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Saturday, 7. april 2012 6 07 /04 /Apr. /2012 12:54

Sorrent III - 1Gestern war es angesagt, das Tief, aber Sonne und strahlend blauer Himmel haben noch mal gewonnen. Heute aber regnet es in Strömen. Muss es auch mal, sagt M. Der Regen donnert so stark auf das WoMo – Dach dass die Antenne streikt. Macht nichts, wir würden ja doch nichts hören bei dem Krach.

Gestern die Ku-Klux-Klan Männer ohne Uniform gesehen. Sie sind alle schwarz gekleidet und lustwandeln ernst und würdevoll in Gruppen durch die Stadt, sich ihrer Bedeutung als tragende Säulen von Christenheit und Prozession bewusst. Aber rauchen tun sie wie die Schlote.

Sorrent III - 7M: Temperatursturz und Regen waren angesagt, stattdessen blauer Himmel mit ein paar Schönwetterwölkchen, die letzte Gelegenheit, nach Capri zu fahren. „Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt...“, die Blaue Grotte, das alles wollte ich schon immer sehen, also kaufte ich mir ein Ticket für das Schnellboot. R. wollte nicht mit, er meinte, da sehe es bestimmt genauso aus wie hier, und 30 € mal 2 seien viel Geld. Die Überfahrt dauerte 20 Minuten, die Insel sieht in der Tat aus wie die gegenüber liegende Amalfiküste, also wildromantisch, üppig mit tiefblauem Himmel und Meer.  An der Mole wurden Rundreisen über und um die Insel angeboten, per Bus und Boot für 30 €, der Besuch der Blauen Grotte kostete allerdings extra (12,50 für drei Minuten, wie mir unsere Campingplatznachbarn verrieten). Die schönste Blaue Grotte habe ich in Brasilien gesehen, in Arraial do Cabo, da war sie umsonst. Ich entschied mich für einen Fußmarsch zum Zentrum, hoch oben in den Bergen durch Oliven- Orangen- und Zitronenhaine, es gab auch eine Zahnradbahn, wie ich später sah. Zauberhaft der Blick von oben, man konnte sogar den Vesuv sehen (glaube ich). Die Hotels, Geschäfte und Lokale einfach irreal – geschmackvoll, edel und teurer als alles, was ich je gesehen habe (eine Bluse für 865 € hätte mir gefallen). Jetzt habe ich Capri gesehen, zusammen mit Tausenden von Japanern, Russen und Amerikanern. Es ist wirklich sehr schön. Zu Hause in Sorrent in unserem Stammlokal erwartete mich R. mit einem Campari, hörte sich meine Erlebnisse an und bekochte mich im WoMo mit Spaghetti Napoli. Später im Bett guckten wir uns „Ben Hur“ an, so lange, bis wir nicht mehr konnten und einschliefen. Und heute früh um halb neun weckte uns der Regen, der aufs Dach hämmerte und seitdem immer stärker geworden ist. Wie gut, dass wir vorgestern noch 2 deutsche Bücher gekauft haben!

R-s-neue-italienische-Kleider.jpgR: Ich bin von Kopf bis Fuß italienisch eingestellt. Die Schuhe waren nötig, weil die alten nach Jahren des Gebrauchs von den Füßen fielen und die Hose war zu schön.

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