Artikel teilen! (112) Als Seniorexperten in Mosambik 2008: M erzählt: Als wir neulich in der Apotheke waren und ich mir gerade eine Anti- Mückencreme kaufte, s ...
Andere Welten oder: vom Leben in Chile, Ecuador, Brasilien, Kolumbien, Tansania, Mosambik und immer wieder Deutschland
Hier gehts zurück zum Anfang: -------------->Erste
Seite
Als wir neulich in der Apotheke waren und ich mir gerade eine Anti- Mückencreme kaufte, stand neben mir ein Mann an der Theke und der Apotheker zählte ihm zwei Tabletten in ein Tütchen, schrieb die Rechnung und schickte ihn zum Bezahlen an die Kasse. Als er zurück kam, wollte ihm der Apotheker erklären, wie man die Tabletten einnimmt (viele Leute können nicht lesen und die Beipackzettel sind alle auf Englisch). Er fragte: “Wie alt ist denn das Kind?“ Der Mann antwortete: „Kein Kind, die sind für mich.“ Da sagte der Apotheker: „Das reicht aber nicht, Erwachsene müssen drei Tabletten einnehmen damit es wirkt!“ Der Mann war ganz unglücklich und verlegen, er suchte in all seinen Taschen nach Geld, zählte, zählte wieder und ging dann endlich noch mal zur Kasse um noch eine Tablette zu zahlen. Dann bekam er die letzte Tablette und ging.
Und als wir heute vom Strand zurück kamen, war das Haus des Bischofs abgeschlossen, und der Wächter, der immer da ist, hatte keinen
Schlüssel. Also mussten wir mal wieder warten bis der Koch kam, der den Schlüssel besitzt.
So guckten wir uns im Garten um, wo viel Mais und Bohnen und ein paar Kürbisse und Erdnüsse gezogen werden. Der Rest ist
Brachland. Es gibt auch Schweineställe und Hühnerställe mit Auslauf – aber alles gammelt vor sich hin. Es könnte soviel gemacht werden......Ich fragte später den Koch, warum sie keine Tomaten im
Garten hätten. „Weil keine gepflanzt worden sind“. „Aber die wachsen doch hier so gut und so schnell?“ Er meinte, dafür reiche die Regenzeit nicht aus und am Schluss müsste man sie dann gießen.
Ich erzählte ihm, dass wir selbstverständlich unsere Tomaten gießen. Da schüttelte er den Kopf: „Gießen, was für ein Aufwand!“
Ich ging noch für eine halbe Stunde auf den Dachgarten und als ich wieder runter wollte, war die Tür zugeschlossen. Keiner hörte mich und so blieb nichts übrig als wieder zu warten. So kriegt man
seine Zeit auch rum!