Artikel teilen! Club of Rome: Die Zukunft der Menschheit ist düster: Der Tag fing gut an. Dann aber kam diese Meldung so enorm wichtig, und ich wusste, dass es ...
Andere Welten oder: vom Leben in Chile, Ecuador, Brasilien, Kolumbien, Tansania, Mosambik und immer wieder Deutschland
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Der Tag fing gut an. Dann aber kam diese Meldung so enorm wichtig, und ich wusste, dass es mal wieder nur ein Rauschen im Blätterwald sein würde. Und ich wusste, da musst du dich dran setzen und was schreiben, denn schreibend lerne ich besser und diese Fakten will ich behalten. Und ich wusste, das macht deinen Blog nicht attraktiver, denn eigentlich müssten wir was ändern, doch will sich keiner ändern. Ich auch nicht. Macht nichts, machs.
Das war die Nachricht: Bis 2052 wird es mehr Dürren, Fluten, Insekten und extremes Wetter geben sagen
Wissenschaftler in ihrem Bericht an den
Club of Rome voraus. Das stete Wachstum der Wirtschaft schadet dem Klima und den Naturschätzen.
In 40 Jahren hat "die Menschheit ... die Ressourcen der Erde ausgereizt";
In 40 Jahren werden in einigen Fällen örtliche Kollapse schon abgelaufen sein;
In
40 Jahren werden Weltweit 3 Milliarden Menschen in Armut leben;
In 40 Jahren ist eine ungeheure Umweltzerstörung voraus zu
sehen.
In 40 Jahren wird die Schere zwischen Arm und Reich weit offen sein (bei uns noch weiter als
in den Entwicklungsländern, die holen auf)
Schon jetzt erodieren Landwirtschaften und gehen verloren, die Meer sind
überfischt und fossile Rohstoffe werden immer knapper.
Hauptursachen dieser Entwicklung ist das wachstumsfixierte Wirtschaften und der "Triumpf des unproduktiven Finanzkapitals". Nur durch die
Trennung in privaten Gewinn und Reparatur der Schäden durch die öffentliche Hand macht diese Art des Wirtschaftens überhaupt noch Sinn. Denn rechnet man die Kosten der Umweltzerstörung mit ein,
fällt schon jetzt Summa Summarum kein Gewinn mehr ab. Wir stecken mehr ins Reparieren als wir Konsumieren.
Eine der Folgen diese Wirtschaftens sind die Treibhausgase. "Wir stoßen jedes Jahr zweimal so viel Treibhausgas aus wie Wälder und Meere absorbieren können." Alle bisherigen Vereinbarungen zur ihrer Reduzierung werden erst 2030 ihren wirksamen Höhepunkt erreichen, und das sei zu spät um den globalen Temperaturanstieg genügend zu bremsen. "Der Meeresspiegel wird um 0,5 Meter höher sein, das Arktiseis im Sommer verschwinden und das neue Wetter wird Landwirte und Urlauber treffen." (Dazu passend kam gestern im Fernsehen, dass Klimaforscher zufällig auf ein alarmierendes Phänomen gestoßen sind. Nicht nur der Nordpol, wie bisher geglaubt, auch das Antarktis Eis schmilzt. Der Meeresspiegel kann bis zu 2,5 Meter steigen).
Der Club of Rome fragt sich, ob die Menschheit überhaupt in der Lage sei zu überleben, ohne einen massiven
Richtungswechsel. Gut gebrüllt, Löwe. Ich auch.
Denn wir sind an Grenzen gestoßen und müssten eigentlich Halt machen mit dem Wachstumswahn, wenn der Globus noch lebenswert sein soll für die Nachkommen. Politiker aller Couleur wollen und dürfen nicht darüber nachdenken. Schon einfache Überlegungen reichen, den Irrsinn zu enttarnen. Man braucht dafür nicht unbedingt den Club of Rome, ist aber gut, dass der bestätigt.
Beide Wirtschaftsformen, sowohl die kapitalistische des freien Marktes als auch die auf Plan setzende marxistische (China z.B.) sehen im Wachstumimmer etwas Positives. Wenn man die Wachstumsraten der Bevölkerung weltweit und die der Wirtschaft für die nächsten 100 Jahre hochrechnet plus der zunehmenden Beteiligung immer weiterer Menschen am Wohlstand in den Schwellenländern, kommt man auf verheerende Zahlen. Dann wird die Energienachfrage von heute um das X-fache gestiegen sein (Zehnfache in 100 Jahren, sagt eine frühere Rechnung des Club). Leicht, sich vorzustellen, dass dann unser Planet ausgepowert, ausgebeutet, nicht mehr lebenswert sein wird. Verteilungskämpfe, die jetzt schon ablaufen, werden härter, kriegerische Auseinandersetzungen um Rohstoffe und Nahrung haben begonnen, werden sich ausweiten. Der Club of Rome sagt eine Revolution in den 2020er Jahren voraus ähnlich der 1848 gegen das feudale Herrschaftssystem. Die Kultur des Konsums muss umschwenken auf nachhaltiges Wirtschaften. Doch wir, die Reichen, wollen weiter konsumieren und die da, die Armen, wollen auch einen Teil des Kuchens. Schwer zu verstehen? Ich denke, das ist eher ein natürlicher Verlauf des Lebens. Schon allein das müsste reichen, um anzuHALTen. Dann kommen noch die Hochrechnungen des Club of Rome hinzu und aus ist´s mit der lieben Wachstumsrate. Müsste man meinen. Oder?
Doch was wird passieren? Es wird dasselbe passieren wie im Märchen bei dem König, der ein schönes Reich und Reichtum hatte. Und was machte der? Er nahm seine
goldenen Flöte und pfiff darauf. Weiter gehts wie eine Herde wutenbrannter Elefanten, die durch den Urwald brechen, links und rechts niederwalzen, was ihnen
im Weg steht. Doch anders als die Elefanten im Urwald stürmt unsere Bullenherde unaufhaltsam immer weiter bis sie einen Abgrund hinabrutscht und sich die meisten das Genick brechen.
PS: Es gibt auch eine gute Nachricht. Die Weltbevölkerung soll nur bis 8,1 Milliarden Menschen steigen. Dann ist der Pik erreicht. Ursache sei die Wanderbewegung in die Städte und die damit
verbundene Reduzierung der Geburtenrate. Wie bei uns, ham wir ja schon.
PSS: Der nächste Verteilungskampf weltweit geht um Wasser. Wetten?
(alle Zitate aus der Pressekonferent des Club of Rome)