungen durch Verbesserungsversuche, Scheitern, neuen Bemühungen, guten und schlechten Gefühlen. Ein Auf und Ab. Buddhisten suchen einen anderen Weg der zur Ruhe in sich führen soll, zur "Leere.
Die "Leere", sagt ein tibetanischer Philosoph," ist der Pfad, auf dem der Mensch geht, der seine Mitte gefunden hat". Mit Leere ist nicht das Fehlen von Inhalt gemeint sondern der mittlere Weg, der zur Ruhe führt. Vielleicht wie das Auge im Zentrum eines Hurrikans. Rundherum tost der Sturm aber in der Mitte herrscht Ruhe. Der Weg dahin ist die Dharma-Praxis des bewussten Lebens, das ist ein anderes Kapitel. Buddhismus will nicht die Theorien des Ichs widerlegen, "sondern es geht um das Verstehen, das Lockern dieser Zwangsjacke der Ichbezogenheit, die Körper, Gefühle und Emotionen zu einem dichten Kern der Angst zusammenpresst." (ebd.) Wenn uns bewusster wird, dass das Ich eher wie ein sich entwickelnder Charakter im Verlauf eines Romanes ist, nicht Ding an sich, dann besteht die Chance, dass wir uns nicht so furchtbar ernst nehmen, "Gefallen an der spielerischen Ironie einer Geschichte (finden), die genau so noch nie erzählt wurde." (ebd.)
Es setzt sich zusammen durch alle Begebenheiten, und Begebenheiten definieren mich. Nicht ein essentielles Ich irgendwo in meinen Tiefen macht unseren Kern aus sondern eine einzigartige Matrix zusammentreffender Gegebenheiten, die uns vorausgingen und uns formen: "von der DNS-Struktur, die unsere Eltern uns mitgaben, bis zum Feuerwerk der abermilliarden Neuronen in unserem Gehirn, von der kulturellen und historischen Prägung das zwanzigsten Jahrhunderts unserer Erziehung und Ausbildung, und schließlich sämtlich Erfahrungen, die wir je gemacht, und sämtliche Entscheidungen, die wir je gefällt haben: all das fließt zusammen zu dieser einzigartigen Lebensbahn, die in diesem gegenwärtigen Augenblick kulminiert. Der unwiederholbare Abdruck all dessen ist das, was jetzt hier ist und was wir "ich" nennen". (Batchelor: Buddhismus für Ungläubige, 2006)
Das "Ich" unserer westlichen Philosophie sei eine Chimäre, sagt der Buddhismus. Es gibt keinen ewig lebenden Kern im Zentrum unseres Seins. Das Christentum, auch der Islam lehren den Glauben an eine Seele, die rein oder beschmutzt sein kann, die immer dieselbe Konstante in uns bleibt, ob als Kind oder Erwachsener und, gebe Gott, errettet werden kann. Schön, diese Vorstellung. Doch im Alltag ergibt das Leben mit einer Seele Dauerkonflikte mit Stimmungsschwankungen durch Verbesserungsversuche, Scheitern, neuen Bemühungen, guten und schlechten Gefühlen. Ein Auf und Ab. Buddhisten suchen einen anderen Weg der zur Ruhe in sich führen soll, zur "Leere.
Die "Leere", sagt ein tibetanischer Philosoph," ist der Pfad, auf dem der Mensch geht, der seine Mitte gefunden hat". Mit Leere ist nicht das Fehlen von Inhalt gemeint sondern der mittlere Weg, der zur Ruhe führt. Vielleicht wie das Auge im Zentrum eines Hurrikans. Rundherum tost der Sturm aber in der Mitte herrscht Ruhe. Der Weg dahin ist die Dharma-Praxis des bewussten Lebens, das ist ein anderes Kapitel. Buddhismus will nicht die Theorien des Ichs widerlegen, "sondern es geht um das Verstehen, das Lockern dieser Zwangsjacke der Ichbezogenheit, die Körper, Gefühle und Emotionen zu einem dichten Kern der Angst zusammenpresst." (ebd.) Wenn uns bewusster wird, dass das Ich eher wie ein sich entwickelnder Charakter im Verlauf eines Romanes ist, nicht Ding an sich, dann besteht die Chance, dass wir uns nicht so furchtbar ernst nehmen, "Gefallen an der spielerischen Ironie einer Geschichte (finden), die genau so noch nie erzählt wurde." (ebd.)

VJ 101 hieß das Flugzeug. Von dem Versuchsjäger gab es 2 Prototypen. Die X1
ist in Manching vom Himmel gefallen, die X2 hängt heute im Deutschen Museum in München. Es waren Senkrechtstarter, die die Nachfolge des Starfighters antreten sollten. Zwei Hubtriebwerke im Rumpf
stabilisierten den Schwebeflug, die drehbaren Gondeln außen an den Flügeln waren für Hub und Schub zuständig. Hier lag das technische Problem. Durch das dünne Rohr, das die Triebwerksgondel mit dem
Flügel verband, wurde die gesamte Versorgung plus Elektrik geleitet und es musste die Kräfte des Fluges aushalten. Der Verschleiß an den Rohrwänden war zu hoch. Auch aus politischen Gründen ging
der Typ nie in Serie. Für Strauss und Co war es ein Prestigeprojekt in einer Zeit, in der die Militärmacht meinte, auf Flugplätze verzichten zu können, denn Flugplätze sind leicht zu orten und zu
bombardieren. Die Jäger sollten senkrecht wie ein Hubschrauber von befestigten Flächen, möglichst aus Waldschneisen aufsteigen und landen. Militärs in Europa und Amerika setzten auf
Senkrechtstarter. Übersehen hatte man dabei die Schlange notwendiger Versorgungsfahrzeuge, die ein prima Ziel abgaben. Jedenfalls überlebten nur wenige Versuchstypen, so die englische Hawker
Siddeley Harrier, die bis heute besonders auf Flugzeugträgern und bei Luftfahrtschaus eingesetzt wird.











