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Andere-Welten oder: Von Einem der auszog aus seinem Dorf und neue Welten kennen lernte

(111) Mosambik 2008 Seniorexperten: Hinterländer überall

30. Januar 2012 , Geschrieben von R.Einloft Veröffentlicht in #Von einem der auszog: Afrika

Hinterland
Es verschlägt und uns alleweil in Hinterländer. Hinterland nennt man die Gegend meiner Heimat (die Zeitung heißt sogar: Hinterländer Anzeiger) und hier nennen sie abgelegene Gegenden sage und schreibe auf Deutsch auch Hinterland. Hab ich in der Zeitung gelesen. Wo sie das herhaben?

Ein Padre ist krank
Die ganzen Tage schon lief die Nachricht um, ein Padre im Inneren des Landes sei schwer an Malaria erkrankt. Es gibt in der ganzen Provinz nur ein Krankenhaus, das hier um die Ecke vom Bischofssitz. Es ist völlig unterbemittelt mit Medikamenten, Ausrüstung und Personal, aber immerhin mit Fachbetreuung. Da draußen gibt’s gerade mal Gesundheitsstationen. Heute Morgen dann Aufregung, der Bischof fuhr los und wir glaubten schon zur letzten Ölung. Heute Abend war der Kranke hier, er hatte ihn geholt. Nun liegt er im Zimmer zwischen M und mir. Hoffentlich stirbt er nicht.
(Einen Tag später) Nee, scheint nicht so. Er tattert zwar geisterhaft durch die Gegend, immer im Schlafanzug mit kurzen Höschen, aber am Essen nimmt er teil und telefoniert wie ein Weltmeister dabei. Wer so viel am Handy hängt stirbt noch nicht.

Pemba - 47 M arbeitetPortu-Spanisch
Noch immer passiert uns das Vermenge aus beiden Sprachen. M schreibt ihren Evaluierungsbericht. Beide meinen wir, "Padres de familia" würde auch im Portugiesischen "Familienväter" heißen. Bis der Bischof dumm guckt weil wir empfohlen haben, er solle die „Priester der Familie“ treffen.

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