Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog
Andere-Welten oder: Von Einem der auszog aus seinem Dorf und neue Welten kennen lernte

(97) TANSANIA 2006: Weihnachtssafari in die Serengeti und in den Ngorongoro Krater

13. September 2011 , Geschrieben von R.Einloft Veröffentlicht in #Von einem der auszog: Afrika

Serengeti-Hanne-Jorg.jpg(M berichtet) Wir sind von unserer zehntägigen Safari mit Hanne&Jörg in den Norden und nach Sansibar zurück.
 Am 10.12. fuhren wir früh morgens mit dem Bus nach Arusha, eine schöne Reise, sehr unstressig und schnell. In zehn Stunden waren wir dort. Im Gegensatz zum größten Teil des Jahres war diesmal alles sehr grün, die Bäume standen in Blüte (Flamboyants in knallrot, Jacarandas in blau-lila und viele andere). In Arusha wurden wir in unserem netten kleinen Hotelchen am nächsten Morgen von dem Guide des Reiseunternehmers abgeholt und fuhren in den Ngorongoro-Krater über eine frisch gebaute Straße und wunderbar üppigen Nebelwald.

(Wikipedia: Ngorongoro ist ein Einbruchkrater in Tansania am Rande der Serengeti. Er entstand, als an dieser Stelle ein Vulkanberg sich zusammenbrach. Der Kraterboden liegt auf etwa 1700 Meter über NN und die Seitenwände sind zwischen 400 und 600 Meter hoch, so dass die Kraterkante auf etwa 2300 Meter liegt. Der Durchmesser des Kraters beträgt zwischen 17 und 21 Kilometer. Insgesamt hat der Krater eine Fläche von 26.400 Hektar. Etwa 25.000 Tiere bevölkern den Krater, darunter die höchste Raubtierdichte Afrikas. Besonders groß ist die Zahl an Zebras, Büffeln, Elenantilopen sowie Grant- und Thomsongazellen. Sie werden gejagt von Löwen, Fleckenhyänen und Leoparden. Daneben gibt es im Krater unter anderem Elefanten und ungewöhnlich in dieser Gegend, Flusspferde. Es existieren noch zwischen zehn und 15 Exemplare der bedrohten Spitzmaulnashörner, deren Population in den 1960er Jahren noch über hundert Tiere betrug. Die großen Tierwanderungen in der SerenTAN-Grabstein Grzimek Vater&Sohngeti führen auch durch den Ngorongoro-Krater.

Am Rande des Kraters liegen Bernhard Grzimek und sein Sohn Michal bestattet, der dort beim Absturz seines Flugzeuges während der Dreharbeiten zu „Serengeti darf nicht sterben“ abstürzte.

  Am Rande des Kraters liegen Bernhard Grzimek und sein Sohn Michal bestattet, der dort beim Absturz seines Flugzeuges während der Dreharbeiten zu „Serengeti darf nicht sterben“ abstürzte.


TAN Ngorongoro - 19Auch im Krater gab es viel Wasser und man merkte den Tieren an, wie sie es genossen, das frische Grün. Allerdings drängelten sie sich nicht wie sonst um die wenigen Wasserstellen. Als Highlights sahen wir Löwen beim Liebesspiel.



Oldovai-Schlucht---1.jpgAm folgenden Tag fuhren wir zur Olduvai-Schlucht, die neben dem Afra-Dreieck in Äthiopien und  Fundplätzen in Südafrika als „Wiege der Menschheit“ gilt (hier wurden die versteinerten Reste der „ersten Menschen“ und ihrer Vorfahren entdeckt). Man sieht gut die verschiedenen Ablagerungen, die die Vulkanausbrüche und die Erosion verursacht haben und darf gespannt sein, was dort noch alles gefunden wird.

Von dort ging es in die Serengeti. Ein großer Teil ist von Maasai bewohntes Gebiet, die zwischen den Büffeln, Zebras und Löwen ihre Viehherden grasen lassen, nur mit einem Stock bewaffnet. Es war gerade die Zeit der Wanderung und unzählige Gnus und viele Zebras und Gazellen liefen zielgerichtet in den südlichen Teil der Serengeti, wo sie im Januar ihre Jungen zur Welt bringen. Dieses weite Land und die vielen TiereSerengeti - 45  sind beeindruckend und man denkt unwillkürlich an das Paradies. So ähnlich muss es gewesen sein für die Tiere. Leider lässt das viele Grün schon ahnen, was uns einige Probleme bereitete: der Regen. Auf dem Weg zu unserem Zeltlager bei Einbruch der Dunkelheit blieben wir das erste Mal stecken und wurden eine halbe Stunde später von einem anderen Wagen zu den Zelten gebracht. Am nächsten Tag, wieder gegen Abend versuchten wir, einen Jeep aus dem knietiefen Matsch zu ziehen und blieben dabei selber stecken. Wir kamen erst Stunden später verdreckt im Lager an. Die Zelte waren geräumig und hatten sogar warmes Wasser zum Duschen, das mit Eimern in einen Behälter über dem Zelt gefüllt wurde. Das Essen war einfach unglaublich gut, dreigängig, und die Leute im Zeltlager sehr nett. Am letzten Morgen brauchten wir allerdings fast drei Stunden, um uns durch den Schlamm zu wühlen. Jedes Mal wiedSerengeti - im Schlamm - 4er sackte der Jeep ein, jedes Mal wieder musste er ausgebuddelt und mit Ästen unterlegt werden. Dann ging es einen Meter weiter und dann das gleiche Trauerspiel wieder....und wieder....und wieder.......
 

In der Serengeti sah man von weitem, wo sich ein interessantes Tier aufhielt, da standen dann 20 bis 30 Jeeps und oben raus guckten die Teleobjektive auf Stativen. Eine Leopard, belagert von mindestens  80 Leuten und 50 Geiern ließ sich die Ruhe nicht nehmen und eine schwangere Gepardin war so dick, dass ich mich fragte, wie sie noch jagen konnte.


Serengeti mit H&J - 5Für mich war der ergreifendste Moment, als wir morgens bei Sonnenaufgang inmitten von glitzernden Regentropfen auf dem Gras vor dem Zelt saßen und Mozart hörten und die rote Sonne durch die Schirmakazien blinkte

Diesen Post teilen

Repost 0

Kommentiere diesen Post