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Andere-Welten oder: Von Einem der auszog aus seinem Dorf und neue Welten kennen lernte

Männer Teil II

19. April 2012 , Geschrieben von R.Einloft Veröffentlicht in #Unsere Welten - unsere Probleme

Gestern habe ich den Zeit-Artikel „Das verteufelte Geschlecht“ von Christopf Kucklick kommentiert. (Männer) Hier nun ein weiterer interessanter Gedanke daraus.

Eine der zentralen Aussagen von Kucklick ist, dass Männer zu ihrer "Unmoral" seit 200 Jahren sozialisiert werden. Doch auch den Frauen ist es anscheinend nicht anders gegangen in diesen Zeiten des Umbruchs von einer fest geordneten hierarchischen Ständegesellschaft in die „Freiheit“ der Arbeitskraft mit all ihren Unsicherheiten und den daraus resultierenden neuen Menschenbilder. Auch Frauen sind in dieser Zeit in ein stereotypisches Korsett gepresst worden, das bis heute hält. Nach K kam um 1800 „als eigentliche historische Neuerung ... ein Diskurs auf, der Männer als naturhaft unmoralisch, gewalttätig, egoistisch, asozial, hypersexuell, gefühlskalt, kommunikationsunfähig und verantwortungslos charakterisiert“. Gegen diesen inhuman agierenden Mann wurde ein Frauenbild gestellt, dass Frauen auf Heim und Herd reduziert in dessen Geschütztheit sie den wilden Stier beruhigen kann. „Die Verworfenheit der Männer bedeutet nämlich auch für die Frauen nichts Gutes: Die haben jetzt ganz anders zu sein! Wenn Männer das Problem der Gesellschaft sind, müssen Frauen die Lösung darstellen. Das geht nur, wenn sie von grundlegend anderem Charakter sind: einfühlsam, passiv, friedlich – der ganze Kanon der Beleidigungen einer reduzierten Weiblichkeit“. Ist ja auch nicht gerade ein erstrebenswertes Leitbild. Viele Frauen haben sich heute davon gelöst, doch noch immer verharrt die Mehrheit in der bürgerlichen Moral- und Wertvorstellung des dominanten Mannes und der sanfteren (Haus)Frau.

Anscheinend schleppen beide Geschlechter einen Ballast von Wertzuweisungen mit sich rum, der uns abhalten kann, so zu sein, wie wir sind. Nämlich vielschichtig. Und zwar alle. Männer wie Frauen.

Wie wollen wir sein? Frei wie der Wind, mit Wärme ausgefüllt und strahlend wie eine Sonne und stark wie ein Stier. Ha!

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Joachim 04/25/2012 20:20


Ich danke Dir. außerdem haben beide Geschlechter Züge des anderen in sich. Kommt nur drauf an, wie das verteilt ist. Lach!


LG Joachim

R.Einloft 04/26/2012 14:23



Eben! Und das ist gut und schön, wir müssen nur die Angst verlieren und es leben.


Bestens, RE



Joachim 04/20/2012 17:49


Hallo RE! Das sind wieder interessante Gedanken. Wir sollten bei dieser überkommenen -einordung der Geschlechter mit ihren Klischeerollen nicht die Kirche vergessen, die Religion, vor allem den
Katolizismus. Es würde sich zweillos etwas an den althergebrachten einstellungen ändern, wenn wieder mal eine Frau Papst wäre.


LG Joachim

R.Einloft 04/21/2012 13:36



Richtig, Kirche und Religionen spielen eine große Rolle bei der Zuordnung (und Umsetzung) von Geschlechterrollen. Das ist in dem Artikel, auf den ich mich beziehe, gar nicht angesprochen. Es gibt
sicherlich noch eine Menge Faktoren, die bei dieser Diskussion berücksichtigt werden müssen.



Tja, ob sich mit einer Frau als Papst nur deshalb was ändert nur weil sie eine Frau ist, das bezweifle ich. Es kommt eben auf den individuellen Charakter an, das habe ich beschlossen zu glauben.
Denn eigentlich sind wir gar nicht so unterschiedlich. Ich gebe dir allerdings recht, dass die Chancen, eine "humane" Frau zu finden größer sind als bei der Männerauswahl.


Ein schönes Wochenende wünsche ich dir, Joachim!


Grüße aus dem Tal von RE



Katharina vom Tanneneck 04/20/2012 00:48


Ich denke, da muß jeder seinen eigenen Weg finden! Ich lebe so, wie ich leben möchte. Das geht allerdings erst nach meinem Berufsleben. 

R.Einloft 04/21/2012 13:26



Ja, wir sind die Glücklichen. Viel erlebt, viel gelernt und nun umgestzt im neuen Leben. Prima. Gefällt mir. Danke Katharina


Gruß aus dem vom Aprilregen feuchte Tal und ein schönes Wochenende, RE