Friday, 8. january 2010
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23:19

Es regnet fast nie in Lima, sagt Frank. Jetzt regnet es leicht nieselig, eine mittlere Katastrophe. Die Angestellten im Hotel laufen in Gummistiefeln rum und versuchen verzweifelt, die unbekannte
Nässe auf den Böden zu beseitigen. Auf den Terrassen über dem Meer gehen sie mit Staubsaugern dem bisschen Regen zu Leibe. Er ist Gesprächsthema Nr. 1: stell dir vor, sagt die Frau, heute Morgen
hatte ich tatsächlich eine Pfütze vor dem Haus. Angenehm die Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Frank sagt, das Wetterphänomen el niño (der Kleine) meldet sich zurück. Meteorologen rechnen dann am
Ostpazifik vor der Küste Südamerikas mit heftigen Regenfällen und am Westpazifik mit Trockenheit. Alle zwei bis sieben Jahre kehrt El Niño wieder und verändert das Wetter weltweit. El-niño-Jahre
sind überdurchschnittlich warme Jahre - überall auf der Welt. Nur in Deutschland anscheinend nicht, da gibts Schneesturm und ist kalt meldet Hanne.
Frank ist ein wunderbarer Gastgeber, er hat alles hervorragend geplant und für uns vorbereitet, sogar ein Handy hatten wir sogleich. Darauf ruft er an um zu fragen, wie es uns geht. Er ist rührend
besorgt und liest uns jeden Wunsch von den Augen ab, auch solche, die wir gar nicht haben. Zu gerne führt er uns in Super Restaurants oder Kaffees, bisher habt ihr für mich bezahlt, jetzt bin ich
dran, sagt er. Ich könnt ihn dauernd abküssen. Aber das kommt in Südamerika schlecht an.
Heute frei, den Tag vertrödelt, nachher holt Frank uns ab, abends gibts Erdnusshähnchen von M. Danach Skat zum lernen, Cecilia hat Frank zur Seite, Tati Marianne und ich spiele mit Jan. Macht Spaß
und ist gut zum lernen. Morgen fahren wir für eine Woche ans Meer.
Peru libre getrunken. Pisco mit Cola. Schmeckt ähnlich wie Chicha, die gekaute.

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