Artikel teilen! (105) Mosambik 2008 Seniorexperten: Ich krieg eine Krise: Wo ist das Management?Der Fisch stinkt vom Kopf heißt es. Unser Mann stinkt nicht, abe ...
Andere Welten oder: vom Leben in Chile, Ecuador, Brasilien, Kolumbien, Tansania, Mosambik und immer wieder Deutschland
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Wo ist das Management?
Der Fisch stinkt vom Kopf heißt es. Unser Mann stinkt nicht, aber diese volkstümliche Erkenntnis zeichnet drastisch die Verwaltungsorganisation. Er will
(oder muss er?) alles selber machen und Management by Zuruf regelt den Ablauf. Missionarinnen bestätigen unseren Eindruck der mangelnden Transparenz. Trotzdem Vorsicht: wir wissen noch nicht
genug von seinen Erfahrungen. Wer was macht haben wir noch nicht heraus gekriegt. Nur dass der Bischof sehr viel arbeitet und dauernd rotiert. Wenn es so ist wie wir vermuten wird es schwer, ihn
zu überzeugen, Verantwortung zu delegieren und einen funktionierenden Staff aufzubauen.
Mein
Hudeln um das Kfz aus dem Zoll zu kriegen hat doch noch eine positive Wendung gekriegt. Der Importeur bietet an, bei den Problemen mit der Entzollung zu helfen.
Ich krieg die Krise
Dachte doch, ich hätte in Südamerika und Tansania warten und Geduld gelernt. Hier in Pemba ist alles noch mal langsamer. Das Internet dauert unsäglich
lange, ist immer wieder weg, eine Mail abzusetzen ist die reinste Geduldsprobe. Telefonische Verbindungen brüllen das Ohr voll, Fax steht im Büro vom Bischof aber der ist nicht da. Auch die
Projektleiterin fehlt öfters, wir kommen nicht weiter. Wir suchen Papiere und Unterlagen, aber die Ordner sind leer. M hat sich den Schreibtisch angesehen. Da liegt ein Kassenbuch. Nix drin. Ein
Ordner für Korrespondenz, zwei Einträge von Juni 2007. M ist die Ruhe selbst. Ich schwitze.
Vielleicht muss ich ab und an mal in den Rückwärtsgang schalten
um mitzukommen.