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Andere-Welten oder: Von Einem der auszog aus seinem Dorf und neue Welten kennen lernte

(94) Tansania 2005: Hanne & Jörg in Afrika Teil VI

4. September 2011 , Geschrieben von R.Einloft Veröffentlicht in #Von einem der auszog: Afrika

 

Am nächsten Morgen reisen wir ab. Vorher erleben wir aber noch ein ganz besonderes Schauspiel. Auf dem Weg zum Frühstück – wir schauen angeregt in die Ebene nach den Wasserbüffeln – stockt uns der Atem: Mit-H-J-im-Tarangire-Nationalpark3.jpgDirekt am Weg, aber noch am Hang, haben sich ca. 10 Elefanten eingefunden und knabbern an den zarten Ästchen der Bäume. Es sind ganz kleine dabei! Wir schauen ihnen eine ganze Weile zu. Es ist ganz still, die Menschen bewegen sich langsam. Aber es kommt noch mehr: Als wir vom Frühstück zurückgehen wollen, um unser Gepäck zu holen, ist der Weg abgeschnitten. Mit H&J in im Tarabgire&Arusha NParks - 4Die Elefanten sind jetzt mitten im Camp. Sie stehen vor den Hütten und grasen alles ab, was ihnen lecker vorkommt. Langsam bewegen sie sich weiter, hinter die Bungalows. Direkt auf Höhe unseres Domizils gefällt es ihnen besonders gut und sie bleiben da, eine Mama mit Kind und eine Begleiterin.  Ich sitze auf der Veranda und schreibe in mein Tagebuch: „Unglaublich: Ich sitze hier vor unserem Bungalow, um mich herum gullert, keckert, pfeift es in allen Tönen. Hinter mir, ca. 10 Meter entfernt, steht ein Elefant und reißt an den Ästen eines Baumes. Mit-H-J-in-im-Tarabgire-Arusha-NParks---3.jpgJörg steht direkt vor ihm und fotografiert.“ Es ist eine andächtige Stille eingetreten. Wir unterhalten uns flüsternd.

 

Die Elefanten bleiben eine Viertelstunde hinter unserem Haus, dann ziehen sie wieder vor auf den Weg. Wir kommen nicht vorbei mit unserem Gepäck, müssen uns hinten rum wegschleichen. Was ein Erlebnis! Wir schwelgen noch lange.

Shamte erzählt uns, dass in der Nacht die Löwen da waren. Ich habe sie auch gehört! Am Ausgang sagt uns ein Rancher, die Löwen hätten sich in ein Grasstück direkt gegenüber verzogen, wir sollten nochmal zurückfahren. Aber wir sehen sie leider nicht, das Gras ist sehr hoch. Als wir wieder am Tor sind, lacht sich der Rancher kaputt über uns. „Diese blöden Wazungu“ denkt er wahrscheinlich, zu doof einen Löwen zu sehen, wenn er vor ihrer Nase liegt. Wenigstens haben wir ihm einen lustigen Tag bereitet!

 

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Joachim 09/05/2011 09:00



Hallo RE! Muss ein tolles Erlebnis gewesen sein, die Elefanten direkt vor der Nase zu erleben. Sie sind ja fast so groß wie die Hütte! Die Geschichten lesen sich wie ein Abenteuerroman. Abenteuer
habt ihr ja genug erlebt. Schöne Erinnerungen!


LG Joachim 



R.Einloft 09/05/2011 11:21



Ja, da hast du Recht, wir haben in der Tat eine Menge schöner Sachen erlebt. Einige ragen da heraus, andere waren  nicht so positiv (gabs auch, gehört  dazu). Aber die Geschichte mit
den Elefanten vor unseren Hütten war einzigartig. Wir kamen nicht zurück und vor. Und merkten, wer in der Natur das Sagen hat.
Liebe Grüße und Wünsche für die neue Woche
sendet dir RE



Katharina vom Tanneneck 09/05/2011 00:59



Ist doch egal was sie denken! Hauptsache es hat Euch gut gefallen und Ihr habt einen Eindruck bekommen.


Sehr schöne Schilderung und die Bilder sprechen Bände! Danke!


Liebe Grüße, Katharina



R.Einloft 09/05/2011 11:05



Danke auch für deine lieben Kommentare!
Grüße RE