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Tuesday, 11. march 2008 2 11 /03 /März /2008 14:08
9. März 2008
Wenn uns jemand fragt, wie es war, das hier haben wir in unseren Abschlussbericht geschrieben (vor der Abreise, noch in Pemba)

Generelle Einschätzung: Wir haben viel gelernt in einer fremden Umgebung (Bischofsitz) und einer fremden Kultur („Hinterland“ Cabo Delgado). Die Freundlichkeit des Bischofs uns gegenüber ist hervorzuheben. Ob und was wir erreicht haben ist abzuwarten. Kleinigkeiten können benannt werden, aber größer Ände-rungen brauchen gerade in Afrika ihre Zeit. Da, wo wir nichts erreicht haben, ja sogar auf Ablehnung stießen, ist nicht auszuschließen, dass wir zu viel des Guten wollten.

Änderungen in Organisationsstrukturen, neue Projekte schaffen oder bestehende verbessern, braucht Zeit. In Afrika besonders. Vorläufige Ergebnisse sind hier und da als kleine Änderungen sichtbar, der Rest ist Beobachten und Warten. Un-sere aktuelle Einschätzung, dass der Bischof Verhaltens- und Organisations-strukturen verändern wird, ist pessimistisch.

Eine Diözese im „Hinterland“ Afrikas hat ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten. Wir haben sicher nicht alle begriffen. Wirkungsgrad, Erfolg oder Misserfolg unserer Arbeit werden erst im Zeitverlauf sichtbar.

Ende II Maputo, den 12. April 2004
Relativierung oder: Ende gut. Alles noch nicht.
Gestern ist der Bischof nach 10 Tagen Abwesenheit wieder zurück gekommen. Er wollte gleich das Abschlussgespräch. Und das war dann wie ein Dammbruch. Unsere Vorschläge zur Verwaltungsreform werden für gut erachtet und geprüft ob eine Realisierung möglich ist. Das Wandzeitungs-Organigramm soll dem-nächst der Vollversammlung der Padres vorgestellt und mit ihnen diskutiert wer-den. Das ist ein Erfolg. In der Tat. Unsere pessimistische Einschätzung hat der afrikanischen (langsameren) Geschwindigkeit nicht standgehalten.

Es war ein Abenteuer in einer doppelt anderen Welt: Afrika im Hinterland von Mosambik und Kirchenherrschaft. Es war dreifach anders mit unserem Unvermö-gen, Situationen und Abläufe um uns herum einschätzen zu können. Das hat uns ständig verunsichert.

Wir haben viele Freunde gefunden in einem Kreis von Menschen, dem wir an-sonsten nicht so nahe kommen (außer in Ecuador, da haben wir mit Salesianern zusammen gearbeitet, aber die waren ziemlich „normal“). Spaß hatten wir auch. Und ein anderes (Zusammen)Leben. Froh sind wir, es gemacht zu haben und froh, dass es vorbei ist.

Das letzte Kompliment
Zum Abschluss hat der Bischof M noch ein schönes (afrikanisches) Kompliment gemacht. „Maryann, du bist“ sagte er mit Wohlwollen „massiver geworden“.

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