Thursday, 22. january 2009 4 22 /01 /Jan. /2009 15:06
Fast 1 Milliarde Menschen auf der Erde hungern. Die Zahl steigt weiter. Jeder 7 Bewohner unseres Planeten hat nicht genug zu essen. Fast 9 Millionen Menschen sterben jährlich an Hunger, vor allem Kinder in Asien, Afrika und Lateinamerika. Den Kampf gegen Hunger hat die Deutsche Agrarministerin Ilse Eigner auf der Grünen Woche in Berlin in den Mittelpunkt gerückt. Sie nannte es "eine der größten Aufgaben der Menschheit". Das ist eine positive Aussage, die wollen wir stützen. Was wir nicht unterstützen, ist das "wie". Was ist zu tun? Frau Eigner sagt, sie hat die Lösung. Die Bundesregierung muss die Agrarwirtschaft und Chemielobby fördern. Denn die wollen wachsen und Überschuss produzieren, überall. Der Weltagrarbericht von 40 Wissenschaftlern ist im Auftrag der Unesoc und der Weltbank im letzten Jahr erstellt worden. Eindrucksvoll wird klar gestellt, dass es so wie bisher nicht weiter gehen kann. Vor allem kann und darf nach diesem Bericht der von Eigner vorgeschlagene Weg NICHT weiter geführt werden (es ist keine neue Idee und Praxis). Richtig dagegen sei es, dass Produktion und Lebensmittel dort vorhanden sind, wo sie gebraucht werden. Besonders regionale und kleinbäuerliche Strukturen sind zu fördern. Denn ihnen droht der Abstieg. Das Gesetz von Agrarwirtschaft und Industriekonglomeraten ist: wachsen oder weichen. Auch und gerade in den Ländern der 3. Welt. Im Welthandel mit abschöpfbaren Subventionen und eigenen Regel bestimmen die Großen das Spiel. Sie wachsen und wuchern. Agrarfabriken, Chemiekonzerne, Düngerhersteller, Gentechnikfirmen, Fleisch- und Molkereikonzerne sind längst auch nach Afrika, Lateinamerika und Asien expandiert. Und wo sie auftauchen, drücken sie die kleinen regionalen Anbieter an die Wand. Es ist kein Raum in der Hütte.

Hunger I ist hier zu finden
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Kommentare

hier auch noch ein Beispiel,
Ethanolsprit aus Brasilien:Die Deutschen tanken Blut

Die Industriestaaten kaufen im großen Stil Biosprit aus Brasilien. Der Treibstoff, hergestellt aus Zuckerrohr, gilt als äußerst preiswert. Doch die Produktion geht auf Kosten der Plantagenarbeiter.

Es geht darum zu klären, unter welchen Bedingungen brasilianisches Ethanol aus Zuckerrohr – der effizienteste Biosprit - aus deutschen Zapfsäulen fließen könnte.

Rund eine Million Menschen arbeiten jetzt schon für Brasiliens Ethanol-Industrie, etwa 400.000 davon sind Zuckerrohrschneider. Mit dem Öko-Boom werden es täglich mehr. Aber sehr viele von ihnen werden gehalten wie Sklaven. Die Arbeitsbedingungen sind grausam, die Löhne lächerlich, ihre Kinder hungern.

Die großen Plantagen gehören sehr alten, reichen und mächtigen Familien. Auf ihren Latifundien herrschen seit 500 Jahren die Gesetze der Feudalzeit.Capangas, die Milizen der Zuckerbarone haben die Macht auf dem Land.

Das Prinzip der Zuckerrohr-Monokultur auf dem Land – sie ist  gewalttätig, sie verdrängt alles andere, in rasendem Tempo, weil die Nachfrage nach Ethanol international wächst. Sechs Tage pro Woche arbeiten die Männer im Akkord, in glühender Hitze, zwischen Staub und Asche, ohne Schatten und oft ohne ausreichend Trinkwasser. Die Arbeit ist extrem hart, und sie ist gefährlich. Viele werden krank, verletzen sich, manche sterben auf den Plantagen. Wenn sich die Deutschen Ethanol in den Tank kippen wollen, müssen sie wissen, dass sie auch Blut.

Für unser Öko-Ethanol dürfen andere krepieren.Blut ist grün,ich hoffe das unsere Grünen bald zur Feldarbeit getrieben werden mit einer großen Eisenkugel am Fuß,auf den Feld haben die viel frische Luft ,das wünschten die sich ja immer.

Durch den ganzen Bio-Sprit-Anbau wird viel weniger Nahrungsmittel produziert,diese Benzinpflanzen brauchen auch sehr viel Wasser,es kann Wassernotstände geben und natürlich Hungesnöte.

viele Grüße
Spitzbohrer
Kommentarnr1 gepostet von Spitzbohrer am 23.01.2009 um 09h56
Völlig korrekt. Es gibt so viele inhumane Beispiele, die wie Tentakel einer Krake von unserem Lebensstandart ausgehend, anderen Menschen das Leben sauer, ja manchmal unmöglich machen.
Antwort von REinloft am 23.01.2009 um 10h19
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