Monday, 4. may 2009 1 04 /05 /Mai /2009 18:03
Horrornachrichten erreichen uns von Verlusten deutscher Banken. Freilich, wie sollte es auch anders sein in Zeiten der Krise. Der Raffgier nachgebend, haben Bankmanager tradierte Vorsicht über den Haufen geworfen, sind zu Zockern geworden und haben den Karren in den Dreck gefahren sprich: das hohe Risiko das sie eingingen, hat zugeschlagen.

Aber halt, da war doch noch was? Jahrelang ging es ja gut, ihr Spiel mit dem Feuer. Jahrelang haben sie gewonnen, unvorstellbare Summen, die Inflation der Nullen anheizend, Millionen reichten nicht, Milliarden mussten es sein. Das genau war ja die Begründung: Turbokapitalismus bringst, damit wird man schnell und irrsinnig reich. Schlagkräftige Argumente in der Tat, manche, viele verführend, sich den Scharlatanen anzuschließen.

Stellt sich die Frage: wo ist das Geld? Wo sind sie, die Millionen und Milliarden Gewinne? Gelehrt wurde ich, für schlechte Tage in guten Tagen etwas auf die hohe Kante zu legen. Weil schlechte Tage sicher kommen. Ebenso müssten unsere Banken, unsere prächtig verdienenden in guten Zeiten, eine Menge Geld haben auf ihren hohen Kanten.

Der DGB meldet, in den letzten 10 Jahren haben sich die Erträge der Geschäfte mit Wertpapieren und Zinseinnahmen aus Kreditgeschäften unserer Banken alleine im Ausland auf 1.093 Mrd. Euro summiert. Der größte Teil, so der DGB, wanderte in die Tresore der Finanzinstitute.

Da liegen sie nun, die Gewinne. Und jetzt ist die Spekulationsblase geplatzt, jetzt kommen Verluste und was machen unsere Finanzjongleure? Sie zapfen Vater Staat an. 200 Mrd. Euro aus Steuergelder sollen den notleidenden Banken zufließen. Und wo bleibt der Einsatz der aufgelaufenen Bankengewinne? Sie werden privatisiert. Reiche Vermögensbesitzer und Bankmanager haben sich eine goldene Nase verdient, Banken ihre gläsernen Burgen hochgezogen. Millionen von normalen Bürgern zahlen nun die Zeche. So weit darf es nicht kommen! Die Verursacher der Krise müssen zur Verantwortung gezogen werden. 1.093 Mrd. Euro Selbstbeteiligung stehen an um Banken zu retten, verehrte Merkelin. Oder wem dient sie?
 
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