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Andere-Welten oder: Von Einem der auszog aus seinem Dorf und neue Welten kennen lernte

Als Senior Experten in Santa Cruz Bolivien

1. Mai 2015 , Geschrieben von REinloft

Dienstag, den 28.4.2015
M kam spät, nach 9:00, komm wir gehen um die 4 Ecken, Luft schnappen. Gute Idee, den ganzen Tag keine Luft gesehen, nur durchs Fenster. Um die 4 Ecken kann man nicht gehen, zu dunkel, die Straße runter beleuchtet und befahren, wir entdecken Lokale der einfachsten Art, Bars in Bretterverschlägen, auf dem Fernseher halbnackte Frauen als Standbilder. Kommen zurück um 10:00, das Tor ist abgeschlossen. Und niemand zu sehen. Rufen, klingeln, die Klingel gibt ihren Geist auf. Zufällig kommt einer der älteren Jungens zurück, der hatte für einen Nebeneingang den Schlüssel. So ist das hier. Es gibt Regeln, die sagt uns keiner. Es gibt Schlüssel, die gibt uns keiner. Saftladen!
Dabei hat der BvB gegen die Bayern gewonnen. Mann oh Mann, und nix gesehen

"Eine Nachricht im Blog:
Sie haben am 4.4.2015 das Buch von Diethard Wendt über Bolivien recht wertschätzend besprochen. Hätte er sich bestimmt gefreut. Er ist am 24.9.2014 gestorben. In den anderen Welten liegt er vielleicht in einer Hängematte und spielt Gitarre. Viele Grüße Ingrid Hauck"

Mittwoch, den 29.4.2015
Es ist 9:00 Abends. Zurück vom letzten Termin, M hat noch Unterricht. Jetzt rauche ich noch eine auf dem Balkon in lauer Luft, höre Django Reinhardt, denke ein bisschen und warte auf M. Dann werden wir schlafen gehen. Ja klar, noch ein wenig lesen.

Gestern Abend wg. Ausschluss (wenn es Einschluss gibt, muss es auch Ausschluss geben) Dampf abgelassen, heute alles besser. Wir haben Schlüssel, sind eingewiesen in die Öffnungszeiten, ich hab die Dokumente, die ich brauche, die Änderungen der Web-Seite sind auf dem Weg und wie das mit der Fanseite von Cecap auf Facebook gehen soll (nicht, wie sie gedacht) ist klarer. Und der Kalender ist auch auf allen PCs. Jetzt müssen sie ihn nur anwenden. Siehste, geht doch.

Donnerstag
Auf der Trauerfeier. Sie ist gestern überfahren worden und weil verwandt mit einer Mitarbeiterin fährt der Hogar-Bus mit dem Staff. Nur engste Angehörige ziehen sich dunkel an, alle Anderen wie gehabt. Im Bus Betriebsausflugsstimmung. Beim Bestatter war der Sarg schon weg, zurück auf die andere Seite der Stadt zur Wohnung. Bullenhitze. Schwül. Morgens Regengüsse. Sitzen im Hof und warten der Dinge. Der Sarg umgeben von weißen Blumen, ein Bund roter Rosen. Kekse, Schokolade und Cola wird rumgereicht. Wir warten. Ich schreibe. Geht gut mit dem iPhone. Ist heute Abend automatisch auf dem Laptop. Der Padre zieht ein weißes Gewand an, es scheint los zu gehen. Es ist unser Priester. Er wollte nicht mehr warten, auch wenn die Familie nicht vollzählig war. Das Personal musste nach Hause. Rush Hour zurück, der Bus steht, die Luft auch.

20:00 Uhr monatliche Reunion der Lehrer. Wir werden vorgestellt, stellen uns selbst vor. Langsam bricht das Eis, alle sind freundlich. Wär doch gelacht!

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Artemisia 05/02/2015 15:23

wie lange dauert Euer Einsatz?

REinloft 05/05/2015 00:01

Insgesamt 6 Wochen, 2 haben wir schon hinter uns. Dann bleiben wir noch eine Woche im Land und 1 Woche in Peru