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Andere-Welten oder: Von Einem der auszog aus seinem Dorf und neue Welten kennen lernte

Wie ich den Tinnitus zu heilen suchte (St. Wendel, 20.2. bis Ende März 2001) Teil V

13. September 2010 , Geschrieben von R.Einloft Veröffentlicht in #Burn Out - Tinnitus u.a. Krankheiten

Tageslauf
"Die ganzen Woche gefällt mir. Wache vor 6:00 auf, Liegestützen, Bauchcurls, schwimme, plötzlich gefällt es mir, dieses Gleiten. Heute Morgen Wasserballett 7:15, Thai-Chi, 8:30 Massage; 9:15 Audio-Kommunikation; 14:15 Gruppentherapie, 15:30 Body Building; dazwischen Meditation und Mittagsruhe. Und lesen, lesen, lesen. Hab nur noch Sachbücher, was Anderes hab ich nicht mehr. Gezielt Musik möchte ich auch noch hören."

"Gelernt heute: Schweigen und Zuhören geht eher, als 2 Sec warten bis zur Antwort. Männer über Frauen in der Sauna, über Sport (extrem natürlich), alles im Brustton der Überzeugung. Ich greife nicht ein. OK. Aber mit der Antwort 2 sec warten, das will ich noch lernen."

"Die Merkel ist eine Lachnummer. Zumindest im Fernsehraum."

"Legt man Ring - an Ringfinger und kleinen an kleinen Finger ist das zum Abreagieren geeignet. Länger aus- als einatmen und Atem etwas anhalten."

Wiener Walzer in der Audio-Gruppe war ein Glücksbringer. Alle, auch die Kritiker, melden Wohlbefinden. Und mein Dragon kam nicht heraus."

Freiheit erprobt
Am Wochenende in D zur Konfirmation von Katharina. "Ziemlich verwirrend all die vielen Leute. Am Bahnhof in FFM Karte im Telefon vergessen. Im Zug suche ich verzweifelt mein Handy, es war in einer Innentasche. Dann sollte ich noch was reden bei der Feier und am Ende war ich sumpfen". Notiz am nächsten Tag: Deprimiert, dachte, Veränderungen von hier könnte ich 1 zu 1 umsetzen. Pustekuchen. Altes Fahrwasser. Was will ich? Zuhören, warten bis ich antworte, langsam und bedächtig sein. Was mache ich? Gebe Ratschläge, schieße los, bin hektisch"

Leute
"Andreas - der von den fundamentalen Christen - über ihn hab ich mich aufgeregt, weil er über mich hinweg zu schauen beliebt - der kam heute und wollte was von meiner Arbeit wissen. Schau an, Einloft.

Der neue Tischnachbar, der Bayer, ist Architekt, spielt 12 Instrumente. Mit 4 Jahren angefangen, mit 12 in einer Jazzband. Er sagt nicht viel und wenn, dann mit Macht und Donnerhall. Noch ist er kein Urgestein, eher ein selbstzufriedener Individualist und bayrischer Charmeur. Aber durchaus drin, das mit dem Urgestein. Die Münchnerin am Tisch, dürr und vornehm, isst wie ein Vögelchen, benutzt Messer und Gabel wie Stäbchen. Durchaus nett. Dann Erwin, Dipl. Ing. beim TÜV, süffisant, immer mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen. Bei ihm muss man alleweil mit einem Seitenhieb rechnen. Seine Frau, erzählt er, ordnet noch immer dem 24 jährigen Sohn die Wäsche in den Schrank." 

Was lernen wir daraus, Herr E? 1. Warte bis du urteilst und 2. Du kommst bei vielen Menschen gut an"

M frivol
M schreibt: "Liebster, hab bis heute Morgen 3.00 Uhr mit Kubanern getanzt. Toll!!" "Woran erkennt man einen guten Tango-Tänzer? Am feuchten Knie!"

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