Artikel teilen! Reise nach Peru - Samstag, 9.1.2010 Panamericana: Surreal die Fahrt, rechterhand der Pazifik aus dem die Wüstenberge wie hohe Sanddünen auf ...
Andere Welten oder: vom Leben in Chile, Ecuador, Brasilien, Kolumbien, Tansania, Mosambik und immer wieder Deutschland
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Surreal die Fahrt, rechterhand der Pazifik aus dem die Wüstenberge wie hohe
Sanddünen aufsteigen, braun und unbelebt sich im Landesinneren verlieren, durchschnitten von der Straße, an deren Abhängen ab und an Siedlungen aus bunten Häuschen wie Pappkartons mit dunklen
Fensterhöhlen kleben, eintönig, grau, Meilen um Meilen. All das erinnert mich an die Atacama-Wüste im Norden Chiles, an die zwei Jahre Antofagasta, an Sand, Steine, Hügel, endlos, trostlos, bis
an die Hänge der Anden sich hochziehend, das trockenste Land der Erde, das sich in der Tat bis hierher und weiter in den Norden Perus ausdehnt. Es
ist die Panamericana, auf der wir fahren, die - meine - Traumstraße der Welt, die sich hinunter bis Puerto Montt im Süden Chiles zieht, in der anderen Richtung hinauf bis Kanada, nur unterbrochen
vom Sumpf- und Mangrovengebiet zwischen Kolumbien und Panama. Vor langer, langer Zeit bin ich schon einmal hier durchgekommen auf meiner Rückreise nach Deutschland, im wellblechpappenem
Greyhound-Bus. Film und Buch über die Panamericana waren Vorbild, ich wollte die berühmte Straße fahren. Durch Chile, Peru, Ecuador und Kolumbien ist es mir gelungen, auch weite Strecken in
Mittelamerika, doch der nördliche Teil fehlt, wird wohl nie dazu kommen. Um so spannender, wieder auf ihr zu fahren, der Straße meiner Jugendträume.