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Monday, 1. november 2010 1 01 /11 /Nov. /2010 13:02

 

Lieber Bruder,

es würde dir gefallen. TAN Mikumi - 5100 m vor unserem Zelt standen Elefanten als wir im Camp ankamen und heute Morgen lagen Elefantenhaufen auf dem Pfad zwischen den Zelten.

TAN Mikumi1 - 13Die großen, komfortablen Zelte mit Klo und Dusche stehen auf Holzplattformen am Hang. Der Blick reicht über die weite Ebene bis zu dem Bergen am Horizont. Eben kam eine Herde Büffel vorbei. Das Restaurant der Lodge auf der Hügelspitze ist ein Palmdach auf Holzstützen. Es hatte keine Wände, so dass man nach allen Seiten in die Savanne sehen kann. Die Angestellten zünden abends davor ein großes Feuer an, um die Tiere abzuhalten. Das Essen wird auf dem Buffet bereit gestellt, ein viergängiges Menü mit südafrikanischem Wein bei Kerzenlicht. Die Sterne funken, seltsame fremde Töne sind zu hören, die Luft ist lau und manchmal hört man den Löwen brüllen. Der Weg zurück zu den Zelten ist dunkel und es knackt überall im Dickicht, dazu hört man unidentifizierbare tierische Laute. Ein Maasai begleitet uns, nur mit einem Speer bewaffnet, zu den Unterkünften.

Ich denke, die Elefantenknödel auf dem Pfad zwischen den Zelten, die hat das Personal dahin gelegt. Damit wir den Abenteuer-Kick kriegen. Denn wenn ich mir vorstelle, da steht so ein Kerl an unserer Plattform, legt seinen Rüssel drauf  und trompetet mal richtig, ........... Doch des Nachts wacht M von lautem Schnaufen und Knacken auf. Ein Elefanten hat sich, höchstens zwei Meter von unserem Zelt entfernt, über die jungen Bäumchen und Büsche her gemacht. Sie rüttelt mich: „Schnell, wach auf, aber leise“, flüstert sie, ich aber fahre erschrocken aus dem Schlaf und rufe: „Ja, was ist los?“. „Psst! Still! Ein Elefant an unserem Zelt!“ Wir beobachten ihn mit angehaltenem Atem, und er hört erst auf, als von den Büschen nichts mehr als das Gerippe übrig ist.

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Durch den Park zu fahren ist anders als im Fernsehen und zwar deshalb, weil der Wind und der Staub und die Hitze da sind, manchmal auch Tiergeruch und das Gefühl von Gefahr. Warum gucken die Tiere so komisch? Sie sind weitaus mächtiger, größer als fernsehgewohnt. Die Streifen der Zebras sind intensiv dunkel-weiß, ins Auge sticht ihre vollkommen ovale Gesichtszeichnung. Das Tier lacht dich an, oder? Ich bleibe gern im Auto, das ist sicherer.

Serengeti - 10

Mir gefallen die Giraffen. Wenn sie rennen, sieht es wie das Schaukeln eines Segelschiffs aus, dabei sind ihre Schritte raumgreifend. Alles pendelt im Gleichklang. Zumeist aber stehen sie ganz ruhig und gelassen da und manchmal stecken sie die Köpfe zusammen. Und sie gucken neugierig und verträumt mit ihren sanften, netten Gesichtchen die von zwei Antennenhörnchen gekrönt sind. Wie die Marsmännchen. Ich habe gelesen, dass sie täglich 80 Kg Futter benötigen, dabei fressen sie ganze Baumkronen ab. Nur die Akazien, bei denen halten sie sich nur kurz auf. Denn der Baum hat eine natürliche Abwehr. Knabbert jemand an den Blättern, schickt der Baum Bitterstoffe in die Blattspitzen. Und dann sendet der Baum ein Geruchssignal an seine Nachbarn, damit die ihre Blätter schon mal vorsorglich mit Bitterstoffen versorgen. Irre, nicht?

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Die beiden Löwen, nun ja. Vom ersten sah man manchmal im hohen Gras den Kopf, vom anderen kaum was. Es hatte sich herum gesprochen, 5 Jeeps standen da und auf dem einen waren sie aufs Dach gestiegen. Ist es ihre absolute Macht und Gefahr, die so anzieht?

Die Springböcke sind eine Kombination aus Rehen und Gämsen. Mehrere große Herden sind uns begegnet und einige kamen vor dem Wagen durch die Luft geflogen.

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Und die Elefantenherde mit dem Kleinen, der so komisch rumhampelte, die war lustig. 20 m neben uns sind sie durchs Gebüsch gezogen, alles Weiber, Mütter und Elefantentanten, die Männchen werden früh ausgesondert, leben alleine. Besonders die Halbwüchsigen sind ungehobelt und aggressiv wie ihre menschlichen Pendants.

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