Tuesday, 16. june 2009 2 16 /06 /Juni /2009 10:30
Lieben tue ich ihn nicht gerade, den Montag. M hatte die Idee aus einer Kur mitgebracht, kam zurück nach Rio und seitdem essen wir Montags Obst und Reis. Gut, man muss am Wochenende nicht aufpassen, kann schlemmen, kriegt ausreichend Vitamine und die Figur bleibt ziemlich stabil. Am Montag allerdings droht Frust.
In Rio war es besonders schlimm. Montags, so schien es, kam gehäuft die Crunsch-Rekalme im Fernsehen. Eine bildschönes Mädchen biss verführerisch in ein Plätzchen mit dicken Schokostücken dass es nur so knackte. Crunsch machte sie extra wegen mir.
Schön am Montag ist der Dienstag. Enorm, wie Essen eine neue Qualität kriegen kann. Viele Afrikaner kennen das Montagsgefühl, leider nur wenige das vom Dienstag.

Reklame in Brasilien war häufig Sex, Lebensschwerpunkt bis ins hohe Alter. (Zumindest an der Küste, in Rio, Salvador, Recife bis hoch zum Amazonas habe wir das erlebt, wie´s im deutschsprachigen Süden und im Inneren ist, wissen wir nicht so genau).  Ein Spot bekam Kultstatus und Presseecho. Auf einem Schaukelstuhl wippte eine 86jährige Dame und erklärte die Vorteile ihrer Mikrowelle, was man alles machen kann damit. Und dann, sagte sie, ist die Hauptsache, man spart Zeit. Wofür? Na, zum Beispiel für Sex. Und sie lächelte.

Gerade gelesen, wir haben einen Verbündeten. Paul McCartney! Der Ex-Beatle ruft zu einem fleischfreien Montag auf, um dem Klima zu helfen - und die am Wochenende angefutterten Kilos zu killen. Prima, noch´n Grund. Obsttag für das Klima!?
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