Artikel teilen! Die Schlange: Heute Morgen lag sie im Gras auf dem Spielplatz, unsere Schlange. Noch immer schön mit ihren grau-glitzernd schimmernden Schuppen, ...
Andere Welten oder: vom Leben in Chile, Ecuador, Brasilien, Kolumbien, Tansania, Mosambik und immer wieder Deutschland
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großen Kissen und gebärdet sich sonderbar. Bis M aufsteht, sagt, da ist
doch was, denkt, es könnte eine Maus sein, nimmt die Kissen weg und schreit auf, eine Schlange. Da lag sie, schön und groß, versteckt im Warmen. So ein mächtiges Tier hatte ich bisher nur in
Afrika gesehen. Wir waren aufgeregt, die Schlange ringelte sich ein vor all den durcheinander redenden Menschen, war sie giftig? War es eine Kreuzotter? Aber sie hatte keine Zeichnung auf dem
Rücken, war grau-blau geschuppt, durchgehend. Bei Schlangen braucht man einen Stock, das hatte ich gesehen. Mit dem umgekehrten Besen lenkte ich sie gegen die nun offene Terrassentür, zeigte ihr
den Weg. Sie war schnell, mein Gott war sie schnell. Nur in die Wohnung durfte sie nicht. Dann war sie in
der Tür, schlängelte sich über die Stufe und war im Garten
und weg im Gebüsch. Was für eine Aufregung
warmen, kuscheligen Platz, den sie sich ausgesucht hatte.
Wahrscheinlich, sagen Jörg und Hanne, wollte sie ihre Eier legen. Das wär mal was gewesen, kleine Schlangen mit ihrer Mutter in unserer Ecke. Wieder hab ich sie mit dem Besen gelenkt, weg von der
Tür in der sie schon wieder halb war, über die Terrasse, sie wollte auf die andere Seite, schlängelte sich halb die Treppe hoch, durch das Gemüse in die Büsche. Seit der Zeit haben wir sie nicht
mehr wieder gesehen. Bis gestern. Machs gut, schöne Schlange. Schade um dich. Aber vielleicht hat sie Nachkommen, die uns ab und an besuchen? Ein bisschen gruselig ist es schon mit diesen Tieren.
Sie war eine Ringelnatter, völlig ungefährlich.