Thursday, 29. january 2009
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Die Konferenz zur Nahrungsmittelsicherheit 2009, gerade beendet, ging aus wie das Hornberger Schießen. Alle sagen, sie seine fleissig engagiert im Kampf gegen den Hunger, reden aber nicht davon,
dass 2008 zwar 12 Mrd. Dollar auf der Welternährungskonferenz zugesagt wurden, davon einzig 25% bisher zu Verfügung gestellt wurde. Und verabschiedet haben sie keine bindenden Beschlüsse, einzig
eine unkonkrete Erklärung: "Die Teilnehmer verpflichteten sich zu erreichen, dass die Nahrungsmittelsicherheit für alle eine Realität wird".
Derzeit leiden knapp eine Milliarde Menschen unter Nahrungsmittelmangel. Damit ist die Weltgemeinschaft weit davon entfernt, das von der UNO gesteckte Millenniumsziel, Hunger und Armut zu
beseitigen, zu erfüllen. Heute ist die Situation gravierender als beim ersten Gipfel zur Welternährung 1996. Die meisten der Betroffenen können sich die Lebensmittel einfach nicht leisten.
Die hohen Preise im vergangenen Jahr haben mehrere Gründe. Zum einen steigt der Bedarf an Fleisch und Milchprodukten in den Schwellenländern, wie in China und Indien; Getreide wird so zum
Futtermittel und die Anbauflächen verdrängen die nationale Lebensmittelproduktion. Zum anderen kaufen oder mieten die reichen Nationen sowie die arabischen Ölstaaten riesige Flächen, um Pflanzen
für die Gewinnung von Biodiesel und Bioethanol anzubauen. All diese Großinvestitionen verdrängen Kleinbauern. Die aber sind die Einzigen, die langfristig die Ernährung in den Entwicklungsländern
sicher stellen können.
In den Steuerungsgremien zur Bekämpfung des Hungers sind die Entwicklungsländer nicht demokratisch beteiligt, wohl aber Vertreter des Agrobusiness. Was die wollen, wissen wir ja.
Hier sind noch andere Informationen über das, was die wollen:
Hunger II
Landwirtschaft und Unterentwicklung: Hunger I
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