Sunday, 26. july 2009
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19:22

Die Lahn runter von Friedensdorf aus. Dienstag bis hinter Marburg, am Weimaer See,
prächtig ausgeruht und gesonnt, Mittwoch über Gießen, Wetzlar bis Solms und am Donnerstag bis Weilburg, von dort mit dem Zug zurück. Nass geworden, getrocknet, vom Wind zerzaust, von der Sonne
gerötet. Schön wars. Manchmal, scheint mir, muss man nicht weit fahren um anzukommen.
Außen gut, innen taten Hintern und Beine weh nach einiger Zeit. Ein Mal hab ich zu lange nichts getrunken, war dehydriert, sah Kreise, hab ne Flasche Mineralwasser, die M mir geholt hat, wie ein
nasser Schwamm aufgesogen.
Das Hotel in Niederweimar eine Ansammlung von Plüsch und Plunder. Wo man hintrat und hinsah, Abscheulichkeiten aus allen Kontinenten. Vor unserer Tür eine präparierte Kobra, die gerade dabei war,
einem Mungo von oben herab ihr Gift zu

einzustechen. Lebensgroß.
Es gibt mehr Schrebergärten als ich gedacht hatte. Überall Schrebergärten. Sie sind, ist mir eingefallen, die Bonsai-Version der Deutschen.
Immer wieder meine freudschen Verleser. Ein Beispiel: Übungsplatz Deutsche Schäferstunde. Na, wär doch mal was.
Die Hessin zu mir: Ei Kelle, do ihr Teeschett is hinne noff ganz dreggisch. Ja, ich weiss, ein Streifen vom Po bis Hals. Der Fahrrad-Schnittigkeit wegen ist mein Schutzblech etwas kurz. Dann
spritzt es halt hinne noff.
Einen Radler getroffen, der war von Paris nach Hamburg unterwegs. Den hab ich lieber nicht nach seinem Hintern gefragt.

In Solms einen Berg hinauf wie ein Dach zum Hotel. Und dann steht da, wir lieben
Roland Koch. Wir nicht. Mussten uns ein anderes suchen.
Manchmal hats schon recht gegossen. Interessant, wie schnell man trocken wird hinterher. Quasi von innen heraus.
Meine Güte, fährt der Zug schnell wenn man vorher die selbe Strecke mit dem Rad gefahren ist. Der rast da durch....
Die schlimmste Strecke die Heimfahrt vom Bahnhof Friedensdorf nach hier, von Dautphe die Alte Kirche rauf. Das ist normal schon steil. Wir aber hatten sturmähnliche Böen. Von vorne natürlich. Warum
kommen die nie von hinten?
Zu Hause ist es auch schön. Besonders, wenn man so lieb von seinen Lieben empfangen wird.