Artikel teilen! Weltsozialforum: In Belem, in Brasilien, ging das Weltsozialforum zu Ende. Über 130 000 Leute aus aller Welt haben teilgenommen. Ihre Forderungen tei ...
Andere Welten oder: vom Leben in Chile, Ecuador, Brasilien, Kolumbien, Tansania, Mosambik und immer wieder Deutschland
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Als 1. wird die momentane Finanz- und Wirtschaftskrise als Folge des Kapitalismus gewertet. Dringend zu ergreifende Massnahmen sind u.a.: Kontrolle der Finanzmärkte, Gründung regionaler
Stabilitätsfonds und eines neuen Währungssystems ohne den US-Dollar als Leitwährung sowie die Schließung von Steueroasen. Um die Spekulation auszuschließen, sollten Lebensmittel und Rohstoffe
nicht mehr an Börsen gehandelt werden. Weltbank und IWF sollten abgeschafft werden (sic!).
Wilfried Steen vom Evangelischen Entwicklungsdienst nannte es inakzeptabel, dass Entwicklungsländern durch Steuer- und Kapitalflucht 900 Milliarden US-Dollar pro Jahr entgingen und sie im
Gegenzug nur 100 Milliarden Dollar Entwicklungshilfe erhielten. Außerdem würden derzeit Billionen Dollar zur Stabilisierung des internationalen Finanzsystems eingesetzt.
"Mit diesem Geld wäre es möglich, allen Menschen dieser Erde Zugang zu sauberem Wasser und Grundnahrungsmitteln zu verschaffen, alle Aidskranken angemessen zu versorgen, Grundbildung für alle
Menschen zu ermöglichen und eine einschneidende Klimaerwärmung zu verhindern, die in Kürze Ernten in Afrika halbieren wird", sagte Steen. (Quelle TAZ 3.2.2009).
Mir stockt der Atem, wenn ich diese Zahlen lese. Von wegen wir sind es, die Entwicklungshilfe leisten! 1 Dollar hin, 9 Dollar zurück. Das ist eine Rendite, wie sie Ackermann erträumt.
Billionen Dollar in die Entwicklungsländer zu pumpen, macht Sinn. Das ergäbe einen unglaublichen Nachfrageschub.