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Andere-Welten oder: Von Einem der auszog aus seinem Dorf und neue Welten kennen lernte

(111) Mosambik 2008 Seniorexperten: Kleine Erfolge

31. Januar 2012 , Geschrieben von R.Einloft Veröffentlicht in #Von einem der auszog: Afrika

Die Karawane zieht weiter
Heute ein Stück vorangekommen mit der Arbeit. Es ist wie mit dem Schleppnetz fischen. Lange Zeit sind die Haken über den Boden geschrappt und jetzt haben einige ein wenig Widerstand gefunden. Wir haben für die 3 Bereiche Schule, Apotheke und Schreinerei unsere Evaluierungen und Empfehlungen vorgestellt, schön aufbereitet in Tabellen und Berichten. M dazu die Vorschläge, wie das Strandgrundstück genutzt werden kann. Die einfachen Konstruktionen vom Südstrand und der Insel Bongoyo in Tansania haben uns animiert. Wir dürfen den Antrag auf einen Senior-Experten-Schreiner wegschicken. Aber vorsichtig, ganz vorsichtig. 3 Stunden Palaver. Ihm brumme der Kopf von unseren Vorschlägen, hat er gesagt. Und gefragt, wie es weitergeht, ob wir die Sachen nicht nur entwickeln sondern auch bei der Umsetzung in die Hand nehmen. Grundsätzlich ja, wir sind ja schon dabei. Aber von ihrer Seite muss auch was passieren. Und ein wenig Abstand brauche ich erst mal.

Malaria

Das hasse ich, wenn die Anopheles-Mücke mir vor der Nase rumtanzt! Mistviecher. Heute hat mich eine erwischt. Seltsam: an Malaria sterben weltweit jährlich über 1 Mio. Menschen und kaum einer redet darüber. Aids dagegen steht in jedem Bericht an erster Stelle. Natürlich ist Aids ein Riesenproblem besonders, weil Menschen die arbeiten können häufiger sterben. An Malaria sterben meistens Kinder. Jede 3 Sekunden eins. Aber auch Erwachsene. Gerade liegt wieder ein Bekannter des Bischofs im Krankenhaus im Koma. Malaria.
Unser Priester mit der Malaria ist der Vertreter des Bischofs und schon etwas länger im Dienst. Das merkt man ihm an. Seine Rede erinnert mich an eine Messe. Eintönig, fast ohne Heben und Senken der Stimme, ähnlich dem Gemurmel wenn sie zelebrieren. Die Anderen verstehen ihn.

Hitze

5 mal geduscht heute. Es wirkt nur kurz. Die Hitze macht mich schlapp. Zur Apotheke laufen wir. Das ist jedes Mal eine Stunde hin und zurück. Heute bin ich kaum noch den Berg hoch gekommen.
Pemba GewitterAbends hat es gegossen und die Luft ist klarer und angenehm kühl. Denke, so 27 Grad. Seit Tagen laufen wir hinter einem Drucker her. Meine Güte, ist das manchmal nervig.

Aber morgen fahren wir an den Strand. Da ist zwar auch kein Drucker aber auch kein Druck.


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Katharina vom Tanneneck 02/01/2012 01:04


Die Hitze kann einen schon fertig machen. Mir fehlt allerdings gerade etwas Wärme, da es bei uns eiskalt geworden ist. Bis man sich daran gewöhnt hat wird es wieder wärmer. So kämpfen wir alle
gegen das Wetter an. 


Strand, das hört sich aber richtig gut an! Da ist dann auch erst einmal der Drucker egal.


Liebe Grüße, Katharina

R.Einloft 02/01/2012 10:37



Tja, immer das, was man nicht hat, scheint reizvoller. Wärme, ach ja, danach sehne ich mich auch oft. Jetzt allerdings genieße ich das kalte, von der Sonne beschienene Tal (besonders aus dem
warmen Zimmer). Recht hast du, wir haben es uns wann immer möglich auch schön gemacht. Waren herrlich, die Wochenenden am Strand.


Mit Grüßen aus dem -10 Grad winterlichen H


RE