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Andere-Welten oder: Von Einem der auszog aus seinem Dorf und neue Welten kennen lernte

Rom IV

24. Mai 2013 , Geschrieben von R.Einloft Veröffentlicht in #Von einem der auszog:Europa

Um uns herum auf dem Campingplatz Vogelgezwitscher, dass es eine wahre Pracht hat. Neben uns im Gebüsch manchmal das Schlagen einer Nachtigall. Und M hat Papageien entdeckt. Des Nachts kräht ein Hahn und Hunde heulen.

Mit H&J in Rom 2013 - 104Um den Petersdom zu beschreiben fehlen mir die Worte. Jedes Mal (na ja, nur 2 Mal bis jetzt) nimmt die ausgewogene Schönheit dieser Kirche mich gefangen. Sie ist, da haben die Katholen recht, die schönste Kirche der Welt-soweit ich das beurteilen kann. Bei Ortheil gelesen (Die Erfindung des Lebens): Mit H&J in Rom 2013 - 099„Ich sehe die ausatmende, mächtige ruhende Kuppel und das schwache letzte Licht in ihrer schmalen Laterne oben. Das Bild, das ich sehe, erscheint unglaublich entrückt denn das, was ich nun sehe ist keine Kirche mehr, sondern wirkt wie ein unbetretbares Jenseits. Wer hat das gebaut? Hat das überhaupt jemand gebaut? All das. was ich sehe, wirkt so makellos schön und so stimmig, als handelte es sich um eine Verkörperung der Schönheit selbst, um eine Verkörperung ihrer Idee, wie das Maß aller Dinge.“ Worte, wem Worte gebühren.

Mit-H-J-in-Rom-2013---145.jpgTrastevere liegt „tripp de Bach“ sagen die Römer (ja, ja, auf Italienisch) Es ist der Stadtteil auf der anderen Tiberseite, in dem wir wohnen möchten. M sucht sich öfters Fenster aus, die auf einen der vielen kleinen Plätze hinaus gehen und sagt: da oben. Klein, eng, verwinkelt, mit Kneipen, Lokalen, Musikkeller, engen Geschäften, quirligem Gedränge und freundlicher Atmosphäre. Es war einmal das Arbeiterviertel. Noch immer feiern sie ihre Feste, stellen Tische und Stühle hinaus und feiern bis spät in die Nacht.  Wir sitzen auf der Straße vor einem Kaffee mit kubanischer Musik.

Mit-H-J-in-Rom-2013---128.jpgH hat sie entdeckt, die Villa Farnesina. Der reichste Mann Roms hat sie im 16. Jhdt. für seine Geliebte bauen und von berühmten Künstlern ausschmücken lassen. Auch Raffael hat an der Decke gehangen und Götter geschaffen, die mit ihresgleichen spielen und die nach oben starrenden Menschen im Saal unter ihnen mitnichten beachten. Das ist man von Göttern gewohnt. Mit-H-J-in-Rom-2013---137-Kopie-1.jpgIm Festsaal im 1. Stock öffnen sich die Stirnwände zu Säulen auf eine Loggia hinaus mit einem herrlichen Blick auf das Meer. Alles gemalt. Sogar der Fußboden mit den verschiedenfarbenen Marmorplatten ging perspektivisch exakt weiter in den dreidimensionalen Bilderraum.

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Hanne 05/24/2013 14:42


war DAS schön!!!

R.Einloft 05/24/2013 15:23



Ja, einmalig.
Hier, das habe ich noch gefunden, so sa die Villa Farnesina ursprünglich aus. http://www.villafarnesina.it


Schönes Wochenede wünsche ich


Gruß R