Freitag, 18. september 2009
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Ein Kredit ist die leihweise Überlassung von Kaufkraft. Der Kreditgeber verzichtet zeitweise auf die Verfügungsmacht über die Kreditsumme zugunsten des Kreditnehmers,
der dafür Zinsen zu zahlen hat. Der Kreditnehmer begibt sich mit diesem Schritt nicht nur in eine finanzielle Abhängigkeit von dem Kreditgeber, indem er mit geborgtem Geld lebt oder seine Wünsche
realisiert, sondern nimmt auch gleichzeitig selbst Anleihe bei seiner eigenen Zukunft, indem er künftige Erträtge bereits in der Gegenwart verwendet - fest darauf vertrauend, dass diese Erwartungen
erfüllt werden. Wenn sich seine Hoffnungen wider Erwarten nicht realisieren, sieht er sich gleichzeitig einer "erntelosen" Gegenwart und einer nicht mehr abzutragenden Schuld gegenüber (Quelle:
Bertelsmann Lexikon in 3 Bänden).
Unter dem Begriff ’Subprime-Markt’ versteht man einen Teil des Kreditmarktes, der überwiegend aus bonitätsschwachen Kreditnehmern besteht. Ein bonitätsschwacher Kreditnehmer ist in der Regel eine
natürliche Person mit geringem Einkommen und geringem Sparguthaben. Dieser lukrative Markt, bei dem Kreditgeber an den Zinsen der Masse der Kunden verdienen (z. B. Billigkredite für Handys, Autos,
Sofortkredite für hunderttausende Geringverdiener), kann es zu Spannungen an den Aktienmärkten führen, wenn ein deutlicher Anstieg der Zahlungsausfälle auf die enthaltenen Kredite zu verzeichnen
ist und der Kreditmarkt somit überbewertet ist. (aus: "Lisa Sprachreisen" - für Banker?)
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