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Andere-Welten oder: Von Einem der auszog aus seinem Dorf und neue Welten kennen lernte

Wir müssen mehr wissen wie Banken und Börsen ticken

1. November 2011 , Geschrieben von R.Einloft Veröffentlicht in #Unsere Welten - unsere Probleme

Wir müssen mehr wissen wie die Banken und Börsen ticken, ist der Tenor des Artikels von Ganssmann. Das stimmt unbesehen. Wie soll man des Gegners Waffen entschärfen, wenn man sie nicht kennt? Er fängt an mit der Erklärung der "Märkte", in der Tat recht anonyme Wesen, die täglich durch die Nachrichten geistern. Sie sind, sagt er, nicht mehr die alten Märkte, die wir noch kennen, auf denen Waren gehandelt werden. Keinesfalls zu vergleichen mit denen. "Bei "den Märkten", geht es um die Finanzmärkte, vorzugsweise die Börsen. Und was da gehandelt wird, sind Waren zweiter oder dritter Ordnung, also nicht Obst, Lokomotiven oder Nagellackentferner, sondern: Aktien, Devisen, Schuldverschreibungen und Derivate. Es geht um Papiere, auf denen Unternehmensanteile, Eigentumsrechte, Zahlungsverpflichtungen, Fremdwährungsguthaben, Warentermingeschäfte notiert sind." Und was ist daran das Aufregende, dieses Sensible, auf das alle Politiker meinen, Rücksicht nehmen zu müssen? Weil es hier um Wetten geht. Weil beim Handel mit diesen Produkten überwiegend nicht ausschlaggebend ist, wie Unternehmen wirtschaften, ob Waren  gut oder schlecht sind, ob Guthaben steigen oder fallen, wie Währungen sich in Realität entwickeln, nein, darauf wird nicht gewettet sondern darauf, wie die Spekulanten denken, dass sie sich entwickeln könnten. Er erklärt gut, was Leerverkäufe sind, Baisse-Spekulationen, wie der Kampf zwischen "Bullen" und "Bären" an der Börse degenerierte zu einem Kampf zischen "Rudeln von Wölfen" und er erklärt, wie die Interaktion des Ganzen abläuft. Denn die Börse besteht aus Partnern, die in rasender Geschwindigkeit interagieren. Und wie wir, als normale Bürger in dieses Spiel verwickelt sind.

Ganz aktuell behandelt er die Probleme, die mit dem Handel der Staatsanleihen einher gehen. Und warum der Staat eingreifen musste oder glaubte, eingreifen zu müssen und warum die "Rettung" von Griechenland zweischneidig ist: die Retter sparen den Staat obendrein auch noch kaputt.

Seine Lösungsvorschläge sind dürftig, zu allgemein. Mir wird deutlicher, dass die Lösung des Problems in diese Richtung gehen muss: Trennung von spekulativ arbeitenden Investitionsbanken und den "normalen" Banken, die unser Geld verwalten. Ich will nicht, dass in dem Gefüge mein Geld für internationale Börsengeschäfte genutzt wird. Das alte Bankenwesen lebte gut von seinen traditionellen Geschäften, da soll es bei bleiben und diese Banken sollen auch vom Staat geschützt werden. Ich will mein Geld schließlich wieder. Wer spekulieren will, soll es, doch ohne Staatsschutz.

 

Wie gesagt: empfehlenswert wer mehr wissen will: http://www.monde-diplomatique.de/pm/2011/10/14.mondeText1.artikel,a0010.idx,1

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Katharina vom Tanneneck 11/02/2011 11:10



Na logisch! Man lebt schließlich nur einmal! 



Katharina vom Tanneneck 11/02/2011 02:16



Das Schlimme daran ist doch, wir wissen es seit drei Jahren und keiner tut etwas dagegen. Die Landesbanken waren doch die Ersten die davon betroffen waren. Sie haben alle gezockt mit unseren
Geldern. Es war ein Fehler von der Politik, die das erst ermöglicht hat.


Über den deutschen Export habe ich das schon vor langer Zeit geschrieben. Wir geben den Ländern das Geld, damit sie unsere Waren kaufen können. Nun wird die ganze Blase in unmittelbarer Zeit
platzen. 


Die ihr Geld in materiellen Werten angelegt haben, dürften dann die Gewinner sein.


Liebe Grüße, Katharina



R.Einloft 11/02/2011 11:00



Liebe Katharina, ich hoffe sehr, dass die Blase nicht platzt. Die Hoffnung bleibt, ich weiß. Traurig, dass hinter dem Ganzen großer Egoismus steckt, wir geben das Geld, damit wir unsere Waren los
werden. Alleine was Griechenland an Waffen und anderem Schrott von uns gekauft hat, geht auf keine Kuhhaut. Doch von dieser Seite der Medaille wird kaum geredet. Und wer kriegt das viele schöne
Geld? Ich vermute, die Banken wieder. Alles ein Schrott!


Und trotzdem machen wir es uns schön so weit wir können, gelle?


Bestens RE