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Andere-Welten oder: Von Einem der auszog aus seinem Dorf und neue Welten kennen lernte

(85) Kurgast im Hotel zur lockeren Schraube (2. Aufenthalt) II

14. Juni 2011 , Geschrieben von R.Einloft Veröffentlicht in #Burn Out - Tinnitus u.a. Krankheiten

Datum: 11. Juli 2005 19:24:28 MESZ
Betreff: Aw: Schnell
sexy-M.jpgAch, wie gerne tät ich dich da drin sehn, in dem gut ausgefüllten, neuen Hosenanzug, liebste M! Mit nix drunter oder? Werd ganz aufgeregt wenn ich mir all die Möglichkeiten vorstelle. Na ja, damit müssen wir dann mal warten. Mit dem Schweinigeln. Ich schweinigele zu gerne mit dir. Du siehst, mir geht es besser.

Heute hatten wir das erste Mal klettern im Hochgerüst. Das soll nicht zum Kick da sein sondern ist als Therapie gemeint, eigenes Verhalten unter schwierigen Umständen zu erfahren. Wir kriegen Aufgaben und die sollen wir zusammen mit dem Verhalten und dem Fühlen beim Klettern reflektieren. Wir mussten über ein Hochseil (aus Draht war es, aber gibt es einen Hochdraht?) schräg in der Luft liegend mit den Händen sich an einem schulterhohen parallelen Tau abstützend, auf die andere Seite balancieren, gesichert mit Gurt und Seil. Da war eine Plattform, die Welt wurde wieder sicher und danach ging es zurück zur Mitte um von dort abgeseilt zu werden. Mir ist aufgefallen, 1. ich war der Erste, der wollte (neue Sachen interessieren mich ungemein) und 2. dass man schon eigene Fähigkeiten dabei mitbringen muss, aber das, was mich vielleicht weiter bringt ist die Erkenntnis, dass ich mich auf Freunde, die halten, falls man fällt, ebenso verlassen sollte.

Jetzt hat die Küche des Hotels zur lockeren Schraube auch schon die „an“-Manie erreicht. „Schweinerückenstäbchen an Spargelcremesoße“. Jetzt frag ich mich, was ist da wo „AN“. Die Schweinerückenstäbchen an der Soße? Wie denn? Haufen Soße, festgepappt und da werden die Stäbchen angelegt? Realität war, die Schweinerückenstäbchen wurden mit Soße ertränkt. Ersoffener Schweinerücken wär wohl die beste Bezeichnung.

Datum: 12. Juli 2005 19:22:08 MESZ
Betreff: Aw: Gestern Abend
Einen wunderschönen guten Abend, liebste M!
Heute gehst du Salsa tanzen? Ich hab auch eine für dich:
Me gusta la canela
me gustas tu
me gusta la guitarra
me gustas tu
me gusta merendar
me gustas tu
me gusta la florscita
me gustas tu
me gusta la solita
me gustas tu
Que hora son
mi corazon?
Me gusta la lunita
me gustas tu
me gusta la bebida
me gustas tu
me custa culear
contigo!
Gut gelle? Me gusta la canela, me gustas tu hab ich wirklich als Salsa gehört. Das meiste Andere ist von mir.

Was mir aufgefallen ist: Du nimmst mehr wahr um dich herum. Bei mir laufen dauernd Filmchen im Kopp ab und nur mit Anstrengung komm ich zurück zur Umwelt. Manchmal hilfst du mir: guck mal da wie schön. Wieso ich darauf komme? Lese darüber. Die Empfehlung sind Übungen der Achtsamkeit. Leben im Augenblick erfassen. Nicht in Erinnerungen und Zukunftsplanungen gefangen sein.
Hab dazu was Schönes gefunden, den griechischen Weisen Epiktet (nie vorher von gehört): „Eins steht in unserer Gewalt“ schreibt der vor 1700 Jahren, „ein Anderes nicht. In unserer Gewalt steht unser Denken, unser Tun, unser Begehren, unser Meiden, alles, was von uns selber kommt. Nicht in unserer Gewalt steht unser Leib, unser Habe, unser Ansehen, unsere Stellung - alles, was nicht von uns selber kommt.“ Und weiter was man tun soll: „Gewöhne dich nun, bei jedem unangenehmen Ereignis zu sagen....:Gehört es zu dem, was in meiner Gewalt steht, oder nicht? Und gehört es zu dem, was nicht in meiner Gewalt steht, so sage dir selber: Es geht mich also nichts an. Oder auf gut Deutsch: Scheiß der Hund drauf.

Sollten die Personen hier im Hotel zur lockeren Schraube einer zufälligen Stichprobe entsprechen, sind Deutsche nicht gerade Augenweiden. Das wird noch verstärkt durch die Kleidung, die mal schlabbert und schlingert oder um - zumeist ansehliche Körper - recht eng anliegt und alle Rundungen und Rollen freien Spielraum zur Bewegung lässt. Mode ist auch, Hosen entweder 1/3 bis 2/3 zu kurz zu tragen, meist noch mit Flugführerseitentaschen verziert oder unten zum Zubinden. Wozu, fragt sich der Beobachter? Was macht das für einen Sinn, solche Hosen zu tragen? Entweder friert man unten oder schwitzt oben. Warum nicht .... Einige Wenige allerdings tun den Augen gut. Und ich lasse gerne meine Blicke auf ihnen ruhen. 


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