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Tuesday, 7. february 2012 2 07 /02 /Feb. /2012 10:26

Wie der Bischof seine Kirchengemeinde auf der Insel Ibo besuchte.
Die anderen hatten ihm gesagt, sein Vorgänger sei immer geflogen, aber Dom Ernesto gedachte, die 250 Dollar zu sparen und fuhr mit dem Boot (ca. 2 Std.) Er überlegte noch, ob er gleich seine Soutane anziehen sollte, denn er wollte bei seinem ersten Besuch würdevoll auftreten. Aber schließlich packte er sie ein und fuhr in der schwarzen Hose. Auf der Insel gibt es keinen Anlegesteg für Boote. Sie ankern weiter draußen, da wo sie können, ohne den Motor zu beschädigen. Dann zieht man Schuhe und Strümpfe aus, krempelt die Hosenbeine hoch und watet, das Gepäck auf der Schulter durchs Wasser. Manchmal reichen die Wellen auch bis zur Taille. Die Schäfchen seiner Gemeinde standen alle zum Empfang des heiligen Mannes am Strand. Er winkte seinem Priester zu, sie mit in die Kirche zu nehmen und dort auf ihn zu warten, aber die wollten nicht. Sie sangen und klatschten, als das Kirchenoberhaupt angstvoll durch die Wellen schwankte, denn er kann nicht schwimmen. So kam er an mit hochgekrempelten nassen Hosen, zog Strümpfe und Schuhe über die nassen sandigen Füße und warf sich am Strand seine Soutane über. Die Hose trocknete am Körper, ziemlich schnell, hatte aber weiße Salzränder. Es machte nicht viel aus, da es auch noch zu regnen anfing. Zur selben Zeit fand ein anderes wichtigeres Fest auf der Insel statt, an dem er teilnehmen wollte. Als er im strömenden Regen am Festplatz ankam, war niemand da. Erst lange Zeit später erschienen etwa 20 Gläubige in der Kirche. Seitdem war er nicht mehr auf der Insel.

(Bild: Bischof Maguenge mit seinen Schäfchen in der Kathedrale)
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