Artikel teilen! Hunger und Elend nehmen zu: Keiner schaut hin und das Elend nimmt zu. Ich meine hier in der Welt, nicht in Deutschland. Wir leben auf einer Pyram ...
Andere Welten oder: vom Leben in Chile, Ecuador, Brasilien, Kolumbien, Tansania, Mosambik und immer wieder Deutschland
Hier gehts zurück zum Anfang: -------------->Erste
Seite
Keiner schaut hin und das Elend nimmt zu. Ich meine hier in der Welt, nicht in Deutschland. Wir leben auf einer Pyramide, unten die Elenden mit weniger als 1$ US am Tag), drüber die Armen (die haben gerade mal 2$/Tag) und wir sind die, Stufen darüber, die im Überfluss leben. Die Weltwirtschaftskrise hat die Einkommen zusätzlich reduziert und Armut vergrößert. Gestern, Sonntag war Weltflüchtlingstag (und kaum einer bemerkte ihn). Die UN-Agrarorganisation FAO gab bekannt, dass die Zahl der Hungernden auf der Welt erstmals die Marke von einer Milliarde überschritten habe: 1,020 Milliarden Menschen haben regelmäßig nicht genug zu essen, gegenüber 915 Millionen vor einem Jahr. Davor hatte es zwölf Jahre gedauert, bis die Zahl um 100 Millionen gewachsen war.
Hauptgrund für zunehmenden Hunger sind die massiven Preissteigerungen für Lebensmittel 2007 und in der ersten Hälfte des Jahres 2008. Dann folgte ein Preisverfall für Agrarprodukte infolge der globalen Finanzkrise ab Herbst 2008, die viele Bauern in den Ruin getrieben hat. Die Menschen in den unterentwickelten Ländern aber haben davon nicht viel: "Während Lebensmittelpreise auf den Weltmärkten in den letzten Monaten gesunken sind, gehen die Verkaufspreise in Entwicklungsländern langsamer zurück", warnt jetzt die FAO.
Preisentwicklung im Kongo als Bsp: ein Packen Maniokblätter, für die Ärmsten das einzige erschwingliche Gemüse, kostete 2001 0,43 US-Dollar, Anfang 2009 aber 1,74; der Preis für 100 Kilogramm Bohnen sank zwischen 2001 und 2005 von 36 auf 20 Dollar, liegt aber heute bei 60 Dollar. Holzkohle, die Energiequelle der Bevölkerungsmehrheit, ist heute mehr als viermal so teuer wie vor acht Jahren.
Das alles ist weit weg, ja. Aber die Konflikte nehmen zu. Eines Tages werden sie uns erreichen. Die weltweiten Hunger und Elendsprobleme sind nicht nur eine Frage der Humanität. Eines Tages werden sie uns erreichen, die Konflikte. Wer hindert die Menschen ewig daran, sich das Essen dort zu holen, wo es ist? 1 Miliarde!
Neueste Spiegel Info vom Tage: Die Wirtschaftskrise trifft die Entwicklungsländer mit voller Kraft. In den ärmeren Ländern wird die Wirtschaft nach einer Prognose der Weltbank 2009 kaum noch wachsen. Die Folgen: mehr Arbeitslosigkeit und mehr Armut - auch die Aussichten für 2010 bleiben schlecht.
Mehr Informationen z.B. hier: http://taz.de/1/politik/afrika/artikel/1/krieg-und-armut-ein-teufelskreis/
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,631683,00.html#ref=rss