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Andere-Welten oder: Von Einem der auszog aus seinem Dorf und neue Welten kennen lernte

Von Löwen und Nashörner oder: Was man alles in der Wildnis wissen muss

18. Mai 2012 , Geschrieben von R.Einloft Veröffentlicht in #Rezensionen

Serengeti - 9Falls jemand mal ein Löwenbaby findet wenn er im Busch spazieren geht, keinesfalls versuchen, es mit normaler Milch aufzuziehend! Löwinnen müssen jagen und haben nicht viel Zeit zum säugen. Deshalb ist ihre Milch extrem gehaltvoll. Hundemilchersatz in Vollmilch aufgelöst, mit Eigelb und Sahne angereichert kommt gut hin. Das mindestens 3 Mal täglich mit dem Fläschchen eintrichtern. Später, wenn der Löwe groß ist, braucht er 5-15 Kg rohes Fleisch täglich. Man kann Löwen als Haustiere aufziehen, aber sie gewöhnen sich derart an Menschen, dass sie nie mehr jagen wollen

Ein schwieriges Programm hat man am Hals wenn man aufgezogene Löwen renaturieren will. Löwen sind Rudeltiere, also braucht man zuerst mal mehrere halb oder zahme Löwen, die zusammen zurück in die Wildnis sollen. Als Fleischfresser müssen sie lernen, zu jagen. Sie glauben nämlich, dass sie Spieltiere seien. Dazu brauchen sie ein eigenes Territorium und müssen lernen, sich gegen andere Löwen durchzusetzen. Das alles muss man ihnen vormachen, damit sie es lernen. Schwierig. Aber als Hütetiere sind sie unschlagbar, kein Einbrecher wird wagen, das Grundstück zu betreten.

 

Wichtig ist es, schwarze und weiße Nashörner auseinander zu halten. Das weiße Nashorn ist dumm und gutmütig, das schwarze dumm und aggressiv. Wenn es etwas sieht was ihm unbekannt vorkommt, dreht es durch und stampft alles nieder, was ihm in die Quere kommt. Da es extrem kurzsichtig ist, baut es auf seine Schnelligkeit und Wendigkeit und hält so lange nicht auf, blitzschnell seine Richtung zu wechseln und alles nieder zu walzen, bis es sicher ist, das nichts Fremdes mehr in seiner Umgebung sich bewegt. Das weiße dagegen ist so gutmütig, dass man es im Vorbeifahren streicheln könnte. Sollte man nicht, es könnte ein schwarzes sein. Denn die Unterscheidung ist schwierig. Beide sind grau (nicht schwarz oder weiß). Beim aggressiven hängt die Oberlippe lang über die Unterlippe herab und das andere scheint zu grinsen. Darauf kann man sich aber nicht verlassen. Also Vorsicht und in jedem Fall ab wie der Blitz falls man im Auto unterwegs ist. Ansonsten beten.

PS: Ein Nashorn ist bis zu 45 Km/h schnell.

 

All das und noch mehr Interessantes aus der Wildnis in Kobie Krüger: Ich trage Afrika im Herzen.

 

Schönes Wochenende ohne Löwen und Nashörner im Garten

 

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Katharina vom Tanneneck 05/23/2012 01:32


Ach ja, so ein Löwenbaby hätte ich auch gerne! Aber wahrscheinlich werde ich hier keines finden. So bleibe ich bei meinem Hündchen und meiner katze. Die kämpft manchmal auch wie ein Löwe.
   


Liebe Grüße, Katharina

R.Einloft 05/24/2012 12:56



Jo, wenn man die Augen zu kneift, können Katzen zu Löwen im Garten werden. Hab ich mit der Nachbarskatze ausprobiert.


Liebe Grüße aus dem warmen Tal, RE