Quantcast

Letzte Artikel

  • Rom IV
    Um uns herum auf dem Campingplatz Vogelgezwitscher, dass es eine wahre Pracht hat. Neben uns im Gebüsch manchmal das Schlagen einer...
  • Rom III
    Freitag, den 3. Mai 2013: 
Mich erstaunt immer wieder, wie unbefangen Italiener mit ihren Altertümern umgehen. Dass für die...
  • Alternative Hochzeitskutschenfahrt von Mario&Mirjam
       
  • Hochzeit von Mirjam&Mario
      Eine wunderbare Hochzeit hatten wir mit dem wunderschönen Paar Mirjam&Mario. Und das Wetter hat auch noch mit...
  • Rom, Rom, Rom II
    Dienstag, den 30. April 2013: 
San Giovanni in Laterano ist die erste Kirche Roms - sagen sie (nehme mal an, die ersten Christen hatten...
  • Konfirmation Frederik
    Am Wochenende war mal wieder Konfirmation bei Krauses in Penzberg. Schade, es war die letzte. Denn wie es sich bei Krauses eingebürgert...
  • Rom, Rom, Rom
    Donnerstag, den 2. Mai 2013 komm ich mal wieder zum Schreiben. 
   Seit Sonntag Rom. Rom, überall Rom. Kultur,...
  • Nordkorea: Der Personenkult
    Warum verehren Nordkoreaner ihre Kim-Clique? Kim Il-sung Kim Il-sung war ein von Stalin protegierter Gründervater des heutigen...
  • Nordkorea, eine Geschichte
    Korea grenzt an China und Russland und ist von Japan durch die Koreastraße und das Japanische Meer getrennt....
  • Alptraum über Bayern München
    23. April 2013 17:48 -. Im Tal leichter Frühling, OK, ist noch sehr bewölkt, aber schon deutlich wärmer. Und die Büsche, Blumen und Bäume...
Vollständige Liste
Friday, 11. may 2012 5 11 /05 /Mai /2012 10:32

Der Tag fing gut an. Dann aber kam diese Meldung so enorm wichtig, und ich wusste, dass es mal wieder nur ein Rauschen im Blätterwald sein würde. Und ich wusste, da musst du dich dran setzen und was schreiben, denn schreibend lerne ich besser und diese Fakten will ich behalten. Und ich wusste, das macht deinen Blog nicht attraktiver, denn eigentlich müssten wir was ändern, doch will sich keiner ändern. Ich auch nicht. Macht nichts, machs.


Das war die Nachricht: Bis 2052 wird es mehr Dürren, Fluten, Insekten und extremes Wetter geben sagen Wissenschaftler in ihrem Bericht an den The_Club_of_Rome_Wikipedia.png Club of Rome voraus. Das stete Wachstum der Wirtschaft schadet dem Klima und den Naturschätzen.

 
In 40 Jahren hat "die Menschheit ... die Ressourcen der Erde ausgereizt"; 
In 40 Jahren
werden in einigen Fällen örtliche Kollapse schon abgelaufen sein;
In 40 Jahren werden Weltweit 3 Milliarden Menschen in Armut leben;
In 40 Jahren ist eine ungeheure Umweltzerstörung voraus zu sehen.
In 40 Jahren wird die Schere zwischen Arm und Reich weit offen sein (bei uns noch weiter als in den Entwicklungsländern, die holen auf)
Schon jetzt erodieren Landwirtschaften und gehen verloren, die Meer sind überfischt und fossile Rohstoffe werden immer knapper.

 
Hauptursachen dieser Entwicklung ist das wachstumsfixierte Wirtschaften
und der "Triumpf des unproduktiven Finanzkapitals". Nur durch die Trennung in privaten Gewinn und Reparatur der Schäden durch die öffentliche Hand macht diese Art des Wirtschaftens überhaupt noch Sinn. Denn rechnet man die Kosten der Umweltzerstörung mit ein, fällt schon jetzt Summa Summarum kein Gewinn mehr ab. Wir stecken mehr ins Reparieren als wir Konsumieren. 


Eine der Folgen diese Wirtschaftens sind die Treibhausgase. "Wir stoßen jedes Jahr zweimal so viel Treibhausgas aus wie Wälder und Meere absorbieren können." Alle bisherigen Vereinbarungen zur ihrer Reduzierung werden erst 2030 ihren wirksamen Höhepunkt erreichen, und das sei zu spät um den globalen Temperaturanstieg genügend zu bremsen. "Der Meeresspiegel wird um 0,5 Meter höher sein, das Arktiseis im Sommer verschwinden und das neue Wetter wird Landwirte und Urlauber treffen." (Dazu passend kam gestern im Fernsehen, dass Klimaforscher zufällig auf ein alarmierendes Phänomen gestoßen sind. Nicht nur der Nordpol, wie bisher geglaubt, auch das Antarktis Eis schmilzt. Der Meeresspiegel kann bis zu 2,5 Meter steigen). 


Der Club of Rome fragt sich, ob die Menschheit überhaupt in der Lage sei zu überleben, ohne einen massiven Richtungswechsel. Gut gebrüllt, Löwe. Ich auch.


Denn wir sind an Grenzen gestoßen und müssten eigentlich Halt machen mit dem Wachstumswahn, wenn der Globus  noch lebenswert sein soll für die Nachkommen. Politiker aller Couleur wollen und dürfen nicht darüber nachdenken. Schon einfache Überlegungen reichen, den Irrsinn zu enttarnen. Man braucht dafür nicht unbedingt den Club of Rome, ist aber gut, dass der bestätigt.


Beide Wirtschaftsformen, sowohl die kapitalistische des freien Marktes als auch die auf Plan setzende marxistische (China z.B.) sehen im Wachstumimmer etwas Positives. Wenn man die Wachstumsraten der Bevölkerung weltweit und die der Wirtschaft für die nächsten 100 Jahre hochrechnet plus der zunehmenden Beteiligung immer weiterer Menschen am Wohlstand in den Schwellenländern, kommt man auf verheerende Zahlen. Dann wird die Energienachfrage von heute um das X-fache gestiegen sein (Zehnfache in 100 Jahren, sagt eine frühere Rechnung des Club). Leicht, sich vorzustellen, dass dann unser Planet ausgepowert, ausgebeutet, nicht mehr lebenswert sein wird. Verteilungskämpfe, die jetzt schon ablaufen, werden härter, kriegerische Auseinandersetzungen um Rohstoffe und Nahrung haben begonnen, werden sich ausweiten. Der Club of Rome sagt eine Revolution in den 2020er Jahren voraus ähnlich der 1848 gegen das feudale Herrschaftssystem. Die Kultur des Konsums muss umschwenken auf nachhaltiges Wirtschaften. Doch wir, die Reichen, wollen weiter konsumieren und die da, die Armen, wollen auch einen Teil des Kuchens. Schwer zu verstehen? Ich denke, das ist eher ein natürlicher Verlauf des Lebens. Schon allein das müsste reichen, um anzuHALTen. Dann kommen noch die Hochrechnungen des Club of Rome hinzu und aus ist´s mit der lieben Wachstumsrate. Müsste man meinen. Oder?


Doch
was wird passieren? Es wird dasselbe passieren wie im Märchen bei dem König, der ein schönes Reich und Reichtum hatte. Und was machte der? Er nahm seine goldenen Flöte und pfiff darauf. Weiter gehts wie eine Herde wutenbrannter Elefanten, die durch den Urwald brechen, links und rechts niederwalzen, was ihnen im Weg steht. Doch anders als die Elefanten im Urwald stürmt unsere Bullenherde unaufhaltsam immer weiter bis sie einen Abgrund hinabrutscht und sich die meisten das Genick brechen.

PS: Es gibt auch eine gute Nachricht. Die Weltbevölkerung soll nur bis 8,1 Milliarden Menschen steigen. Dann ist der Pik erreicht. Ursache sei die Wanderbewegung in die Städte und die damit verbundene Reduzierung der Geburtenrate. Wie bei uns, ham wir ja schon.

PSS: Der nächste Verteilungskampf weltweit geht um Wasser. Wetten?

(alle Zitate aus der Pressekonferent des Club of Rome)

Kommentar hinzufügen - Kommentare (2)ansehen
Zurück zur Startseite
Erstellen Sie einen Blog auf OverBlog - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Werbung - Missbrauch melden - Impressum - Artikel mit den meisten Kommentaren