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Andere-Welten oder: Von Einem der auszog aus seinem Dorf und neue Welten kennen lernte

(94) Tansania 2005: Hanne & Jörg in Afrika Teil II

30. August 2011 , Geschrieben von R.Einloft Veröffentlicht in #Von einem der auszog: Afrika

Hanne berichtet:
Mittwoch, den 19.10. geht unsere Reise in den Norden los. Wir werden 7 Tage unterwegs sein. Wir begleiten R auf einer Dienstreise. Er will das von ihm unterstützte Projekt einer Frauenorganisation in einem kleinen abgelegenen Ort besuchen. Zum einen bildet diese Organisation Frauen aus, die als Rechtsberaterinnen aufs Land gehen Sie helfen und unterstützen Frauen, die oft vollkommen rechtlos sind oder ihre Rechte nicht kennen und beispielsweise, wenn der Mann gestorben ist, mittellos da stehen und gesagt bekommen, sie hätten keinerlei Rechtsansprüche. Außerdem – und das genau wollen wir uns anschauen – gibt es so genannte „Drama-Groups“, die von der Organisation ins Leben gerufen und betreut werden. Das sind Gruppen von jungen Leuten, die brisante Themen, die gerade in einem Dorf sehr aktuell sind wie Aids-Prophylaxe oder Beschneidung von Mädchen aufgreifen und kleine Sketche und Theaterstücke aufführen, um aufzuklären und den Leuten die Themen auf anschauliche Weise nahe zu bringen. Alle arbeiten ehrenamtlich.

o-Landcruiser.jpgDie Fahrt dorthin dauert 2 Tage, in denen wir gründlich Land und Leute anschauen und kennen lernen können. Das sind Einblicke, die ein normaler Tourist nicht erhält. Wir verbinden das Ganze mit dem Besuch zweier Nationalparks im Norden, die quasi „auf der Strecke“ liegen. Wir fahren mit Rs großem Toyota-Jeep, die Strecken sind nur zum Teil asphaltiert, und Shamte, Rs Fahrer, fährt uns. An den Linksverkehr muss ich mich – auch „nur“ als Beifahrerin - ganz schön gewöhnen.  Ich hatte anfangs einige Schrecksekunden, besonders in Kurven, wenn uns auf der „falschen“  Seite ein Auto oder ein Bus entgegenkam!

Tanzania Lodge ArushaAm ersten Tag fahren wir bis kurz vor Arusha. Wir übernachten im Rivertrees, einer wunderschönen Hotelanlage vor der Stadt am Ufer eines Flüsschens gelegen. Jörg und ich bewohnen einen Bungalow, R&M sind unsere Nachbarn. Alles ist stilvoll eingerichtet und passt sich wunderbar in die Landschaft ein. Wir werden von der Besitzerin persönlich begrüßt. Sie ist Nachfahrin einer deutschen Siedlerfamilie, die seit über 100 Jahren dort leben. Es gibt auch einen Roman darüber (Die weiße Jägerin). Im Haupthaus fühlt man sich wie in „Jenseits von Afrika“. Es gibt viele Bilder aus der Vergangenheit . Wir entdecken, dass im letzten Jahr Johannes Rau mit seiner Frau auf seiner „Abschiedstournee“ auch hier gewohnt hat. Wir sind also in bester Gesellschaft!
Mit-H-J-in-Kathesh--FES---Arusha---35.jpgAm Nachmittag gibt es Kaffee und Apfelkuchen auf einer Terrasse unter einem Baobab-Baum. Apfelkuchen in Afrika! Da muss ich gleich an Hommertshausen denken.
Abends treffen wir uns vor dem offenen Kamin, dann gibt es ein mehrgängiges Abendessen in einem großen, nach 3 Seiten offenen Pavillon. Wir sitzen lange da und schauen und lauschen in die afrikanische Nacht.


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Katharina vom Tanneneck 08/31/2011 01:27



Ein bißchen afrikanische Wärme wäre jetzt wirklich ganz gut! 


Herzliche Grüße, Katharina



R.Einloft 09/01/2011 11:18



Oh ja, ab und an zumindest. Wärme ist das, was mir hier oft fehlt. Und die Menschen fehlen mir auch.
Liebe Grüße RE



Hanne 08/30/2011 19:38



Ich will sofort wieder hin. Auf der Stelle!



R.Einloft 09/01/2011 11:06



Ich auch