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Andere Welten oder: vom Leben in Chile, Ecuador, Brasilien, Kolumbien, Tansania, Mosambik und immer wieder Deutschland
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Es war der Flug von Rio de Janeiro nach Tokio, voller Japaner, Geschäftsleute, Brasilianer japanischer Abstammung - in Sao Paulo leben 1 Million von ihnen - Touristen. Ich war einer der wenigen nicht Japaner, wollte nur bis Lima, dem ersten Stopp und kam mir fremd vor. Auf jedem Platz lagen Stäbchen neben dem Besteck, im interkontinental-Flug war Fleisch vorgeschrieben. Bisher hatte ich immer Japaner und Chinesen ob ihrer Stäbchenkunst bewundert, mit welcher Leichtigkeit sie mit zwei dünnen Hölzchen Esskunst zelebrierten. Und stellte staunend fest, welche Kunst, durch langes Training in der Kindheit erlernt, im Handhaben von Messer und Gabel stecken. Sie schnitten sich fast die Backe auf beim Versuch, Besteck zu nutzen. Spießten, die Gabel mit der Faust umklammert, mitten in das Fleisch, säbelten, das Messer in der anderen Faust, an den Ecken herum und bekamen nichts ab, Messer und Gabel wanden sich vor Scham. Keiner, nicht einer den ich beobachten konnte, schaffte es wirklich elegant. Einige gaben auf, nahmen das Fleisch zwischen die Stäbchen und knabberten die Ecken ab. Seitdem bewundere ich zwei Esskulturen. Elegant mir Messer und Gabel zu essen ist auch eine Kunst.