Artikel teilen! von Einem der auszog...(21) M und das Leben in Ecuador V (1982-87): Weihnachten der erste Urlaub in Sua an der Küste hinter Atacames mit Frank und Go ...
Andere Welten oder: vom Leben in Chile, Ecuador, Brasilien, Kolumbien, Tansania, Mosambik und immer wieder Deutschland
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Der Peugeot, für den französischen Kolonialeinsatz konstruiert, kämpfte sich tapfer
durch die Schlammlöcher, der Wagen war in Kürze matschig-braun, wir kamen nur langsam voran. Waren die Tiefen der Schlammkuhlen nicht abzusehen, ging M barfuss voran und sondierte. Einmal verstand
ich ihren Wink falsch, fuhr los, konnte nicht mehr anhalten, wäre stecken geblieben, M rettete sich mit einem Sprung an die Böschung und sah danach aus. Ein wenig sauer war sie schon. Nach Stunden
waren wir kurz vor Muisne, da war ein Loch und M versank bis zu den Hüften. Wir mussten zurück, dieselbe Prozedur nochmals. Es war heiß und stickig, wir hatten nichts zu essen und trinken dabei,
davon ausgehend, schnell am Ziel zu sein. Nur einen Weihnachtsstollen von zu Hause, den Frank mitgebracht hatte. Der aß sich staubig und machte noch mehr Durst. Dann geschah es doch, wir saßen
fest. Bis wir Hilfe fanden, dauerte es. Erst am Abend bei Sonnenuntergang kamen wir zum Hotel zurück und sprangen matschverkrustet angezogen ins Meer. Der Motor war braun verklebt und musste
vollständig auseinander genommen und gereinigt werden. Die Fahrt nach Muisne vergessen wir nie.
Immer öfter traf ich mich Freitags mittags mit Hartmut, dem 2. Mann in der
Botschaft zur Lagebesprechung, später kamen die Damen dazu, M sexy mit hohem Schlitz im engen Rock, Ulrikchen hübsch aber konservativ, unsicher, so viel zeigt man doch nicht, wir aber genossen es.
Der chilenische Wein war gut und kräftig, die Erzählungen schweiften ab von der Politik, wir redeten, lachten, freuten uns. Einmal habe ich Ulrikchen, der auf diplomatischen Anstand getrimmten,
eine knallenge Hose verpasst, im Laden neben der Kneipe. Die Blümchenjean saß wie angegossen auf ihren langen schlanken Beinen, passte. Ich lobte so lange bis sie kaufte, dem schmunzelnden Hartmut
zur Freude. Aber nie habe ich sie in der Öffentlichkeit damit gesehen. So ganz ohne war sie nicht, erzählte, einmal offen, dass sie unter ihren weiten Kleidern auf Empfängen oft nur Strapse trage,
Hatimuti zur Freude.