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Donnerstag, 26. november 2009 4 26 /11 /2009 16:00

Paulo holte mich morgens ab, wir fuhren die Av. Atlantica den schon betriebsamen Strand hoch, bogen am Othon Palace rechts ab in die Princesa Isabel, durch den Tunnel, kamen in Botafogo heraus, rechts Urca mit  dem Zuckerhut, die Straße folgte im Halbbogen dem Binnenstrand, lies den Blick über die Bucht von Guanabara frei auf Niteroi gegenüber, links thronte auf dem Bergrücken Christo Redentor, segnete die Stadt und uns, um den Morro da Viuva, dem Witwenberg herum schwang sich die breite Uferstraße nach Flamenco, rechterhand die ausgedehnten Parkanlagen am Meer, dann kamen die blendend weißen Boote und Anlagen des Segelclubs in Sicht, wieder folgten wir in einem Halbkreis der Bucht um am Binnenflughafen auf der aufgeschütteten Halbinsel zu wenden, unter der Schnellstraße hindurch, nach Gloria hinein zum Büro. Es war die schönste Strecke zur Arbeit die ich je hatte. 

Bom dia, coma vai, tudo bem, schallte es aus allen Ecken, aber natürlich geht es mir gut wenn ich euch sehe, guten Morgen, guten Morgen. Da war die schöne Zenaide mit den langen, seidigen Augenwimpern, die sie schließen konnte wie einen Vorhang, da war Clayton, der Junge Mann, der so viel lernen wollte, aufsog was ihm gesagt wurde, darum bat, Vater zu mir sagen zu dürfen, da war Maria, die mächtige, im Türrahmen zur Küche lehnend, lächelnd, um cafecinho? Aber sicher doch, der kleine, starke Kaffee mit viel Zucker getrunken wurde überall zur Begrüßung gereicht, einmal habe ich gesehen, wie einer ihn mit 6 Teelöffel voll gesüßt hat, auch im Büro war er die erste Handlung, gerne im Stehen zusammen getrunken. Da waren Vandré, Mann für die praktische Beratung, Franklin kam meist später, hatte oft schon Vorlesungen in der Universität gehalten, war brillanter Fachmann für alternative Stadtplanung und Kenner der politischen Szene, mit ihm und Angela von IBAM, der staatlichen Behörde für Gemeindeverwaltung zusammen haben wir die großen Projekte aufgelegt und durchgeführt. Joachim schaute vorbei, er hatte ein eigenes Projekt der FES, Paulo kam, hatte den Wagen geparkt und Renate war natürlich da, rechte Hand und Stütze in allen finanziellen Belangen - sie verwaltete Konten, Bücher und Personal - sprach fließend 4 Sprachen, wichtig in einem Büro mit internationalen Besuchen und beriet bei schwierigen Fragen, sie, die lange Jahre schon im Land war, hatte Erfahrung. Es war angenehm, mit der Gruppe zu arbeiten.   


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  • Andere-Welten oder: Von Einem der auszog aus seinem Dorf und neue Welten kennen lernte
  • : Erlebnisse, Geschichten, Abenteuer aus verschiedenen Welten. Vom Leben in Deutschland, Chile, Ecuador, Rio de Janeiro, Kolumbien, Tansania, Mosambik und heute im Dorf. Plus Bilder, Reflektionen, Ideen zu Wirtschaft und Gesellschaft, mit Witzigem und Brauchbaren.

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