Tuesday, 6. september 2011
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10:53
Wir fahren weiter in den Arusha Nationalpark. Es geht durch üble Schlaglöcher ziemlich steil bergauf. Wir sind genau zwischen Kilimanjaro
und Mount Meru, dem zweithöchsten Berg Tanzanias. Eine faszinierende Bergwelt mit Hochebenen tut sich vor uns auf. Auf dem Weg sehen wir sehr viele Büffel und zutrauliche Giraffen mit Jungen.
Soooo süß!
Wir wohnen in der Momella Lodge am Fuße des Kilimanjaro. Dieser Ort ist vielen Filmfreunden bekannt, denn hier wurde der Film „Hatari“ mit
John Wayne und Hardy Krüger in den 60er Jahren gedreht. Ich habe ihn geliebt und x mal gesehen. Dass ich hier mal hinkomme, hätte ich nie gedacht! Hardy Krüger hat nach den Dreharbeiten die Ranch gekauft und
17 Jahre lang hier gewohnt. Damals reiste der ganze europäische Jet-Set dorthin. Heute ist alles etwas runtergekommen, schade!
Wir sind die einzigen Gäste. Etwas surreal das Ganze! Aber das Ambiente ist noch immer phantastisch, auch die Lage und die Stimmung im
Hochland, ganz anders als in der Savanne.
Wir fahren durch dichten Bergwald und entdecken – ganz nah am Auto – ein Rudel wunderschöner schwarz-weißer Guerezas oder Seidenaffen. Sie haben wirklich ein ganz feines, langhaariges, seidiges Fell und einen buschigen schwarz-weißen Schwanz. Direkt daneben Meerkatzen mit
dunklem Gesicht. Den Affen könnten wir stundenlang zuschauen! Schon im Zoo ist das ja immer ein Highlight, aber hier in freier Natur – einfach unbeschreiblich!
Am Hippo-Pool direkt neben der Lodge schwimmt ein einsames Flusspferd, jede Menge Watvögel und Reiher wecken unsere Aufmerksamkeit. Wir
gehen mit einem Rancher mit Gewehr (allein darf man nicht) ein Stück zu Fuß zu einem Wasserfall. Wir laufen über einen weichen Grasteppich. Ganz in der Nähe steht eine Giraffe mit Kind. Es ist
besonders spannend, zu Fuß zu gehen!
Auf dem
Rückweg zur Lodge zeigt Shamte nach oben. Erst sehe ich nichts, nur Wolken – aber dann: Da ist er, der schneebedeckte Gipfel des Kilimanjaro, des höchsten Berges Afrikas (Er besteht aus 3
erloschenen Vulkanen, der Höchste, der Kibo, ist 5895 m hoch). Jeder kennt diesen Berg. Aber er ist nicht oft zu sehen. Wir haben das Glück und kommen – wie so oft auf unserer Reise – aus dem
Staunen nicht heraus über die Schönheit, die uns hier umgibt.
Am nächsten Tag geht die Reise weiter. Wir wollen uns im Park noch einige schöne Plätze anschauen und fahren zuerst zu den Momella-Seen. Es
sind 7 Salzseen mit unterschiedlichem Mineralgehalt. Hier
finden wir Schwärme von Flamingos im seichten Wasser stehend. Was für ein Anblick! Dieses weiß – ins zart-rosa übergehend: Elegant.
Dann fliegen sie auf (na ja, ich gebs zu: Ein ganz klitzekleines Steinchen. Okay. Machen wir sonst nicht, wenn wir Flamingos
treffen).
Diese Landschaft mit den Seen mutet skandinavisch an, vielleicht auch schottisch. Jedenfalls hätte ich sie nie in Afrika vermutet. Einsam
und karg und schön. Ibisse stehen am Ufer.
Dann fahren wir hoch zu einem Kraterrand und blicken tief hinein in einen ehemaligen Vulkan. Der ganze Mount Meru ist vulkanisch, ein Teil
wurde bei einem Vulkanausbruch abgesprengt. Dieser hier ist implodiert. Was für ein Ausblick! Ganz tief unten sehen wir Büffelherden und Impalas . Nur mit dem Fernglas kann man Näheres
entdecken.
Zum
Abschluss unserer Safari übernachten wir noch mal im Rivertrees, da, wo unsere Reise auch begann. Wir genießen noch einmal die schöne Anlage und erholen uns von dem vielen Geschaukel des Jeeps im
Pool und bei einem stimmungsvollen Abendessen.
Am nächsten Morgen bringen wir R&M zum Flughafen nach Arusha, R muss zurück ins Büro. Wir fahren mit Shamte im Auto. In 8 Stunden sind
wir wieder in Dar es Salaam.
R&M haben uns mit dieser Reise ein wunderbares Geschenk gemacht. Wir sind tief beeindruckt und begeistert – und wir bekommen Lust auf
mehr, denn wir haben noch längst nicht alles gesehen!
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