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Andere-Welten oder: Von Einem der auszog aus seinem Dorf und neue Welten kennen lernte

Entwicklung

14. August 2012 , Geschrieben von R.Einloft Veröffentlicht in #Andere Welten - andere Probleme

Dienstag, den 14. Juli 13:24 Uhr - Schöner Sommer im Tal. Blauer Himmel mit Schleierwolken hoch oben durchzogen. 22. Grad. Dar es Salaam 29 Grad, Sonne, leicht bedeckt; Rio 22 Grad Sonne.

Bei Diamond in „Arm und Reich“ eine erschütternde These gelesen. Danach muss ich meine Einstellung zum Fortschritt in Afrika ändern. Er sagt, dass nur die Länder zu technischen Innovationen, Weiterentwicklungen, Teilnahme am globalen Handeln in der Lage sind, die seit 1000enden von Jahren mit den Machtzentren verbunden waren oder von denen besiedelt wurden, die intensive Landwirtschaft betrieben und weiterentwickelt haben. Nur deren Bevölkerung habe eine Tradition in der Handhabung vor Schrift, von Maschinen und sei vertraut mit zentralisierter politischer Macht. Zu diesen Ländern gehöre China mit seinem Einfluss auf Japan, Korea, Malaysia, Europa und die überseeischen Staaten wie USA, Australien, Brasilien, Südafrika. „Die Bewohner Afrikas südlich der Sahara, die australischen Aborigenes und die amerikanischen Indianer brauchen sich keine großen Hoffnungen zu machen...“ Entwicklungen, so seine Aussage, die sich seit 1000enden von Jahren abspielt und prägend waren, kann man nicht in einem großen Sprung nachholen.

Ich vermute, der Mann hat Recht. An der Unfähigkeit der ländlichen Bevölkerung zu Entwicklungssprüngen ist schon Nyerere in Tansania gescheitert. Und alle Entwicklungsbemühungen in Afrika scheitern daran. Auch im Hochland der Anden. Und anderswo. Das würde heissen, dass die moderne Elite dieser Länder, die sich mehrheitlich zusammensetzt aus westlich geprägten Intellektuellen, Zuwanderern und Investoren, die Adressaten für Entwicklung wären. Bei Senghaas habe ich das schon vor Jahren gelesen. Die kleine Elite der EL, nur ein kleines Kreissegment, kommuniziert, interagiert und handelt mit der weit größeren Elite in den Ländern der Ersten Welt. Bei uns macht das Kreissegment der zu Eliten gehörenden so 2/3 der Bevölkerung aus, wir gehören fast alle zu den Gewinnern aus dieser Verbindung. Aber in den EL gibt es keine Verbindung von der winzigen Elitegruppe zu der Mehrheit.

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