Tuesday, 4. november 2008
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Vielfältiges Tansania (Guardian 2.4.06):
Verheiratung einer Frau an eine Frau: Beim Volk der Kurya ist es üblich, dass eine Frau eine andere Frau ehelicht. Ein älterer Kurya sagte, diese Sitte, 'Nyumba Ntobu' genannt, werde bleiben. "Es
gab sie, als wir geboren wurden. Sie muss an die nachfolgenden Generationen weitergegeben werden." Der Zweck von 'Nyumba Ntobu' sei, wohlhabende Stammfolge unter den Familien des Kurya-Volkes zu
gewährleisten, wenn es keine männlichen Nachkommen gibt. Das habe mit gleichgeschlechtlicher Ehe nichts zu tun, denn der "weibliche Ehemann" pflege keine sexuellen Kontakte mit der anderen Frau.
Normalerweise zahlt eine ältere Frau für eine andere und heiratet diese. Um schwanger zu werden, kann sie sich irgend einen Mann aussuchen, egal, ob verheiratet oder ledig. Kinder, die sie gebärt,
gehören nicht ihr oder dem Vater, sondern der älteren Frau. Auch sie kann aussuchen, mit welchem Mann ihre Frau sexuellen Kontakt haben soll. "All das kommt von der Sehnsuch nach einem Erben. Stell
dir nur vor, du hast 200 Rinder aber keinen Sohn, der sich um diese kümmert, wenn du stirbst. Was tust du dann?", fragte der Kurya. Nach der Kurya-Tradition kann nur ein Sohn den Reichtum erben,
den ein Vater bei seinem Tod hinterlässt.
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