Saturday, 2. february 2008
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M: 2.2.07:
Gestern Abend beim Abendessen waren wir wieder allein mit dem Bischof. Es ist unglaublich, was für fortschrittliche Ansichten er hat, wie wir über Themen sprechen, über die wir nur mit ganz wenigen
ausgewählten Personen reden können. Über Politik, Erziehung, Philosophie. Er verehrt dieselben Menschen wie wir: Nelson Mandela, Julius Nyerere, Michael Gorbatschow (Willy Brandt kannte er nicht,
hätte ihn aber sicher auch verehrt wie wir. Nur bei den Päpsten waren wir ande-rer Meinung). Und er erzählte uns, wie unangenehm ihm das ist, wenn Leute vor ihm niederknien. Dass er anfangs immer
versucht hat, sie daran zu hindern, dass das aber auch nicht gut war, weil die das so wollten.
Ja, und dann hat mir R. etwas eingebrockt: als er sagte, er würde gerne Deutsch lernen, bot ihm R. an, ich könnte ihm Unterricht geben. Ich wehrte ab, dass ich hier kein Material hätte und es nicht
einfach ohne alles machen könnte, aber der Bischof meinte, er hätte ein deutsches Buch, das wir für den Unterricht gut nehmen könnten: die Bibel!
Jetzt hab ich den Salat!
R: Ein Medikament gegen Zahnfleischentzündung war nicht zu kriegen – aber die Geschwister in Deutschland hatten schnell auf die Anfrage reagiert: Zahnärztin gefragt, nein, es kann eigentlich kein
neuer, eben erst entfernter Eiterherd im Kiefer sein, kühlen sei angebracht, aber wie? Eis gibt es nicht, es würde auch sofort schmelzen. Salz- und Kamillespülung seien Alternativen, Kamille gibt
es auch nicht, aber Salz. M hatte ihre medizinische Zahnpasta mit, die war auch gut. Jetzt geht es weg. M war sehr besorgt wegen der Entzündung oberhalb der Oberlippe.
R: Wir erlaufen uns die Stadt. Afrika pur im Viertel am Strand mit Rundhütten und Menschen, die auf Matten sitzen. Armut. Wir werden angesprochen zu hel-fen und können nicht. Wie denn. Wir sind die
einzigen Gringos und auffallend wie bunte Hunde.
Gestern den ersten Teil des Tagbuches versandt. Wir sind gespannt auf die Re-aktionen von zu Hause. Es kommt nichts, das Internet ist ausgefallen.
4.2.M Die Trompete von Jericho
Gestern wurde die Weihe vierer Missionarinnen gefeiert. Die Kirche war prop-penvoll, ca 400 bis 450 Menschen. Der Bischof zog mit seiner Entourage, 12 Priester vorneweg, seine Cheerleaders
hinterher (junge Mädchen und Frauen in Capulanas, T-Shirts und Blume im Haar), tanzend und singend, und den vier No-vizinnen, unsichtbar unter Capulanas verborgen in die Kirche ein. Capulanas
werden hier die Kangas genannt. Wer die Kirche betrat und nicht anständig ge-nug gekleidet war, bekam ebenfalls ein Tuch überreicht, um sich zu verhüllen. Das Programm war lang und der Höhepunkt
war das Gelübde der vier Mädels und ihre Weihe. Dann wurden ihnen die Capulanas abgenommen, sie standen da in ihrer Schwesterntracht und waren fertig. Das wurde untermauert von lautem Jubel und dem
typischen Freudentriller der Frauen. Die Stimmung kippt bei so einer Messe innerhalb von Sekunden: eben noch feierlich und mucksmäuschen-still, im nächsten Augenblick Trommeln, Tamburine, ein
Antilopenhorn, das sich anhört wie die Trompeten zu Jericho, das Harmonium und Gesang, Klatschen und Tanzen der 400 Besucher. So werden auch die viereinhalb Stunden nicht langweilig. Aber heiß. Der
Bischof sitzt vorne in seiner üppigen Verkleidung und wischt sich bei jeder freien Minute mit einem großen Taschentuch das Gesicht.
Das verteilte Textheft zum Mitsingen hatte 30 Seiten. Viereinhalb Stunden dau-ert der Zinnober. R sitzt auf der Treppe und übt sich im Warten.
R: Hatte keine Lust mehr auf Kirche. Da wurde noch gefeiert und gegessen. Wollte lieber das kleine Lokal die Strasse runter mal ausprobieren. Aber es war zu. Das nächste auch. Alles zu. Alles. Nur
eine Bäckerei offen. Da hab ich mir ein Brötchen gekauft und Salzkekse. Ess eh zuviel.
Heute war Gedenktag für die Helden des Kolonialkrieges aber da heute eh schon Sonntag und Feiertag ist, wurde der Heldenfeiertag auf morgen verlegt
R: Königinnen
Gewitter, schwül. Morgens um 8.00 schon brütend heiß. Ich laufe am Gouver-neurpalast vorbei bis zum Friedhof, dann das Strasse runter bis zum Sandweg und den zurück, ein Stück an Feldern mit
arbeitenden Frauen vorbei und beim Geheimdienst komm ich wieder hier an der Ecke raus. Überall Menschen die ar-beiten, sitzen, Gruppen von Frauen – einige Männer dabei - holen Wasser. Sie schreiten
wie Königinnen mit ihrem vollen Kanister auf dem Kopf. Wasserknapp-heit zwingt sie weit zu laufen.
M: Unsere Duschen tröpfeln vor sich hin. Natürlich gibt es kein warmes Wasser. Es gibt kleine Durchlauferhitzer am Duschkopf, aber die sind nicht angeschlos-sen. So ein dünnes kaltes Rinnsal zum
Haare Waschen ist unangenehm und dauert..
R: Alle Vorplätze, zumeist die Straßen, auch wenn sie aus Sand sind, werden peinlich sauber gefegt. Das scheint eine afrikanische tägliche Arbeit zu sein. Wir haben es auch in Tansania auf den
Dörfern gesehen.
R: Runter vom Bürgersteig
Am 2. Tag sind wir den Bürgersteig entlang am Gouverneurspalast vorbei gelau-fen. Nicht lange, die Bewachung mit ihren Schnellfeuergewehren hat uns umge-hend auf die Straße verwiesen. Niemand darf
den Bürgersteig um den Palast herum benutzen. Er könnte ja ein Volksfeind sein. „Einheit, Arbeit und Wach-samkeit“ steht noch immer auf der Frelimo – Mauer mit den Präsidentenköpfen. Während
des Krieges gegen die Portugiesen und die Rebellen der Renamo war das sicher gerechtfertigt. Jetzt meint es wohl eher Wachsamkeit gegenüber dem Machtverlust. Die Partei hat für einige hohe
Amtsträger Reichtum und Wohlleben gebracht. Ach was für ein Schrott.
M: zuerst hat die Frelimo den „Sozialismus“ eingeführt, die Reichtümer verstaat-licht. Als die Weltbank Bedingungen stellte, haben sie wieder privatisiert. Jetzt sind einige von ihnen sehr
reich.
Frelimo war für mich ein Synonym für Freiheit in Afrika. Jetzt leidet das Land an Korruption und Vetternwirtschaft. Die Padres berichten, dass jeder, der ein Zip-felchen Macht hat, die Anderen
darunter leiden und sie warten lässt. Und Geld damit macht.
R: Guten Morgen Papa
Ich grüße wie in Hommertshausen nach links und rechts. Die Menschen sind nett und es könnte sein, dass einer mich kennt oder weiß wo ich hingehöre. Die Frauen auf dem Feld rufen auf Kisuaheli
Karibu Mbwana, Willkommen Herr, eine Frau wünscht mir einen Guten Tag mit Buen Dia Papa. Jaja. Vergesse immer, dass ich schon 64 werde.
R: Tropenregen mach mich groß, ich bin ein kleiner Hutzelkloß
Es regnet was es regnen kann. Mit Eimern schüttet es vom Himmel. Wer jetzt eine Zisterne hat, kriegt Wasser die Fülle. Der ausgetrocknete Boden kann das viele Wasser kaum aufnehmen. Die halbe Nacht
durch strömt der Regen gleich-mäßig vom Himmel und tränkt die trockene Erde. Das Land freut sich. Dann a-ber ist es wieder heiß. Ich höre, die richtige Regenzeit fängt erst im März an.
M: Zu unserem Tagesablauf wollte ich noch etwas berichten: wir joggen mor-gens kurz nach sieben (ab acht Uhr ist es zu heiß) und frühstücken Pulverkaffee mit Milchpulver und Weißbrot mit Marmelade.
Wir haben eingeführt, dass es immer etwas Obst gibt, meist Papaya oder Mango.
Ab 9 Uhr haben wir Interviewtermine mit den Leuten, die hier arbeiten oder au-ßerhalb in den Projekten oder wir arbeiten in dem Projektbüro für „Nachhaltige ländliche Entwicklung“, wo zwei
Fachleute ihre Zeit absitzen, denn das Projekt kann nicht losgehen, ehe das Geld von „Misereor“ ankommt. Dort habe ich ges-tern neue Ordner angelegt und sämtlichen Papierwust, der sich schon
ange-sammelt hatte und teilweise in Briefumschlägen aufgehoben wurde, einsortiert.
Mittags um halb eins gibt’s Essen, danach, je nach Arbeitsanfall arbeiten wir noch eine Stunde oder wir gehen gleich in unsere Zimmer und halten Siesta. Es ist so heiß, dass man kaum was anderes
machen kann. Die Geschäfte sind um diese Zeit alle geschlossen. Und gegen 16:30 Uhr berichten wir dem Bischof, beraten uns, schreiben Briefe und Anträge oder gehen mal in die Stadt, um was zu
besorgen (Moskitospray!). Ansonsten werden wir ja versorgt und brauchen nichts.
Abends um 19 Uhr gibt es Abendessen und dann ist meistens Schluss. Wir beide gehen in eins unserer Zimmer und spielen und hören Hörbücher. So gegen 22 Uhr schlafe ich (meist schon beim Hörbuch).
Heute muss ich unbedingt noch in die Stadt in die Bücherei und mir was zu lesen besorgen, denn es ist alles ausge-lesen. (R. hat noch ein Krimi, aber da ist er selber dran)
R: Lesen ist Götterspeise
Das 2. Hörbuch ist: Ian McEwan, Saturday. Wenn wir so weitermachen, reicht der Vorrat nicht! Gestern Abend auf dem Dach gehört. Es ist etwas kühler da. In der Ferne blitzten die Gewitter. Lesen
wird zum Sondergenuss bei den paar Bü-chern, die wir mithaben. Lesen ist Götterspeise! Abends um 8:00, nach dem A-bendessen, ist der Tag vorbei, alle ziehen sich zurück, das Haus wird verschlos-sen
und wir haben Zeit zum Schreiben, Spielen und für die Literatur.
R: Afrika ist nicht weit
Afrikanisch-muselmanisch ist der Stadtteil unten um die Spitze der Halbinsel herum. Rundhütten mit Spitzdächern aus Palmblättern, die kleinen Höfe einge-zäumt mit Bastmatten, Dorfstraßen aus Sand,
Menschen die sitzen, reden, ge-hen, feiern, viele Kinder, die mit selbst gebastelten Spielzeugen spielen. Abends schallen die Trommeln herauf. Dahinter, den Berg hoch, fangen die festen Häu-ser an.
Oben auf dem Rücken des Höhenzuges, der sich vom Flughafen die Halb-insel entlang bis zur Spitze am Hafen zieht, wohnen die wohlhabenden Pemba-ner (oder wie sie heißen) mit dem Bischofsitz und dem
Gouverneurspalast ne-beneinander. Hinter uns fällt der Rain steil zum Meer ab.
R: Heureka!
Wir haben einen Schnapsladen gefunden. Bloß: jetzt schmeckt der Cognac nicht mehr. Liegt das am Fusel oder bin ich schon entwöhnt? So was wie Whiskey mit Kakao haben wir für den Tisch
gekauft. Amarula heißt die Frucht, aus der das Getränk gemacht wird. Die reife, schon gärende Frucht wird von Elefanten gliebt. Sie berauschen sich daran und schwanken herum. Jährlich einmal
ma-chen sie das, habe ich gelesen.
R: Über den Flur in mein Zimmer.
Hab mich wieder über den Flur, Kopfkissen unter dem Arm, zurück geschlichen in mein Zimmer. Kann nicht schlafen. Freitagnacht. Draußen Trommeln und lau-te Musik die ab- und anschwillt. M muss
morgen früh aufstehen. Um 6:00 will der Bischof mit ihr und den 3 Nonnen ins Innere fahren, eine Schule besuchen. Eine leichte Brise kommt auf, ganz angenehm. Heute war es wieder drückend heiß.
M, 10.2.: Als wir im Wagen saßen, morgens um sechs, die drei Schwestern, der Bischof und ich, beteten sie erst drei Ave Marias. Später merkte ich warum. Wir wollten zu einem Ort, wo der neue
Pfarrer und Schuldirektor geweiht und einge-setzt werden sollte. Der erste Teil der Straße, etwa 120 Kilometer, waren her-vorragend in Ordnung, wir mussten nur auf die Menschen am Straßenrand
auf-passen. Frauen mit einer Hacke und einer Wasserflasche auf dem Kopf, das un-vermeidliche Baby auf dem Rücken auf dem Weg zur Feldarbeit, Frauen mit Feu-erholz aber anders als in Tansania auch
viele Männer zu Fuß oder mit Fahrrä-dern, auch sie mit Holz, Holzkohle oder Wasser und sogar Kleinkindern auf der Schulter. Auf weiter Strecke mitten auf der Schnellstraße ein kleiner Junge mit
einer Fahrradfelge und einem Stock zum Antreiben war so selbstvergessen in sein Spiel vertieft, dass er uns auch dann nicht hörte, als wir zehn Meter hinter ihm eine Notbremsung machten. Die Unheil
verkündenden Wolken öffneten sich und ließen alles raus, was drin war. Trotz schnellstmöglicher Scheibenwischer-einstellung war kaum noch was zu erkennen, aber außer ein paar LKWs, die das
wertvolle Tropenholz aus dem Landesinneren an die Küste und zu den chinesi-schen Schiffen bringen, war kein Verkehr. Dafür saßen und knieten plötzlich Frauen und Mädchen mit Wäschebergen auf dem
Straßenrand und seiften ein, schlugen die Wäschestücke auf den Asphalt, rubbelten sie, walkten sie durch, spülten sie im Regen und wrangen sie aus. Die Dörfer wurden immer spärlicher, aber als der
Wolkenbruch nachließ, konnten wir sehen, wie bezaubernd grün und sanft hügelig die Landschaft ist. Und die Mango- und Cashewbäume, weit ausla-dend und einladend, darunter im Schatten zu sitzen.
Wir mussten noch einige Notbremsungen machen – der Bischof hat die Ange-wohnheit, mit beiden Händen zu reden und dem in die Augen zu sehen, mit dem er gerade spricht, auch wenn es eine Schwester
ist, die hinter ihm auf der Rück-bank sitzt. Als er es gerade noch vermeiden konnte, in eine Gruppe von Leuten zu rasen, lachte er erleichtert und meinte, er sei immer so unkonzentriert beim Fahren
und schlafe dabei auch leicht ein.
Nach zwei Stunden erreichten wir eine Missionsstation, wo wir schon mit Früh-stück erwartet wurden. Der Fernseher lief, die Schwester und der Priester hatten gerade den Kinderkanal eingeschaltet
und einen Comic angesehen. In der Kirche hingen von einem einheimischen Künstler gemalte Kreuzigungsszenen mit einem schwarzen Christus, Frauen in Capulanas und einem offensichtlich muslimischen
Folterknecht.
Die Nonne ließ uns ausrichten, dass sie seit einer Woche versucht habe, Mehl für das Dorf zu kaufen, es aber keins mehr gebe, da nächste Woche die Preise erhöht würden und die Händler nichts
mehr zum alten Preis abgäben. Wir könn-ten also nichts mitnehmen.
Dann begann der Weg, auf dem ich mich fragte, warum ich mir das immer wie-der antue. Ich kenne sie doch schon, die Schlammpisten, die schmalen Stege über reißenden Bächen, die abgebrochenen Ränder
und Querrinnen und das Ge-fühl „jetzt geht’s schief, das hier schaffen wir nicht!“ Und nach einer Stunde bremsen, durchstarten, durchdrehen, rutschen und hoffen ging es wirklich nicht mehr weiter.
Wir brauchten es gar nicht zu probieren, wir sahen, wie die halb-wüchsigen Jungen einen Bach, der quer über dem Weg verlief, als Schwimmbad umfunktioniert hatten. Sie machten Kopfsprünge hinein und
Erwachsene kämpf-ten sich durch das flachste Stück, wo ihnen das Wasser bis zur Taille reichte. Eine dünne kleine Frau konnte gerade noch festgehalten und gerettet werden, ehe es sie abgetrieben
hätte. Dieser Ort, zu dem wir wollten, hat natürlich kei-nen Strom, kein Telefon, keinen Handyempfang, nix. Und die Leute dort warte-ten mit einem Festessen, dekorierter Kapelle und Schule und
freudiger Erregung auf uns, und es gab nicht mal die Möglichkeit, Bescheid zu sagen. Gott-sei-Dank sah auch der Bischof ein, dass es keinen Sinn hatte. Er hielt einige Leute an, die es trotzdem
versuchen wollten, mit ihren Motorrädern auf der Schulter den Bach zu überqueren und ins Dorf zu gelangen und bat sie, dort zu melden, dass er seinen Segen schicke.
Ich war sehr erleichtert, ich hatte auch keine große Lust auf ein weiteres drecki-ges, verschlammtes mückenverseuchtes Dorf mit Hunderten von verschwitzten Leuten, die mir alle die Hand geben
wollten.
So fuhren wir in ein Dorf in der Nähe, wo 6 Nonnen eine Schule, eine Frauenko-operative, einen Kräutergarten für alternative Medizin, einen Kindergarten und ein Jugendzentrum betreuen. Die meisten
Schwestern (alle in normaler afrikani-scher Kleidung) kannte ich schon. Sie waren so freundlich, freuten sich so offen-sichtlich über den unerwarteten Besuch und ich hatte das Gefühl, in eine WG zu
kommen mit lauter lieben Freundinnen. Der Bischof wollte eigentlich nur einen starken Kaffee, aber die Maschinerie lief an und ohne viel Aufhebens hatten wir alle fünf ein tolles Mittagessen vor
uns stehen. Ihr Tiefkühlschrank war am Tage vorher kaputt gegangen und um die Sachen zu retten, hatten sie alles gekocht und verarbeitet. Es gab Hähnchen und Spinat zum Abwinken, die
Brasilianerin (aus Rio!) machte einen Salat, den ersten, den ich hier gegessen habe und da auch eine Italienerin dabei ist, gab es hinterher einen leckeren Espresso. Dann nötigten sie den Bischof
zu einem Mittagsschläfchen, und wir ließen uns die Pro-jekte zeigen.
Besonders beeindruckt hat mich der Garten mit den Heilkräutern und die Apo-theke, in der all die Kräuter zu Sirup, Tee, Cremes, Tinkturen und Tabletten ver-arbeitet werden. Und die
Selbstsicherheit und der Stolz der schwarzen Mitarbei-terin, einer Frau aus dem Dorf.
Die Schwestern haben mich eingeladen, ich solle sie auf alle Fälle noch mal be-suchen, sie gäben mir dann auch viele Zitronengras-Pflanzen für Tee und thai-ländisches Essen mit – ja, da würde ich
gerne wieder hin!
Auf dem Rückweg sahen wir uns noch zwei Projekte der Diözese an, die beide nicht funktionieren. Irgendwie läuft es immer wieder darauf hinaus, dass der Bischof sich zu wenig darum kümmern kann und
auch kein Personal hat, das sowohl vertrauenswürdig als auch kompetent als auch bereit wäre, auf ange-messene Bezahlung zu verzichten.
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