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Andere Welten oder: vom Leben in Chile, Ecuador, Brasilien, Kolumbien, Tansania, Mosambik und immer wieder Deutschland
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27. Mai 2012 11:40 Uhr; 20 Grad; dicke Wolken am Himmel, dazwischen Sonnenschein
Die Sonne der letzten Woche hat so viel Strom produziert wie 20 Atomkraftwerke. Schwenken wir um, seien wir für die Erderwärmung, dann kriegen wir genügend alternative Energie und brauchen uns keine Sorgen um unseren Wohlstand zu machen. Fehlen nur noch die Trassen, um den Strom dahin zu bringen, wo er gebraucht wird. Die bisherigen, zentralisiert von den Atomkraftwerken ausgehenden weiterhin zu nutzen, dazu rüsten gerade die Konservativen Energiepolitiker. Sie können ihre Niederlage nicht verwinden. Oder macht die Regierung das von alleine? M sagt, sie verzögern, damit sie einen Grund haben, die still gelegten und still zu legenden Mailer zu reaktivieren.
Neuerdings fahren Männer Trecker. Alte, gebrauchte, neu aufgemöbelte, möglichst mit einer kraftvollen Seilwinde am Bug. Weil sie Holz im Wald ziehen, sagt mein Bruder, die Heizung ist zu teuer. Ja doch, Männer müssen in den Wald weil richtige Männer richtig Holz machen. Und mit ihrem Trecker richtig durch Wiesen und Felder eiern. Ich vermute, dahinter steckt eine Vorstellung von kraftvollen, zupackendem Mann, der seine Projekte haben muss um sich zu bewähren. Die Baumärkte danken es ihnen. Nirgendwo auf der Welt sind sie so frequentiert wie in Deutschland. Und die Reklame führt ihn uns vor, den Mann mit dem Boschhammer (rattatattatong, weg ist der Balkon), den Mann, einsam in der Wildnis sein Haus bauend, den Mann, Wände einreisend um neu zu erschaffen. Er ist nicht mein Mann.
Es ist ruhig unten auf der Straße, ab und an sausen sie vorbei, die Radrennfahrer. Pfingstmontag tun sie das mittlerweile traditionell. Von Dautphe über Silberg, Hommertshausen, Mornshausen und zurück nach Dautphe. Sechs Runden, 57 Km. Rennen für Profis und Amateure, für klein und groß. Früher wäre ich gerne mit gefahren. Nur staunend kann ich zuschauen. Schnell sind einige, unglaublich schnell.
Mein Gemüt hält es heute mit dem Wetter: betrübt mit wenig Sonnenschein