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Monday, 9. january 2012 1 09 /01 /Jan. /2012 11:46

Der Muezzin um ½ 5:00 ist gnädig
und ruft nur kurz zum Gebet. Ein Hund heult zum Steine erweichen. Es ist kühl geworden, der heftige Regen hat die Hitze vorerst erstickt. Möchte wissen, wie viel Grad es sind. Hätte gerne ein Thermometer wie Humboldt eines hatte um die Minimal- und Maximaltemperatur zu bestimmen.

Humboldt hatte seine Präzisionsinstrumente. 5 Jahre hat er unter den unmöglichsten Bedingungen alles vermessen was zu messen war und aufgeschrieben. Viele seiner Daten konnten erst später interpretiert werden. Es gab zu seiner Zeit noch keine Matrix um seine Daten insgesamt einordnen zu können. Er war einfach scharf auf Messergebnisse. Ich bewundere ihn.

Gibt es für Afrika einen Forscher mit der Bedeutung, wie Humboldt sie für Lateinamerika hatte? Ich kenne keinen. Humanisten wie Livingstone waren gute Menschen die versuchten, Afrikaner zu verstehen. Nach ihm kamen Ausbeuter. Stanley, der Stanley-Livingston& Jan, Jonas & FredericLivingstone in Ujiji fand, repräsentierte diese Nachfolgegeneration. Sie waren an Geld und Ruhm orientiert. Stanley hatte seine Geschichte, wie er Livingston fand, verkauft bevor er loszog. Später stellte er seine Kenntnisse der Afrikadurchquerung in den Dienst des belgischen Königs als Sklavenausbeuter im heutigen Kongo und ließ Hände abhacken, wenn nicht genug produziert wurde. Die Kolonialgenossen, die damaligen Herrscher in Europa, sahen sich gezwungen, ihm die Kongokolonie wieder abzunehmen (das Parlament erhielt die Rechte). Er beschädigte ihren eh nicht guten Ruf zu sehr. Den angehäuften irren Reichtum hat dem belgischen Königshaus niemand wieder abgenommen. Bis heute leidet der Kongo unter den Nachwehen aus dieser Zeit.

Ujiji-Reinhold---8.jpg

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Kommentare

Ja, schlimm diese Ausbeutung! Noch schlimmer das abhacken der Hände! Was waren das nur für Menschen? Ich finde es ganz entsetzlich wenn man einen Menschen oder auch ein Tier verstümmelt.

Liebe Grüße, Katharina

Kommentarnr1 gepostet von Katharina vom Tanneneck am 10.01.2012 um 01h43

Schlimme Zeiten, in der Tat. Die Zeiten der Kolonialexzesse sind Gott sei Dank vorbei. Doch die heutigen Kriege um Rohstoffe und Macht sind noch immer zu verzeichnen, töten und verstümmeln tausende. Es scheint nicht auf zu hören in Afrika.

Liebe Grüße RE

Antwort von R.Einloft am 10.01.2012 um 11h09
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