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Andere-Welten oder: Von Einem der auszog aus seinem Dorf und neue Welten kennen lernte

Benicasim-Hommertshausen

16. März 2013 , Geschrieben von R.Einloft Veröffentlicht in #Von einem der auszog:Europa

16. März 2013 15:55 -. Im Tal verharschter Schnee. Es ist kalt. Der Garten voller Rehspuren. Sie haben alles Grüne abgeknabbert.
 
Sonntag-letzter.jpgDienstag abgefahren in Benicasim, Renate in Castelldefels besucht (liegt kurz vor Barcelona). Ein Eindruck von der Krise: wir wollten zum WOK, dem Lokal mit grandiosem Angebot von dem man sich alles zu einem festen Preis aussuchen und an einer Theke frisch zubereiten lassen kann. Doch das hatte zu. Montags und Dienstags abends geschlossen.

Mittwoch hinter der Grenze in einen Sturm mit Orkan-Stärke geraten. Auf der Wetterkarte abends gesehen, es waren Windstärken von 10-12 dabei. Das macht Angst, wenn der Wagen einfach so versetzt wird und die Lastwagen gefährlich nahe vorbei donnern. Die können schneller fahren.
Die Nacht verbracht in einem kleinen Ort vor Lyon. Französische Städte haben häufig neben Kirche und Rathaus einen zentralen Parkplatz. Die Stadt anschauen war nichts, der Wind pfiff empfindlich kalt und vor zerfallenen Häusern lungerten dunkle Gestalten. Selbst gekocht und justamente da kam die Präsentation des neuen Papstes im Fernsehen. Hätten wir sonst nie angeschaut. Muss ja auch mal sein.

Auf der Fahrt bis zum Elsass Sonne, dann dunkle Wolkenwände mit Schneestürmen. Dahinter wieder Sonne, gefolgt von dem nächsten Schneesturm. Hat Gott sei Dank nicht gereicht, um die Straße glatt zu machen.

Das Straßburger Münster blieb uns verwehrt wg. Mordsverkehr und eisigem Wetter. Über Kehl auf der anderen Rheinseite war gerade Schnee verweht, frierend sind wir durch die Innenstadt (nicht schlecht, nicht schlecht), haben Glühwein und Tee mit Rum getrunken und sind weiter gefahren. In ein schönes Dorf mit großen Fachwerkhäusern. Die Vesperstube hatte Labskaus, war aber keiner sondern Bratkartoffeln gemischt mit Blut und Leberwurst sowie Sauerkraut und Spiegeleiern. Schmeckte gut. In einer Seitenstraße geschlafen. Die Frau, die am nächsten Morgen fragte, ach sie sind auch schon auf, war nett.

Dann gings schnell am Freitag, nur noch 4 Std. bis Hommertshausen. Und dann war da das Dorf und dann war da die Hardtbergstraße und dann war da unser Haus und davor stand der Klaus, der seit Tagen eingeheizt hatte. Weißer Rauch aus dem Kamin zeigte an, dass wir gewählt hatten. Hier sind wir (auch) zu Hause.   

Wieder-daheim.jpg

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Conchi 03/23/2013 11:34


Hallo Reinhold,


 


es stimmt, Rasenmäher sind schlimm laut, aber die hohen Maschinentöne empfinde ich als noch schlimmer. Es ist ja toll, dass ihr dort im Kreis der Faminile wohnt, das stelle ich mir richtig schön
vor, und der Pfarrer, der gerne schießt, hat mich gerade echt zum schmunzeln gebracht. Das ist doch ein etwas seltsames Hobby für einen Pfarrer, aber ihr scheint in einer super Runde zu wohnen!
:)


 


GLG an dich


und ein schönes WE euch


Conchi

Conchi 03/21/2013 13:53


Hallo Reinhold,


 


ja, euer Haus liegt traumhaft schön. Ich wohne ja auch inzwischen wieder auf dem


Land, aber hier im Dorf ist es teilweise sogar lauter als in der Stadt. Sobald das


Wetter besser wird, tönen aus den meisten Gärten die lauten Maschinen, und


die Bauern fahren sogar noch spät Abends mit ihren Traktoren hier vorbei.


Ich würde auch gerne eine solch schöne Alleinlage haben, aber vermutlich hätte


ich so ganz allein gelegen doch etwas Angst, vor allem in dunklen Winternächten.


Aber ihr seid ja zu zweit, und dann geht es ja eher. :)


 


GLG an dich


und einen schönen Tag dir


Conchi

R.Einloft 03/22/2013 13:28



:) OK, das hatte ich vergessen, ist ja schließlich Winter. Doch, diese richtigen Männer, die haben auch hier allerlei Maschinen und werkeln damit den lieben langen Tag rum. Am schlimmsten sind
die Rasenmäher, finde ich. Trotzdem ist es hier am Rande relativ ruhig. So einsam sind wir nicht. Oberhalb wohnen Bruder, Schwägerin und Mutter, neben uns ein Cousin sowie der Pfarrer, dessen
Hobby ist Schießen. Du siehst, wir sind wohlbehütet. Und dann sind wir, wie Du richtig bemerkst, auch noch zu zweit.


Beste Grüße, RE



Conchi 03/20/2013 17:21


Na, da lag ich ja wohl etwas verkehrt, aber in Hessen ist ist ja auch


sehr schön, und dann wohnst du ja gar nicht so weit von hier entfernt.


Ich war früher öfter mal nicht weit von Marburg, und es hat mir da sehr


gut gefallen. Und euer Haus sieht ja wirklich toll aus, undliegt  schön ruhig.


 


LG an dich


Conchi

R.Einloft 03/21/2013 11:08



Klar, Hessen ist schön und besonders unser Hinterland. Wie schon der Name sagt, ist es ganz hinten im Land (Hessen). Wenn, dann ist das ein Nachteil. Marburg ist alledings nicht sehr weit, so 25
Km. Ansonsten ist unser Tal die Ruhe selbst. Ja, unser Haus ist klasse, es gefällt uns nach wie vor und hält uns im Tal.


Beste Grüße aus Hommertshausen


RE



Conchi 03/18/2013 10:07


Hallo Reinhold,


 


na, das war ja eine aufregende Heimreise, und ich bin froh, dass ihr gut angekommen seid! Vor allem freut es mich, dass ihr es war habt, und die Heizung wieder geht!! Ihr wohnt ja traumhaft
schön, und es scheint eine tolle Alleinlage zu sein. Das würde mir auch gefallen. Kann es sein, dass ihr in Süddeutschland wohnt? Nach dem Haus zu urteilen, würde ich darauf tippen.


 


Ich wünsche euch einen guten Start ind die Woche,


und dass ihr euch bald wieder gut eingewöhnt habt hier!!


LG an dich


Conchi

R.Einloft 03/18/2013 13:34



Ja, da has dur recht, wir wohnen traumhaft schön. Klein aber fein, genau nach unseren Vorstellungen. Jeder ein Zimmer und einen gemeinsamen Wohn-Aufenthalts-Koch-Raum. Nein, in Süddeutschland ist
das nicht, meine Heimat ist Oberhessen, hinter Marburg, ins Hinterland rein, da wo die Welt zugenagelt ist.


Auch Dir einen schönen Start in die Woche


Freundlichst RE