Monday, 25. january 2010 1 25 /01 /Jan. /2010 22:57
Cusco mit Jan&Tati - 59Was für ein Tag! Vor 4.00 Uhr morgens aufgestanden, um 5.00 am Flughafen, 6.00 ab, 7.00 an Cusco, herrlicher Flug über schneebedeckte Andengipfel, schockschwere Atemnot erwartet uns, wir sind auf 3400 m Höhe gelandet, leicht im Gehirn, Pudding in den Beinen. Die Kinder halten sich vorzüglich trotz früher Zeit und Flugangst bei Jan. Ich fliege nur mit, hat er gesagt, wenn ich neben Opi sitzen darf. Meine Gelegenheit, versuche, mit Erklärungen zum Fliegen ihn abzubringen vom Denken. Ein Taxi holt uns ab, die Herberge hoch am Hang der Stadt hat Frank vorbereitet und bezahlt wie auch Flug und Fahrten (und unseren Aufenthalt; Dank unserem Großen an dieser Stelle). Trotz Dusselkopp bemerkt, das Rückflugticket ist weg, beim Check In abhanden gekommen. Also los, runter in die Stadt,



Cusco mit Jan&Tati - 2gepflasterte Gassen voll mit Taxis, Cusco liegt an steilen Hängen, das Zentrum im Tal, schön sauber alles














Cusco mit Jan&Tati - 4und da sind sie dann, die alten Inca-Mauern mit den riesigen Steinen, darauf die Gebäude der spanischen Eroberer im Kolonialstil. Die Fluggesellschaft ist freundlich, regelt den Rückflug, wir keuchen zurück, Coca wo wir stehn und gehn, hilft gegen Höhenkrankheit, Coca-Blätter bleiben ein altes Heilmittel der Indios hier oben, werden überall verkauft. Ich wusste es, Coca war schon immer gut. Zurück zum Hostal, wir haben kein Zimmer, müssen am selben Tag weiter, der Manager organisiert unsere Reise nach Machu Picchu, die Kinder schlafen auf Liegen im Innenhof, ich dämmere weg im Sessel, die Tickets kommen, wir gehen essen, traditionell mit viel Fett am Fleisch. 13.30 kommt der Fahrer, 2 Std dauert die Fahrt zum Bahnhof (früher begann die Eisenbahn in der Stadt, das sei eingestellt worden, warum? Die Bahn macht zu viel Krach. In der Tat, sie hupt am laufenden Band). Es geht über einen Pass von 3900 m, durch fruchtbare Höhentäler, Kartoffeln, Kartoffeln so weit das Auge reicht. Cusco mit Jan&Tati - 31Der Bahnhof in einer Schlucht, drum herum Buden mit teurem Essen und Trinken. Um 16.30 fährt der Zug, 18.30 an in Aguas Calientes, wild gewachsen, hässlich, voll, Tourismus pur, in 1/2 Std. Takt transportieren Züge die Besucher. Warten auf den Führer, um 19.00 sollte er kommen, um 21.00 ist er da. Schon wieder aufstehen vor Sonnenaufgang am nächsten Tag und nach der Besichtigung der alten Bergsiedlung der Incas, der heiligen Stadt hoch oben in den Wolken ist am Nachmittag die Rückfahrt vorgesehen nach Cusco. Es hat keinen Zweck, in dem überlaufenen Touristenort zu bleiben mit seinen Unmengen von Pizzerias und Indiogruppen, die wir aus den Fußgängerzonen der europäischen Großstädte kennen, und die "El condor pasa" spielen, das hat Frank gesagt, der Ort ist zu hässlich. Da hat er Recht. Was bin ich kaputt.

Eine Meisterleistung der Ingenieure, die Bahn nach Aguas Calientes. Auf schmalen Schienen rumpelt und rattert der Zug eine grandiose Schlucht hinab, Mensch und Tier von den Schienen hupend. Unser Pullman-Triebwagen mit Ledersesseln und Bordservice wie im Flugzeug schwankt durch die Biegungen, dem wilden, braunen Fluss und seinen Windungen folgend, links und rechts steigen fast senkrechte üppig bewachsene vor Nässe tropfende Felswände 1000 m und mehr hoch, schneebedeckte Andengipfel dahinter. Kaum vorstellbar, dieser schäumende, brodelnde Fluss, wuchtig und wild, wird die Anden durchqueren, nach Norden abbiegen, sich mit dem Amazonas vereinen. Erdgeschichte pur, könnte ich nur mehr darin lesen. Natürlich gibt es auch einfache Züge, sie kommen uns endlos pfeifend entgegen, bringen Touristen zurück. Dann muss einer der Begleiter raus und die Weiche von Hand umstellen. Ich wäre lieber Holzklasse gefahren, vielleicht transportieren die Indios damit ihre Lamas und Meerschweinchen.
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Kommentare

Schön von Euch zu lesen - Abenteurer der Erde. Grüßt mal den Rest der Verwandtschaft - bis die Tage. LG Carina
Kommentarnr1 gepostet von Carina am 26.01.2010 um 18h14
Hab ich gerade gemacht, lautstark nach hinten gebrüllt, da sitzt ein Teil der Rasselbande und futtert Spieglei. Gleich gehen wir in den Deutschen Klub schwimmen. Bis die Tage und alles Liebe und Gute an Euch Hübschen
Antwort von R.Einloft am 26.01.2010 um 19h22
hört sich nach einer anstrengenden Tour an! - Muss man es wirklich gesehen haben?
Kommentarnr2 gepostet von hanne am 26.01.2010 um 08h30
Darauf gibt es als Antwot nur ein eindeutiges Ja .Wir haben lange auch so gedacht. Siehe Bericht heute
Antwort von R.Einloft am 26.01.2010 um 19h22
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